User Online: 1 | Timeout: 23:22Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Friedensstifter″ auf dem Zaun
Zwischenüberschrift:
Was es mit der Plakatausstellung vor dem Dom auf sich hat
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Inmitten des Mini-Jahrmarkts vor dem Dom sorgen derzeit sieben bunte, an Bauzäunen angebrachte Transparente für Aufsehen. Was hat es mit den darauf gezeigten Köpfen und Zitaten auf sich? Wir wollen damit in einer Zeit der gesellschaftlichen Verrohung und Polarisierung auf die Tradition der gewaltfreien Konfliktlösung aufmerksam machen″, erklärt Franz-Josef Lotte vom Pax-Christi-Regionalverband Osnabrück-Hamburg, der die Freiluftausstellung gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDJK) und dem Forum am Dom initiiert hat.

Als Beispiel wurden sieben Friedensstifter″ aus der jüngeren Geschichte ausgewählt. Die Auswahl wurde unterstützt durch Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie. Die Friedenstifter″ sollen verdeutlichen, dass gewaltfrei herbeigeführte gesellschaftliche Veränderungen nicht nur weniger Opfer mit sich bringen, sondern historisch nachweislich auch bessere Bedingungen dafür schaffen, demokratische Strukturen einzurichten. Bei Umstürzen, die durch Militäreinsätze zustande kommen, sei das anders.

Als Negativbeispiele nennt Lotte Libyen und Afghanistan, als jüngstes positives die friedliche Revolution in der DDR, der zehn Jahre Friedensgebete vorausgegangen sind und die letztlich zur deutschen Wiedervereinigung führte. Auch wir haben also eine Tradition der Gewaltfreiheit″, bemerkt dazu der Friedensarbeiter.

Quer durch alle Religionen

Neben bekannten Köpfen wie dem Baptisten Martin Luther King, dessen Thesen durch die Black Lives Matter″-Bewegung gerade wieder aktuell sind, und dem Hinduisten Mahatma Gandhi, der mit seinen fünf Vorsätzen für den Tag″ zitiert wird, ist mit dessen Mitstreiter Abdul Gaffar Badshah Khan auch ein muslimischer Friedensstifter″ vertreten. Zudem Oskar Romero und Rutilio Grande García SJ, die in den Siebzigerjahren die Reformbewegungen in Lateinamerika geprägt haben, und das Ehepaar Jean Goss und Hildegard Goss-Mayr, das unter anderem auf den Philippinen einen großen Einfluss auf den Aufbau gewaltloser Befreiungsbewegungen hatte.

Die Auswahl soll verdeutlichen, dass nicht nur in allen Erdteilen, sondern auch in sämtlichen Weltreligionen Traditionen der gewaltfreien Konfliktlösung existieren.

Große farbige Hingucker

Die großflächigen, farbigen Transparente, die bereits im Rahmen des Katholikentages in Münster vor zwei Jahren sowie in Aachen zu sehen waren, aber noch nicht in dieser nun eng zusammengestellten, konzentrierten Form, verfehlen nicht ihre Wirkung als Hingucker″. Kaum ein Passant geht an ihnen vorbei, ohne zu lesen, was darauf geschrieben steht. Wer noch mehr Informationen über die zitierten historischen Persönlichkeiten braucht, kann sich zudem auf angefügten Tafeln über deren jeweilige Lebens- und Wirkungsgeschichte informieren.

Bildtexte:
Im Schatten von Dom und Riesenrad: Martin Luther King.
Franz-Josef Lotte von Pax Christi zwischen den Plakaten, auf denen unter anderen Mahatma Gandhi zu sehen ist.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Matthias Liedtke


Anfang der Liste Ende der Liste