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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kritik an Buslinien in Osnabrück-Atter
Zwischenüberschrift:
Wenige Busse für viele Anwohner, viele Busse für wenige Anwohner?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wer mit dem Bus durch die Stadt fahren will, hat dafür seit Anfang des Jahres mehr Möglichkeiten. Mit dem neuen Busnetz bieten die Stadtwerke mehr Fahrten und neue Verbindungen zwischen Stadtteilen an. Aber nicht überall sind die Anwohner begeistert: In Atter fühlen sich viele abgehängt.

Der Anwohner Stefan Konczalla hat die Fahrpläne der vergangenen Jahrzehnte mit den heutigen verglichen und im Bürgerforum Atter mitgeteilt, was ihm aufgefallen ist: Damals dauerte eine Fahrt zum Neumarkt 25 Minuten, heute sind es 45 Minuten.″ Er und viele Anwohner fordern eine Buslinie, die von Atterfeld und vom Ortskern aus wieder ohne Umweg in die Innenstadt führt und ohne Umstieg, denn der führe oft zu Problemen: Manchmal sei der Anschlussbus schon abgefahren. Und dann heiße es wieder: Warten auf den nächsten Bus.

Änderungen erwünscht

Wie Konzcalla sehen viele weitere Atteraner ein Missverhältnis im Busangebot für ihren Stadtteil: Der Ortskern werde benachteiligt, aber das neue Landwehrviertel, in dem sich wenige Menschen, aber viele Sandhaufen″ befänden, werde alle zehn Minuten von der Metrobuslinie mit Fahrten versorgt. Das Ergebnis sieht für Konczalla so aus: Für 4000 Menschen gibt es einen schlechten Fahrplan, für einige Menschen einen guten Fahrplan.″

Was sagen die Stadtwerke dazu? Wiegand Maethner wies darauf hin, dass dieses Missverhältnis eine Momentaufnahme sei. Der Hintergrund: Das neu entstehende Wohnquartier auf dem ehemaligen britischen Kasernengelände zwischen der Strothesiedlung und der Landwehrstraße bietet Schätzungen nach Platz für 1000 bis 1200 Menschen. Maethner erinnerte an den Plan der Stadtwerke für das neue Viertel: Für die neuen Bewohner soll das Busangebot schon bestehen, wenn sie nach und nach einziehen. Auf diese Weise sei damit zu rechnen, dass von vornherein Menschen weniger Autos mit in den Stadtteil bringen würden.

Derzeit können die Busse aber nicht die Endhaltestelle im Landwehrviertel anfahren, weil dort die Wendeanlage im Bau ist. Die Arbeiten sollen Ende Oktober abgeschlossen sein. So lange müssen auch die Anwohner der benachbarten Strothesiedlung die Haltestelle Am Belfastpark″ nutzen. Akteure des Bürgervereins Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter″ stellten fest, dass sich der Weg aus der Strothesiedlung zum Bus um fast einen Kilometer verlängert″. Ob dies wirklich erforderlich sei? Sie bitten die Stadtwerke, die vor allem für ältere Anwohner schwierige Situation zu prüfen. Und der Verein Wir in Atter″ bittet darum, eine Ersatzhaltestelle einzurichten, die näher an der Strothesiedlung liegt. Annette Niemann vom Verein Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter″ geht noch weiter: Sie hätte es am liebsten, wenn die Busse in die Strothesiedlung hineinfahren.

Kuriosität

Sie wies außerdem auf eine Kuriosität hin: Die Haltestelle Am Belfastpark″ befindet sich an der Straße Quebecallee, aber an der Straße, die Am Belfastpark heißt, die Haltestelle Landwehrviertel″. Ob hier die Haltestellen eher ihre Namen erhalten haben als die Straßen?

Was das Busliniennetz grundsätzlich betrifft, wollen sich Anwohner der anderen Siedlungen in Atter weiter für Veränderungen engagieren. Bereits vor einem halben Jahr hatten sie für ihre Interessen vor allem im Ortskern und in Atterfeld 500 Unterschriften gesammelt und es sollen noch mehr werden.

Bildtext:
Die Busse sind schon da: Noch leben wenige Menschen im neuen Landwehrviertel, aber der öffentliche Nahverkehr steht. Anwohner anderer Siedlungen in Atter beklagen sich aber über Verschlechterungen.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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