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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Für sichere Radwege
Zwischenüberschrift:
„Kidical Mass″: Kleine und große Fahrradfahrer demonstrieren für Verkehrssicherheit
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Zum Weltkindertag versammelten sich am Sonntag rund 300 Radfahrer unter ihnen vor allem Familien im Osnabrücker Schlossgarten, um für mehr Fahrradsicherheit in Osnabrück zu demonstrieren. Zeitgleich fanden ähnliche Aktionen in mehr als 90 europäischen Städten statt.

Ob mit Stützrädern oder auf dem E-Bike die Forderung der Kidical Mass″-Teilnehmer war deutlich: mehr sichere Radwege für die Osnabrücker. Erwartet hatte Organisator Wolfgang Driehaus nur etwa 200 Personen, doch der Anlass bewegte offenbar die Gemüter. Wir wollen, dass die Stadt so gebaut und umgebaut wird, dass auch Kinder sicher Rad fahren können und Eltern sich zu Hause keine Sorgen mehr machen müssen″, sagte der zweite Vorsitzende des Osnabrücker ADFC.

In diesem Zusammenhang standen auch die passend zum Weltkindertag stattfindenden Kidical-Mass-Demonstrationen in mehr als 90 Städten in Deutschland, Belgien, England, Österreich und der Schweiz.

Im Osnabrücker Schlossgarten versammelt hatten sich vor allem Familien mit Kindern. Es werde bei der Verkehrsplanung oft vergessen, dass im Straßenverkehr nicht nur erfahrene, erwachsene Radfahrer unterwegs seien, sagte eine Mutter: Wir müssen auf Rad fahrende Kinder aufmerksam machen, die werden im Verkehr schneller übersehen und müssen geschützt werden.″ Mit der aktuellen Situation für Fahrradfahrer zeigten sich viele der Anwesenden unzufrieden. Häufig gebe es keine geschützten Radwege, es komme dadurch zu vermeidbaren Gefahrensituationen.

Um kurz nach 16 Uhr setzte sich die Masse der Fahrraddemonstranten unter einem Klingelkonzert in Bewegung und begann die etwa einstündige und sechs Kilometer lange Tour. Geschützt von eigenen Ordnern und der Polizei, führt ihre Route auch am Osnabrücker Rathaus vorbei. Dort hatte es eigentlich schon im Mai vergangenen Jahres den Beschluss zu einem Maßnahmenpaket gegeben, durch welches Osnabrück bis 2030 zu einer der fünf radverkehrsfreundlichsten Städte Deutschlands werden soll. Demo-Organisator Wolfgang Driehaus sieht die bisherige Umsetzung jedoch kritisch: Ich unterstütze den Beschluss, aber da muss noch so einiges passieren.″

Noch im Juli dieses Jahres forderte die Leitende-Notarzt-Gruppe von Stadt und Landkreis Osnabrück in einem offenen Brief an den Osnabrücker Stadtrat und Polizeipräsident Michael Maßmann mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer, da es regelmäßig zu schweren Verletzungen und Todesfällen komme. Der Brief kam kurz nachdem eine Radfahrerin bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Beides heizte die Diskussion um die Fahrradstadt Osnabrück erneut an, eine Einigung oder die Ergreifung konkreter Maßnahmen erfolgte aber nicht.

Bildtext:
Vor allem für Kinder muss das Radfahren in Osnabrück sicherer werden, forderten die Teilnehmer.
Fotos:
André Havergo
Autor:
Leonie Plaar


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