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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Verkehrsberuhigung mit Hilfe der Bürger
Zwischenüberschrift:
Vorrangiges Modell: Gustav-Heinemann-Platz
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Fußgängerfreundlich, aber nicht autofeindlich" Ist das Ziel sogenannter ! verkehrsberuhigter Zonen" in Wohngebieten, die ihre ersten Erprobung in 30 Bereichen in Nordrhein-Westfalen bestanden haben: 80 Prozent der Beteiligten sind zufrieden; in den betroffenen Gebieten hat sich die Sicherheit für Kinder um 90 Prozent erhöht. In Osnabrück, so gaben der Vorsitzende des Planungsausschusses, Ferdinand Erpenbeck, sein Stellvertreter Fritz Thomasern sowie vom Stadtplanungsamt Ltd. Baudirektor Eberhard Schmidt-Casdorff und Dipl.-ing. Hans-Jürgen Apel bekannt, liegen noch keine fertigen Pläne hierfür vor, aber in Zusammenarbeit mit den Bürgern soll zunächst das Gebiet Gustavv-Heinemann-Platz (Augustenburger Platz) " verkehrsberuhigt" werden. Eine erste Anliegerversammlung findet am Montag, 9. Juli, um 19.30 Uhr im Ratsgymnasium statt.

Im Februar hatte die Verwaltung den zuständigen Fachausschüssen vier innerstädtische Wohngebiete für verkehrsberuhigende Maßnahmen vorgestellt: Gustav-Heinemann-Platz, vordere Wüste, Schinkel und Schölerberg, die alle dringend der Verkehrsberugigung bedürfen, doch soll der Bereich Heinemann-Platz zwischen Lotter Straße, Rückertstraße, Martinistraße und Heger-Tor-Wall wegen der hohen Unfallhäufigkeit, des starken Durchgangsverkehrs und des Verkehrs- und Gewerbelärms vorrangig als Modell bearbeitet werden. Die Fachausschüsse schlossen sich dieser Auffassung an und gaben grünes Licht für vorbereitende Maßnahmen wie Verkehrszählungen. Lärmmessungen und eine Bestandsaufnahme des ruhenden Verkehrs.

Straßen als Lebensraum

" Wir wollen versuchen, mit möglichst geringen Aufwand eine hohe Wirkung zu erzielen", umrissen die Vertreter von Rat und Verwaltung das Ziel eines offenen Planungsprozesses, an dessen Ende ruhigere Straßenräume stehen sollen, die von den Bürgern stärker als Lebensraum angenommen werden können. Wobei es durchaus Konflikte geben kann, denn bei einer Verkehrsberuhigung - z. B. Sperren durch Blumenkübel auf der Fahrbahn, Bäume im Straßenbereich, durch Ketten ..........., Frei- und Spielflächen, wechselseitiges Parken und hindernisse gegen ..... Parken werden Beschränkungen und Umwege unvermeidlich sein.
Vertreter von Rat und Verwaltung haben sich in verschiedenen Städten umgesehenund u. a. mit dem Großversuch in NRW und Tests in Holland und Goslar befaßt. Eine ihrer wesendlichsten Erfahrungen: Solche Versuche sind nur dann erfolgreich, wenn die Betroffenen die Überlegungen mittragen. Die Stadt will kein perfektes System aufzwingen, sondern in einer lebendigen Entwicklung, die auf den persönlichen Erfahrungen der Betroffenen mitberuht, den Bürgern die Chance geben, ein besseres Wohnumfeld zu schaffen.
Nach dem Gespräch am kommenden Montag bei dem .. ......... um folgende Fragen geht: " Was ist Verkehrsberuhigung? Wie wird .... in anderen Städten durchgeführt? Warum wurde gerade dieses Gebiet ausgewählt? Wie geht es planerisch weiter und wie werden die Bürger beteiligt werden?" Sind Zählungen (die erste am 12. Juli für Verkehrsbelastung und Durchgangsverkehr). Erhebungen und Befragungen vorsehen, um zusammen mit den Bürgervorstellungen verschiedene Vorschläge zu machen, unterschiedliche Möglichkeiten darzustellen und in einem frühen Stadium von den dort wohnenden rund 5000 Bürgern zu erfahren, wie sich für eine Verkehrsberuhigung einsetzen werden. Über die jeweiligen Ergebnisse werden alle Haushaltungen in diesem Bereich informiert.
Die zweite Stufe, etwa im September, steht die Ausarbeitung weiterer Vorschläge vor, die Wiederum mit den Bürgern besprochen werden, bevor sich die Ratsausschüsse damit befassen und verkehrliche, gestalterische und rechtliche Maßnahmen beschließen. Da sich sicherlich neue rechtliche Gesichtspunkte ergeben werden, ist es wichtig, daß das Niedersächsische Sozialministerium für diese Fragen einen Interministeriellen Arbeitskreis eingesetzt hat, an dem auch Osnabrück beteiligt ist.
Neben den Bürgern können natürlich auch Interessenverbände, Parteien u. a. von Anfang an Stellung nehmen. Anlaufadresse ist das Stadtplanungsamt im Dominikanerkloster, mit dem jederzeit Kontakt aufgenommen werden kann.
Autor:
Helmut Hertel


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