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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
FDP ist gegen die Verschwenkung
Zwischenüberschrift:
"Auch die Notwendigkeit des Tunnels ist nicht bewiesen"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Arbeitskreis Stadtplanung der FDP hat sich unter der Leitung seines Vorsitzenden Ratsherrn Petersson erneut auseinandergesetzt mit den Plänen für eine Verschwenkung der Lotter Straße und dem Bau eines Fußgängertunnels im Kreuzungsbereich Dielingerstraße / Wall. Er nahm auch Stellung zu den entsprechenden Beschlüssen auf der Ratssitzung am 31.1.78.
Die Pläne der Verwaltung basieren vor allem auf Verkehrsgutachten. Diese weisen theoretisch nach, daß bei einem Verbleiben der Einmündung der Lotter Straße an der bisherigen Stelle gegenüber dem Heger Tor die Verkehrsprobleme unlösbar seien. Der FDP-Arbeitskreis bekräftigte erneut die bereits in der Ratssitzung vom Ratsherrn Petersson vorgetragene Ansicht, daß keine zwingenden Sachgründe erkennbar sind, die Verschwenkung durchzuführen, solange nicht die Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Verkehrsprognose durch praktische Erprobung über einen längeren Zeitraum belegt ist. Angesichts der gravierenden Eingriffe nicht nur in erhaltenswerte Bausubstanz, sondern vor allem in unwiderbringlichen Baumbestand, sei nach dem Gebot der Güterabwägung die Durchführung einer solchen Maßnahme allein aufgrund theoretischer Berechnung nicht vertretbar.
Mit gleicher Entschiedenheit wandte sich der Arbeitskreis gegen die Untertunnelung des Kreuzungsbereiches Wall/ Dielingerstraße. Die allzu bekannten Nachteile von Fußgängertunneln (Erschwernisse für behinderte und alte Menschen, Unsicherheit vor allem in Nachtstunden) wäre die Verwaltung verpflichtet gewesen, alle erdenklichen Alternativlösungen zu erarbeiten und dem Rat als Entscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen. Der Arbeitskreis bezweifelt, daß die vorhandenen Raumverhältnisse die Anlegung hinreichend breiter Zwischeninseln zwischen den Fahrtrichtungsfahrbahnen verbiete.
Der Arbeitskreis nahm mit Erstaunen zur Kenntnis, daß in der Diskussion im Rat sehr wohl erhebliche Zweifel von einigen Ratsherren der SPD-Fraktion an Sinn und Nutzen dieser Baumaßnahmen geäußert wurden, ohne daß diese sich an einer Zustimmung zu den Vorschlägen der Verwaltung gehindert fühlten. Der Arbeitskreis fragt, ob sich hier wieder einmal mehr das Bismarck-Wort bewahrheitet: " An die Stelle der eigenen Vernunft tritt die Majorität"?


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