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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Bebauungsplan 113 genügt nicht den Vorschriften"
Zwischenüberschrift:
Weitere Argumente gegen Verschwenkung der Lotter Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Der Bebauungsplan 113, der unter anderem die Verschwenkung der Lotter Straße vorsieht, entspricht nach Auffassung von Altstadtbürgern bzw. Bürgergruppen nicht den gesetzlichen Vorschriften, nach denen Bauleitpläne eine geordnete städtebauliche Entwicklung gewährleisten sollen, das Ortsbild berücksichtigen und historische bzw. künstlerisch bedeutende Bauwerke erhalten müssen. Diese Bedenken und der Hinweis, daß als Folge des Bebauungsplanes 113 Zusammenhang und Funktionsfähigkeit der Altstadt im Heger-Tor-Viertel gestört werden, sind der Stadt in den letzten Wochen zugegangen.

Der Bereich des Heger Tores, führen die Kritiker aus, ist ein Platz von historischem Rang. Der von der Lotter Straße kommende Verkehr hat freie Sicht auf das Tor und die dahinter liegende Altstadt. Eine doppelte Ampelanlage ermöglicht den Zugang zum Heger Tor für Fußgänger von jenseits des Walles. Die geplante Verschwenkung der Lotter Straße nun würde

- eine " entscheidende Verunstaltung" dieses Ortsbildes bedeuten,

- der Museumskomplex - Akzisehaus, Kulturgeschichtliches Museum, Naturwissenschaftliches Museum - würde zerschnitten, was nachteilig für den Besuch der Museen sein müsse.

Einander widersprechend, so teilen die Absender der Stadt mit, seien weiter die Vorhaben, den PKW-Verkehr möglichst aus der Innenstadt zu verdrängen und die nach der Verschwenkung geschaffene bessere Zufahrt in die Dielingerstraße.
Nach der jetzigen Regelung, heißt es, hat " der Verkehrsfluß am Heger Tor... auch in Spitzenzeiten des Verkehrs keine Schwierigkeiten ergeben im Gegensatz zu anderen Kreuzungen am Ring." Die Verschwenkung sei also auch unter diesem Aspekt überflüssig.
Die " Aufbaugemeinschaft Heger-Tor-Viertel" beabsichtigt unter   anderem, in Bürgerversammlungen und einer Protestkundgebung   gegen den Bebauungsplan 113 anzugehen.
Befürchtungen wegen sinkender Funktionsfähigkeit des Viertels um das Heger Tor beruhen auf folgenden Argumenten:

Erschwerter Zugang zum Viertel von jenseits des Walles und von den Stadtteilen, die eine nach der Verschwenkung verkehrsreiche Dielingerstraße abschneidet, könnte dem mit viel Aufwand und Geld sanierten Viertel die Existensgrundlage entziehen. Denn, so argumentieren die Absender, sei es illusorisch anzunehmen, " daß die Bevölkerung wegen des äußeren Reizes dieses Viertels größere Umwege oder andere Beschwernisse in Kauf nehmen wird, um das Viertel zu erreichen".
Sollte die Verschwenkung der Lotter Straße nicht abzuwenden sein, müsse doch dringend eine " bestmögliche Fußgängerverbindung" in Richtung Lotter Straße geschaffen werden. Diese könne als Fußgängerbrücke eine " sehr reizvolle Verbindung vom innerstädtischen Fußgängerbereich zum Erholungsgebiet Westerberg" darstellen. Allerdings müsse in diesem Fall eine ansprechende Lösung als die " gestalterisch fehlgeschlagene und wenig genutzte Fußgängerbrücke am Hasetor" gefunden werden.
Erneut hat auch der Rechtsvertreter der Erbengemeinschaft Stöver (Einhorn-Apotheke), Prof. Dr. R. Tenfelde, der Stadt mitgeteilt, daß die vorliegende Begründung zum Bebauungsplan 113 unzureichend sei, weil sie den gesetzlichen Erfordernissen, zentrale Punkte des Planes zu begründen, nicht genüge. Zu diesen Punkten gehöre unter anderem die Regelung des Fußgängerverkehrs.
Autor:
Zi


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