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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Probieren und studieren
 
Jobporträt: Ingenieur für Chemietechnik
 
Blinde Passagiereunerwünscht
 
Eine Ausstellung zum Anfassen
 
Schüler schreiben Artikel
 
Praktisch: T-Shirts aus Plastiktüten
 
Autosmit Wasser betreiben
Zwischenüberschrift:
Schüler des Gymnasiums Carolinum besuchen Ausstellung über nachhaltige Chemie
 
Ein Mittel gegen lästige Seepocken: Wie Chemiker Seefahrern helfen und die Umwelt schützen
 
T-Shirts, Tüten und Tenside
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Was ist eigentlich nachhaltige Chemie, und welche Berufe haben damit zu tun? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler der 8L2 des Gymnasiums Carolinum beim Besuch der Ausstellung T-Shirts, Tüten und Tenside″ im Zentrum für Umweltkommunikation( ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Laut Definition des Umweltbundesamtes ist das Ziel nachhaltiger Chemie vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitsschutz mit einer innovativen ökonomischen Strategie zu verbinden, die gleichzeitig zu mehr Beschäftigung führt″. So viel zur Theorie. Was genau dahintersteckt, konnten die Schüler selbst sehen und sogar ausprobieren.

Verschiedene Stationen

Gleich zu Beginn der Ausstellung stand ein Spiel bereit, um Grundkenntnisse über das Thema der Ausstellung zu erlangen. Anschließend wurden die Schüler in Gruppen aufgeteilt. An verschiedenen Stationen bearbeiteten die Schüler Aufgaben zum Thema Nachhaltigkeit der Chemie für den Umweltschutz″. Die einzelnen Themen der Stationen waren: Recycling, Rohstoffe, erneuerbare Energien, Landwirtschaft, Verfahren der Stofftrennung, Antibewuchsmittel und Waschmittel. Die Ausstellung besteht aus mehreren Ständen, andenen Bildschirme mit Informationstexten angebracht sind und es interaktive Versuche durchzuführen gibt. Zum Beispiel gibt es einen Behälter mit Wasser und Fett, bei dem man das Fettabschöpfen muss.
Eine Gruppe hat sich mit dem Thema Handyrecycling und Trennverfahren beschäftigt. Dabei haben wir erfahren, dass beim Handyrecycling wertvolle Stoffe, die im Handy enthalten sind, zurückgewonnen werden können. So kann die Abfallmenge um 40 Prozent gesenkt werden″, berichtete ein Schüler der Gruppe. Am Ende der Arbeit an den Stationen stellten die einzelnen Gruppen ihre Themen vor und schlugen Lösungen für Probleme vor.

Lösungen von Chemikern

Zum Beispiel haben Schüler bei dem Thema Antibewuchsmittel″ erfahren, dass Silikonanstriche die umweltfreundlichste und kostengünstigste Lösung ist, Schiffe von lästigen Seepocken zu befreien. Entwickelt werden solche Ansätze von Chemikern, die oft sehr lange an Lösungen für Umweltprobleme tüfteln.
Insgesamt waren die Schüler erstaunt darüber, welche Berufe sich aus den neuen Technologien ergeben. Alles in allem fanden wir die Ausstellung sehr gelungen und sehr informativ. Außerdem waren die Experimente sehr interessant″, so das Fazit der Schüler.

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Energiegeladen gingen die Schüler an den verschiedenen Stationen ans Werk.
Fotos:
Egmont Seiler

