User Online: 2 | Timeout: 06:31Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wie entstehen eigentlich Trends?
 
Keine Liebe auf den ersten Blick
Zwischenüberschrift:
Einem Phänomen auf der Spur: In Krisenzeiten werden Röcke länger
 
Surft von Couch zu Couch und genießt das Leben: Reporter Henning Sökeland
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Cowboy-Look, Romantik-Style, Boyfriend-Jeans oder Hippie-Kleider es gibt eine ganze Reihe von Trends, die sichimmer wieder, von Jahr zu Jahr und von Saison zu Saison ändern. Manche kommen alle paar Jahre wieder, und andere verschwinden komplett. Doch irgendwie hängen sie alle zusammen, und aus jedem dieser Trends geht ein neuer hervor. Doch wie entstehen Trends eigentlich? Wer macht sie?

Bestimmt sind Stars und Sternchen, aber auch große Labels wie zum Beispiel Dolche& Gabbana wichtig, besonders was die Umsetzung angeht. Denn: Am Anfang eines jeden Trends steht die Inspiration, und die kommt aus verschiedenen Quellen und wird auf unterschiedliche Art und Weise von den Designern umgesetzt. Dabei spielen natürlich die Medien eine große Rolle. Es müssen zur selben Zeit viele Menschen für den gleichen Look begeistert werden, wie zum Beispiel durch Kinofilme oder Auftritte berühmter Persönlichkeiten.
Dabei prägen oftmals Stars den jeweiligen Trend. Ein Beispiel: Sängerin Mariah Carey hat sich für eines ihrer Videos spontan das Bündchen ihrer Denim-Jeans abgeschnitten. Zwei bis drei Saisons später bekam man von jeder Jeansmarke Hosen ohne Bündchen″, erklärt Designerin Stefanie Schwarte, die bereits für viele Labels gearbeitet hat. Oftmals entwickelten sich Trends aber auch durch die Stimmung wirtschaftlicher und politischer Ereignisse. In Zeiten häufiger Kriegsberichterstattung″, sagt die Designerin, zeigen sich zum Beispiel Trends in Richtung Military und Camouflage, die sich dann nicht selten in die Richtung Safari wandeln und weiter entwickeln.″
Bunte Farben, ausgefallene Schnitte und kurze Röcke zeigten sich in guten wirtschaftlichen Zeiten, während in schlechten eher lange, schlichte und klassische Teile getragen würden. Das kommt daher, dass sich die Menschen in guten Zeiten mehr leisten können und es ihnen nichts ausmacht, wenn die Klamotten schnell wieder, out′ , sind″, so Stefanie Schwarte. In schlechten Zeiten wünschten sich die Menschen hingegen etwas Langfristiges.
Neben der Entstehung der Modetrends ist auch interessant, wie der Stil verbreitet wird also wonach die Jugendlichen ihre Kleidung aussuchen. Die häufigste Antwort auf diese Frage ist: Ich suche meine Kleidung danach aus, was mir gefällt.″ Ein besonders schönes Teil müsse einem einfach ins Auge fallen, sodass der Gedanke Wow, das könnte unter Umständen ja ganz cool aussehen! entsteht. Dabei spielen Style-Vorbilder nicht immer eine Rolle. Die Klamotten müssen einfach voll und ganz dem Befinden und dem Geschmack der Jugendlichen entsprechen: Auch, wenn ich mal ein schönes Accessoire sehe, das mir gefällt, würde ich es trotzdem kaufen, auch wenn es ein verdammtes Armband wäre, das Bill Kaulitz trägt. Solange ich es mag und für meinen Style als cool betrachte, trage ich es auch, egal, was andere Leute sagen″, meint zum Beispiel Schülerin Luisa. Ihr sei das Urteil anderer egal, sie trage ja das, was ihr gefalle. Damit wird die Aussage von der Designer in Stefanie Schwarte bestätigt: Jeder hat seinen eigenen Stil. Passt der Trend zum Stil, dann wird er übernommen. Was nicht gefällt, wird meist auch nicht übernommen.″
Jeder kennt bestimmt die sogenannten Fashion-Victims″ aus der chule oder dem Freundes- und Bekanntenkreis, denen es nur darum geht, , in′ zu sein, das zu beurteilen, was andere tragen, und immer nur das als , richtig′ oder hübsch ansehen, was sie tragen. Dabei gibt es, wenn es um Kleidung geht, kein , Richtig′ oder , Falsch′ .
In der Mode ist alles erlaubt, und es geht doch um viel mehr man möchte seine Individualität beweisen, ohne auf die Meinung anderer Acht zu geben. Hauptsache, man fühlt sich in seinen Klamotten wohl, und sie gefallen einem selbst.

