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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mehr Studenten: Stärkerer Verkehr
 
"Skandal und Fehlplanung"
Zwischenüberschrift:
Wird Einmündung Martinistraße vergrößert?
 
FDP zur Verbreiterung der Martinistraße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Priorität 1" hat das Land dem Teilstandort Martinistraße / Wall / Katharinenstraße der Universität gegeben, das bedeutet, daß hier im nächsten Jahr gebaut wird. 1000 Studienplätze am Rande einer verkehrsberuhigten Zone haben den Planungsausschuß veranlaßt, sich mit der Einmündung der Martinistraße in den Knotenpunkt Heger-Tor-Wall / Neuer Graben / Schloßwall zu befassen, um an dieser Stelle ein " totales Umweltchaos" zu verhindern. Durchführung, Zeitpunkt und Kosten sind jedoch noch offen. Hier handelt es sich um einen der am stärksten belasteten Knotenpunkte des Osnabrücker Straßennetzes. Nach dem Generalverkehrsplan beträgt die Prognosebelastung dieses Knotenpunktes etwa 95 000 Kraftfahrzeuge pro 24 Stunden, wobei zu bedenken ist, daß die Martinistraße Haupteinfahrt und Autobahnzubringer ist, die täglich von mehr als 20 000 Kraftfahrzeugen täglich befahren wird.
Nach einer Untersuchung des Staatshochbauamtes von 1981 kann die Stadt auf die Möglichkeit einer Vergrößerung dieses Knotenpunktes nicht verzichten. Bei allen Überlegungen ist davon ausgegangen worden, einen Teil des Seminargebäudes am Wall (früher Mädchengymnasium) abzureißen, wie seit 1967 mit dem Land vertraglich geregelt, die beiden Platanen am Straßenrand zu erhalten und die geschlossen durchgehende Bebauung auf der Südseite der Martinistraße stehen zu lassen.
Der Leiter des Stadtplanungsamtes, Schmidt-Casdorff, hielt es in diesem Zusammenhang für möglich, daß die Bürger wieder mit dem vor Jahren von ihnen selbst beerdigten Plan kommen, nach dem sich der Verkehr am Arndtplatz aufgespaltet und auf Einbahnstraßen über Martinistraße stadtauswärts und über Weidenstraße stadteinwärts fließt. Zu der grundsätzlichen Kritik von Ratsherrn Polewsky an Verbesserungen für den Kraftfahrzeugverkehr in der Innenstadt meinte Beigeordneter Erpenbeck: " Ich hoffe, daß ein großer Teil der Studenten mit dem Fahrrad kommt!"

" Skandal und Fehlplanung"

FDP zur Verbreiterung der Martinistraße
Für eine " Fehlplanung" hält die Osnabrücker FDP die beabsichtigte Verbreiterung der Martinistraße auf sechs Spuren. Für den Parteivorstand erklärte Dr. Peter Rössler, es sei ein Skandal, daß dem Verkehr " wiederum ein Stück unseres Stadtgesichtes geopfert werden soll." Rössler: " Wir fordern die Bürger auf, gegen den zu erwartenden Bebauungsplan zu protestieren und alle Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planungsverfahrens zu nutzen."
Das Vorstandsmitglied der Liberalen macht der städtischen Bauverwaltung den Vorwurf, das Land Niedersachsen gezielt bedrängt zu haben, den Forderungen der Stadt nach Verbreiterung der Martinistraße nachzukommen. Das würde aber die Umsetzung der erhaltenswerten Steinfassaden notwendig machen.
Rössler: " Die FDP wird sich für die Erhaltung des Hauses Martinistraße 8 an dieser Stelle einsetzen." Die Liberalen empfehlen den Landesbehörden zu prüfen, ob nicht der Erhalt des Hauses, dessen Supstanz in sehr gutem Zustand ist, billiger kommt als ein Neubau.
Und die städtischen Bauplaner müßten sich fragen lassen, so Rössler weiter, wie hoch sie den Wert des Denkmalschutzes einschätzen, wenn sie " so leichtfertig dem Verkehr den Vorrang" einräumten.

Bildtext:
MIT EINER MÖGLICHEN UMGESTALTUNG und Vergrößerung der Kreuzung Heger-Tor-Wall/ Neuer Graben/ Schloßwall beschäftigte sich der Planungsausschuß. Inzwischen hat sich der FDP-Kreisvorsitzende gegen eine Verbreiterung der anschließenden Martinistraße aus sechs Fahrspuren gewandt.

Aufnahme:
Lindemann
Autor:
H., pr-


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