OSNABRÜCK. Es gibt Berufe, da weiß man einfachnicht, was sich dahinter verbirgt. Gerade im Bereich der Umweltberufe gibt es viele neue und interessante Jobs mit guten Zukunftsperspektiven. Ein solcher Beruf ist der des Ingenieurs für Chemietechnik.
Diese verbessern, erforschen, planen, entwickeln und überwachen chemische und physikalische Verfahrenin betriebs- und labortechnischen Anlagen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die chemische Industriegelegt. Dabei werden neue Produkte entwickelt und verbessert. Zum Beispiel aus den Bereichen Energieverfahrenstechnik, Abwassertechnologie und Luftreinhaltung, Anlagenbau sowie Werkstofferzeugung.
Arbeitsplätze finden Ingenieure für Chemietechnik in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Sie stellen neue Produkte her oder sind im Apparate- und Anlagenbau beschäftigt. Außerdem sind sie in chemischen Labors sowie in Forschung und Entwicklung tätig. Eben auch im Bereich Umwelt. Sie können aber beispielsweise auch an Hochschulen oder bei Verbänden tätig sein.
Chemieingenieurwesen/ Chemietechnik kann man alseigenständiges Fach studieren oder innerhalb von anderen Studiengängen als Schwerpunkt wählen. Dazu gehören Fächer wie Bioingenieurwesen oder Energie- und Prozesstechnik.

OSNABRÜCK. Was haben Seepocken eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun? Das fragten sich auch die Schüler, die an ihrer Ausstellungsstation mit genau diesem Thema konfrontiert wurden.
Seepocken sind eine Last für Seefahrer, weil sie sichmit ihrem Superkleber an den Schiffswänden festhalten. Dadurch wird das Schiff schwerer und erhält mehr Widerstand, wodurch etwa 50 Prozent mehr Treibstoff verbraucht wird.
Deshalb haben Chemiker versucht, ein geeignetes Material für Schiffswände zu finden, das sie weniger anfällig für den Seepockenbefall macht. Bei verschiedenen Tests wurden Schiffswände mit Tributylzinn (TBT) - haltigem Anstrich, mit eine melektrochemischen Schutzschild und mit einem Silikonanstrich getestet. Der TBT-haltige Anstrich galt bis 2003 als der beste, wurde dann jedoch verboten, da es aufgrund der Inhaltsstoffe zu hormonellen Störungen bei Meeresbewohnern kam. Es wurde beobachtet, dass weiblichen Schnecken, die in der Nähe der Fahrrinnen lebten, Penisse gewachsen sind. Dadurch wurde die Fortpflanzung beeinträchtigt.
Der elektro-chemische Schutzschild, der getestet wurde, ist zwar umweltfreundlich und verhindert den Bewuchs, ist jedoch sehr teuer. Chemiker fanden letztendlich den Silikonanstrich am besten, da er umweltfreundlich und preiswert ist. Er ist nach dem Prinzip der Haihaut entwickelt worden. Es können sich keine Seepocken absetzen, da kleine Widerhaken das verhindern.

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Der Lösung auf der Spur: Die Schülergruppe testet an der Ausstellungsstation verschiedene Oberflächen, um zu gucken, wo Seepocken haften bleiben.

Seepocken
Seepocken gehören zu den Krebsen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen. Wenn sie als Larve ein gewisses Alter erreicht haben, suchen sie sich einen festen Untergrund, an dem sie sich für immer festhalten können. Sie scheiden dann nach und nach sechs Kalkplatten aus, daraus entsteht dann ein kegelförmiges Gehäuse. Seepocken sind weltweit an Küsten zu finden.

OSNABRÜCK. Mit Speichel Flecken entfernen? Wieso funktioniert das? Diese und andere Fragen wurden bei unserem Besuch im ZUK der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) beantwortet.
Durch Probieren an den verschiedenen Stationen haben wir mehr über die Bestandteile von Waschmittel und deren Aufgaben erfahren. Tenside etwa lösen den Schmutz von der Wäsche und sorgen für Schaumbildung.
Folgende Bestandteile benötigt man zum Beispiel für ein festes Voll-/ Universalwaschmittel: optische Aufheller, Bleichmittel gegen Keime, Gerüche und organische Farbstoffe, Wasserenthärter, Tenside und Enzyme zum Entfernen hartnäckiger Flecken. Auch im Speichel sind Enzyme enthalten. Die Angewohnheit, einen Fleck mit Finger und Spucke″ zubearbeiten, ist also doch nicht so verkehrt. Außerdem haben wir herausgefunden, dass der Waschmittelverbrauch in Deutschland pro Jahr kaum gesunken ist, obwohl immer weniger Waschmittel pro Kilogramm Wäsche eingesetzt werden muss. Das liegt daran, dass es immer mehr Wäsche gibt und so immer noch zu viel Waschmittel verbraucht wird.

