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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ohne Verantwortungsbewusstsein
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Senioren sollen verpflanzt werden″ und dem Kommentar Was hier fehlt, ist Transparenz″ von Rainer Lahmann-Lammert (Ausgabe vom 25. September) sowie dem Artikel Die Leute sind belogen worden″ (Ausgabe vom 1. Oktober).

Die Aussage des Kommentators, dass es an der nötigen Transparenz gefehlt habe, wird der Bedeutung dessen, was den Bewohnern zugemutet wird, nicht gerecht. Die Bewohner von den 32 Reihenhäusern sind hochbetagte Menschen, die ihr Zuhause, das gewohnte Umfeld und die in betreuten Wohnanlagen übliche und besonders wichtige Anbindung an ein Pflegeheim verlieren werden. Die daraus entstehenden Ängste der besonders schutzbedürftigen Menschen, die in den dortigen Anlagen ihren Lebensabend verbringen wollten, sind kaum vorstellbar. Auch frühzeitige Transparenz hätte bei dieser Problematik nur bedingt geholfen. Besonders befremdlich ist dabei, dass es sich hier nicht um das mittlerweile hinlänglich bekannte Vorgehen eines privaten Wohnungskonzerns handelt, sondern eines gemeinnützigen kirchlichen Trägers. So nachvollziehbar die Modernisierungsabsichten des Diakoniewerkes auch sein mögen, die Tätigkeit im Zusammenhang mit schutzbedürftigen Menschen verlangt ein Handeln, das von entsprechendem Verantwortungsbewusstsein geprägt ist. Wirtschaftlichkeit kann in diesem Kontext, wenn überhaupt, nur mit der nötigen Weit- und Rücksicht überwiegen. Im Übrigen bleibt darauf hinzuweisen, dass unter der Prämisse, wonach in den 60er-Jahren gebaute Häuser ihre Lebensdauer quasi per se überschritten hätten, zukünftig etwa die Hälfte aller Osnabrücker Immobilien abzureißen wäre.″

Doris Schmidt-Röh
Rheine

Die Stellungnahmen der Geschäftsführung zum Abriss der Wohnungen und der Pflegeeinrichtung an der Sedanstraße (Küpper-Menke-Stift) sind inzwischen hinlänglich bekannt und machen einen fassungslos. Sie verhalten sich wie andere Wohnungsbaukonzerne, beteuern, im Sinne der Mieter zu handeln, dabei werden ausschließlich wirtschaftliche Zwecke verfolgt. Den Aussagen zum Planungsablauf zu glauben fällt schwer, denn Planungen für Bauvorhaben oder grundsätzliche Änderungen an bestehenden Einrichtungen bedürfen erfahrungsgemäß einiger Jahre bis zu einer Realisierung. Wie soll man da einer Geschäftsführung noch Vertrauen entgegenbringen? Wer in so einer Weise einen evangelischen Wohlfahrtsverband leitet, darf sich nicht über steigende Kirchenaustritte wundern. […]″

Anne Stinner
Osnabrück

In dem Bericht , Die Leute sind belogen worden′ heißt es: , Der Brief war anonym, der Inhalt wurde umgehend dementiert. Doch jetzt bestätigt das Diakoniewerk, dass die Reihenhäuser für das Betreute Wohnen an der Sedanstraße abgerissen und die Senioren ausquartiert werden sollen. Und nun ist auch klar, wer das Schreiben verfasst hat: der Hausmeister.′

Dieser hatte im Januar 2019 den Bewohnern anonym mitgeteilt, dass , die Wohnanlage in drei Jahren abgerissen werden soll′, und es sei schade, dass in einer kirchlichen beziehungsweise sozialen Einrichtung so mit den Bewohnern umgegangen werde. Er begründet seine Handlung damit, dass er den Bewohnern reinen Wein einschenken wollte, weil, obwohl alle gewusst hätten, dass die Anlage nicht zu halten wäre, noch kurze Zeit vorher zwei Wohnungen wieder vermietet wurden. Nach dem Bericht erfolgte nicht nur umgehend ein Dementi, sondern auch die Kündigung des Hausmeisters. Herr Lahmann-Lammert macht in den beiden Berichten und in den zugehörigen Kommentaren sehr klar, dass der gefeuerte Hausmeister mehr Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Senioren in der Anlage gezeigt hat als die Geschäftsführung der Diakonie. Das zeigt auch der im Bericht , Diakonie weist Vorwurf der Täuschung zurück′ genannte eigentliche Grund für dessen Kündigung. Beiden gilt meine große Hochachtung.″

Peter Kreipe
Georgsmarienhütte
Autor:
Doris Schmidt-Röh, Anne Stinner, Peter Kreipe


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