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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neue Straßen und ein alter Konflikt
Zwischenüberschrift:
Worüber sich Anwohner rund um St. Ansgar in Osnabrück-Nahne ärgern
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Die Straßen im Quartier rund um St. Ansgar sind neu. Doch die Freude darüber ist eingetrübt: Nach wie vor ärgern sich Nahner über den Verkehr zwischen Sutthausen und der Iburger Straße. Wie lässt sich die Situation ändern?

Mehrere Jahre lang war das Quartier westlich der Iburger Straße eine Baustelle. Inzwischen sind die Straßen und die Kanäle darunter allesamt neu. Damit haben die Nahner eine ausgiebige Geduldsprobe überstanden. Eine angenehme Erinnerung daran ist aber die Baustellenampel hin zur Iburger Straße: Manche haben sie lieb gewonnen und vermissen sie jetzt. Aber wie lebt es sich mit dem neuen Erscheinungsbild?

Annegret Gutendorf, Vorsitzende des Nahner Bürgervereins, wies im virtuellen Bürgerforum darauf hin, dass viele Anwohner rund um Paradiesweg, Ansgarstraße und Wiesental sowie der Nebenstraßen nicht mit der Verkehrsführung einverstanden sind. Werner Tegeler vom Bürgerverein sprach von langen Wegen durch die Siedlung zu den Wohnungen. Und Annegret Gutendorf meinte anders als die Verwaltung –, es sei nicht eindeutig, welche Straßen den Anliegern vorbehalten und welche Straßen für den Durchgangsverkehr bestimmt sind.

Der Ärger über den Durchgangsverkehr zwischen Sutthausen und Nahne gehört für Anwohner des Quartiers schon lange zum Alltag. Nach ihren Beobachtungen im Laufe vieler Jahre nehmen viele Sutthauser ihre Straßen als Abkürzung in Anspruch ob zum Einkauf im Marktkauf Nahne oder als Weg zum Arbeitsplatz. Annegret Gutendorf beschrieb den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Zustand der Straßen so: Früher hatten wir hier eine Rennstrecke, heute fahren die Autos Slalom.″

Doch wie viele Autofahrer nutzen die Siedlung als schnelle Durchfahrt? Um das herauszubekommen, plant die Verwaltung eine Erhebung. Ob die Stadt dann einen Riegel vorschieben wird? Der Fachbereich Städtebau formuliert es so: Die endgültige Entscheidung über eine bauliche Sperrung für den Durchgangsverkehr obliegt dann dem zuständigen Ratsgremium.″ Aber das hatte der Bürgerverein ja gar nicht gefordert. Vorsitzende Annegret Gutendorf warf ein: Dann wären wir ja vom eigenen Stadtteil abgeschnitten.″ Und damit wie sie feststellte auch von den Geschäften entlang der Straße.

Die Anwohner aus dem Quartier wollen offenbar gerne auch selbst auf dem kürzesten Weg zur Straße Am Wulfter Turm fahren, die zu Nahne gehört und unmittelbar an Sutthausen grenzt. Für Osnabrücks Finanzchef Thomas Fillep wäre die Lösung ganz einfach: Fahren Sie doch über die Autobahn ich würde das machen.″ Die Auf- und Abfahrten lägen ja recht nahe beieinander. Aber innerhalb des Stadtteils über die Autobahn fahren? Das gefällt den Akteuren des Bürgervereins nicht.

Würde die Straße Am Wulfter Turm abgeriegelt, müssten sich die Nahner mit einer weiteren Barriere in ihrem Stadtteil abfinden. Die stark befahrene Iburger Straße und die Autobahn haben das alte Gemeindegebiet bereits in vier Teile zerlegt.

Zu den Nebenwirkungen gehört dies: Der Verkehr und der Lärm vor allem von der Autobahn 30 setzen den Nahnern zu. Der Nahner Bürgerverein wollte wissen, wie es um den geplanten Ausbau steht. Wie Jannik Littek vom Fachbereich Städtebau berichtete, begrüßt die Stadt das Vorhaben zwischen dem Osnabrücker Südkreuz und dem Kreuz Lotte/ Osnabrück. Der Landesbetrieb werde die Bürgerbeteiligung im vierten Quartal dieses Jahres weiterführen und die Anlieger über den Stand der Dinge informieren. Es handele sich um einen Neubau mit entsprechendem Lärmschutz nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz.

Annegret Gutendorf setzt auch Hoffnung in einen Autobahnbau nördlich von Osnabrück: Sie ist sich sicher, dass die A 33-Nord für die Stadt und auch für Nahne eine Entlastung von Durchgangsverkehr und Schwerlastverkehr bringen würde auch mit der Konsequenz, dass dann mit weniger Unfällen zu rechnen sei. Jannik Littek sagte ihr: Sie und die Stadtverwaltung sind da in einem Boot.″

Bildtexte:
Slalom statt Rennstrecke: Die Straße Wiesental ist neu angelegt, aber Anwohner ärgern sich weiterhin über den Durchgangsverkehr.
Durchgangsverkehr zwischen Nahne und Sutthausen: Hier fahren Autos vom Wiesental aus auf die Autobahnbrücke zum Wulfter Turm zu viele, wie der Nahner Bürgerverein findet.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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