Bildtext:
Keinem Trend nachlaufen: So heißt die Devise auf den Laufstegen dieser Welt. Wie hier bei der Fashion Week in Berlin.
Foto:
dpa

ALICE SPRINGS/ MEL-BOURNE. Melbourne war mit Sicherheit keine Liebe auf den ersten Blick. Nach zwölf schlaflosen Stunden im Zug stand ich ratlos im Regen von Melbourne. Besorgt stellte ich fest, dass anscheinend alle Hotels ausgebucht waren, während der Regen immer heftiger und mein Rucksack schwerer wurde. Als ich Melbourne drei Wochen später verließ, hatte ich die Stadt aber ganz tief in mein Herz geschlossen und mich in dem historischen Zweikampf Sydney Melbourne″ wohl leicht für Melbourne entschieden. Schuld an dieser erfreulichen Wandlung hatte wohl vor allem mein riesiges Glück beim Couch Surfing″. Nach einigem Suchen und Telefonieren hatte ich zwar an besagtem Abend eine Unterkunft gefunden, aber es war viel zu teuer und dazu noch absolut schäbig auch wenn mein Zimmergenosse tota begeistert vom Hostel war und schon seit drei Wochen in diesem Mix aus verschiedenen unschönen Gerüchen lebte. In diesem Moment also, an so einer Art erstem kleinen Tiefpunkt, bekam ich eine SMS von zwei Jungs, die ihre WG im Zentrum von Melbourne hatten, mit einer Einladung zum Dinner. Es entwickelte sich ein so lustiger Abend, dass ich gleich dort blieb für drei Wochen. In dieser Zeit zeigten mir John und Joel mehr Bars und Cafés, als ich in den 18 Jahren zuvor betreten hatte. Besonders wichtig war es ihnen, dass ich einen Sinn für Melbournes Kaffee entwickelte. Er sei der Besteauf der Welt. Mindestens. Und ich muss zugeben: Jungs, ihr habt′ s geschafft. Trotz dieser an Perfektiongrenzenden Zeit hieß es für mich nach drei Wochen, wieder aufzubrechen, um mehr von diesem faszinierenden Land zu sehen. Es ging über die Great Ocean Road mit ihren schönen Stränden, bis ich schließlich in Adelaide ankam. Dort durfte ich drei weitere Couches surfen″. Unter anderem kam ich für ein paar Tage bei einem lebensfrohen Nigerianer unter, der sein Geld mit Fußball in der zweiten australischen Liga verdient. Im Laufe der Tage kam heraus, dass er auch schon mal zwei Wochen beim VfL unter Joe Enochs mit trainiert hat. Klein ist die Welt. Besonders in Australien. Nicht wirklich seriösen Quellen zu Folge sollen in letzter Zeit teilweise über zwei Millionen Deutsche in Australien gewesen sein. Bei gut 22 Millionen Einwohnern ist das eine ganze Menge. Kein Wunder also, dass man immer wieder auf Deutsche trifft. Auf meinem Weg in das Zentrum von Australien von Adelaide nach Alice Springs schloss ich mich daher einer überwiegend niederländischen Reisegruppe an, um ja nicht zu viel Deutsch sprechen zu müssen. Mit verschiedensten Kartenspielen, von denen die meisten keinen Namen und manche nicht mal einen Sinn hatten, vertrieben wir uns die Zeit, während der 1500 Kilometer langen Reise im Bus. Die zwei Nächte auf dem Weg nach Alice schliefen wir einmal irgendwo im Nirgendwo unter freiem Sternenhimmel und einmal in Coober Pedy, einer Minenstadt, unter der Erde, wie es dort aufgrund der Temperaturen üblich ist. Alice Springs überraschte mich dann durchaus positiv. Diese Stadt, 1000 Kilometer entfernt von der nächsten nennenswerten Zivilisation, verbreitet ein ganz eigenes Feeling. Die Hostels sind familiär und die einzig nennenswerte Bar jeden Abend voll. Alice Springs ist außerdem eine Art Hochburg der Aborigines. Reisende werden gewarnt, nachts vorsichtig wegen der angeblich teilweise aggressiven Ureinwohner zu sein und besser ein Taxi zunehmen. Dennoch bin ich zu Fuß gelaufen. Bis ich dann eines Nachts ein paar Mal von einem Rugby abgeschossen wurde. Spätestens nach dem dritten Mal fand ich das nicht mehr ganz so lustig und hab meine Beine lieber in die Hand genommen. Verfolgt von Aborigines konnte ich es noch in das nächste Taxi schaffen und hatte also auch diese Lektion gelernt. Die andere Seite in dem Zusammenleben von Australiern, Touristen und Aborigines lässt sich am besten am Uluru (Ayers Rock) begreifen. Obwohl allerheiligstes Heiligtum der Aborigines, deren Kultur es verbietet, den Uluru zu berühren, kleltern viele Touristen darauf. Die australische Regierung weigert sich, diese Touristenattraktion″ zu schließen. Von meiner Gruppe hat keiner den Uluru erklommen und wir hatten eine tolle Zeit.

Bildtext:
Henning am Ayers Rock.

Auf unseren KLASSE!- Seiten schreiben Schüler die Artikel. Warum? Ganz einfach: Die Kinder und Jugendlichen sind Teil des KLASSE!- Projektes. Sie schreiben die Artikel entweder im Unterricht oder sind Mitglied unserer Jugendredaktion. Somit gibt es für alle interessierten und schreibwütigen Schüler diese Möglichkeiten, um aktiv zu werden. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der Neuen Osnabrücker Zeitung. So gibt es Spezialthemen aus dem Bereich Umweltberufe und Energiewende sowie bunte Themen, die bearbeitet werden können. Ob einzelne Artikel oder eine ganze Seite die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Übrigens: Alle Texte, die veröffentlicht werden, nehmen automatisch an unserem Artikelwettbewerb teil. Kontakt: c.achenbach@ noz.de, 05 41/ 310-636.
Autor:
Tina Rybinski, Henning Sökeland


Anfang der Liste Ende der Liste