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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Von einer Linde erschlagen
Zwischenüberschrift:
Stellungnahme zu den Leserbriefen von H. Busse vom 31.3. und 6.4. wegen der gefällten Ahornallee.
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Es ist erfreulich, wenn sich Bürger für die Erhaltung alter Bäume einsetzen. Dieser Einsatz hat aber eine Grenze, wo alte Bäume ihre Standsicherheit verlieren und, namentlich im Stadtinnern, zu einer Gefahr für die Menschen werden. In Münster stürzte kurz vor dem letzten Krieg eine alte Linde auf dem Domplatz um, erschlug einen Mann und verletzte zwei weitere Personen. Scharfe Vorwürfe richteten sich gegen das Städtische Gartenamt...
Dies ist kein Einzelfall. Anderenorts ist es nach ähnlichen Unfällen zu Strafverfahren gegen die zuständigen Beamten gekommen, die die Unglücksbäume nicht rechtzeitig gefällt hatten.
Diese Vorfälle zeigen die schwere Verantwortung unserer Grünflächenämter bei der Beurteilung der Standsicherheit alter Bäume, besonders wenn diese wie hier neben dem verkehrsreichen Schloßwall stehen. Anscheinend hat Herr Busse, bevor er seine Leserbriefe schrieb, nicht den Bericht der Neuen OZ vom 23. Februar 1977 gelesen, der über eine Pressekonferenz von Stadtbaurat Klöcker und Baudirektor Plonsker berichtete. Diese Pressekonferenz fand vor der Niederlegung der Ahornallee am Schloßwall statt. Es heißt dort, daß der Bauausschuß des Rates und die Verwaltung nach eingehender Prüfung die Niederlegung der Ahornallee und ihren sofortigen Ersatz durch eine Allee von Kaiserlinden beschlossen habe. Es ist also falsch, wenn Herr Busse schreibt, daß hier ein herber Einschnitt von einem einzelnen Amt vorgenommen sei, und daß die Mitsprachemöglichkeit der gewählten Bürgervertreter in dieser Sache ungeklärt sei...
Es ist falsch, wenn Herr Busse in seinem Leserbrief darauf hinweist, daß Herr Plonsker die Kosten der Umflanzung von
50 000 DM nicht erwähnt habe. In der Pressekonferenz hat er mitgeteilt, daß das Umsetzen der Bäume pro Stück
1200 DM - 54 000 DM kosten werde. Er hatte hinzugesetzt, daß die Stadt für die Kaiserlinden selbst nichts zu bezahlen brauche. Würde man sie in dieser Größe bei Baumschulen kaufen müssen, so würde man 7 300 DM pro Stück aufwenden müssen, das sind 328 000 DM. Herr Busse ist anscheinend dafür, daß man auf dieses Geschenk habe verzichten und eine stark gelichtete   Allee von alten Bäumen mit kleinen jungen Bäumen in den   Zwischenräumen habe behalten sollen.
Ich meine, daß das Städtische Grünflächenamt unter Baudirektor Plonsker hier eine besonders glückliche Hand gehabt hat, als er die zum Teil morsche Ahornallee beseitigte und wenige Wochen später durch die Kaiserlinden, die schon jetzt eine ansehnliche Allee darstellen, ersetzte. Es ist bedauerlich, wenn statt des schuldigen Dankes mit unrichtigen Behauptungen und unsachlichen Bemerkungen an diesem Werk unberechtigte Kritik geübt wird.

Paul Voßkühler
Corsicaskamp 26
Osnabrück

Aus Gründen der Verkehrssicherheit begrüße ich die Auswechslung der Bäume am Schloßwall durch das Grünflächenamt. Bei kranken und kränkelnden Bäumen entstehen durch Windbruch erhebliche Gefahren für den Fußgänger- und Fahrverkehr. Hier gilt " Vorbeugen ist besser als Heilen".

Hanns Siegfried Schiemann
Vorsitzender der
Verkehrswacht Osnabrück
Georgstraße 4
Osnabrück
Autor:
Paul Voßkühler, Hanns Siegfried Schiemann


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