Bildtext:
Sehen, Lesen, Fühlen, Lernen: An den Stationen gibt es Infos und praktische Beispiele.
Foto:
Egmont Seiler

Richtig waschen
1. Wäsche sortieren. Folge: Die Wäsche verfärbt sich nicht.
2. Pflegehinweise beachten. Folge: Wäsche und Umwelt werden geschont.
3. Waschmaschinen vollständig beladen. Folge: Strom und Wasser werden gespart.
4. Richtige Waschmittel und richtige Dosierung. Folge: Schonung von Kläranlagen und Gewässern.
5. Waschen mit möglichst niedriger Temperatur: Die Wäsche wird trotzdem sauber. Folge: Weniger Kohlendioxid wird freigesetzt und Energiegespart.
6. Nachfüllpack kaufen. Folge: weniger Abfall.

OSNABRÜCK. Dass die Naturwissenschaft ein Schlüssel sein kann, um Ressourcen und Energie zu sparen, zeigt die Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) T-Shirts, Tüten und Tenside Die Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie″.
Denn: Viele Dinge des Alltags gibt es nur durch industrielle chemische Prozesse: Medikamente, Kosmetika, Farben, Pflanzenschutzmittel oder Benzin. Ohne Chemie ist unser moderner Lebensstil undenkbar.
An neun Stationen mit insgesamt 18 Experimenten können Besucher die Zusammenhänge zwischen alltäglichen Produkten und chemischen Verfahren erforschen. Die Ausstellung ist zunächst für eineinhalb Jahre in der DBU stationiert.
Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Die Adresse lautet: An der Bornau 2, 49090 Osnabrück; Kontakt: Tel. 05 41/ 96 33-915.

OSNABRÜCK. Beim KLASSE!- Projekt der NeuenOZ geht es nicht nur ums Lesen, sondern auch ums Schreiben. Deswegen bieten wir den Schülern neben der kostenlosen Lektüre unserer Zeitung auch die Möglichkeit, selbst als Reporter aktiv zu werden.
Dieses Angebot hat auch die Klasse 8L2 des Gymnasiums Carolinum in Osnabrück wahrgenommen. Gemeinsam mit Lehrerin Petra Kröner-Kohsiek und Redakteurin Kristina Schwarte haben die Schüler die Ausstellung T-Shirts, Tüten und Tenside″ der DBU besucht. Anschließend haben die Jugendlichen eigene Artikel zum Thema verfasst. Dabei ist diese Seite entstanden. Eines der Schwerpunktthemen ist in diesem Jahr Umweltberufe″.
Lust mitzumachen? Kontakt: k.schwarte@ noz.de.

OSNABRÜCK. Wohin mit dem ganzen Müll? Diese Frage stellen sich auch die Wissenschaftler, die versuchen, neue Recyclingmethoden zu entwickeln. Recycling (kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt Wiederverwertung) bedeutet, dass man aus alten, nicht mehr benötigten Produkten (meistens Müll) einen neuen Rohstoff gewinnt.
So kann man beispielsweise aus gebrauchten PET-Flaschen wieder Plastik gewinnen, aus dem man neue Produkte herstellt wie zum Beispiel T-Shirts oder Pullover.
Auch Alt-Papier kann man recyceln und so neues Papier gewinnen. Das schützt die Umwelt, da so weniger Bäume gefällt werden müssen.
Da Recycling für die Umwelt sehr wichtig ist und die entsprechenden Methoden in der Regel von Chemikern erforscht werden, gibt es in diesem Bereich viele Berufe, zum Beispiel den des Umwelttechnikers oder den des Umweltchemikers. Sie helfen den Unternehmen.

OSNABRÜCK. An unserer Ausstellungsstation haben wir herausgefunden, wie man ein Auto mit einer Brennstoffzelle umweltschonend antreiben kann. Dafür benötigt man lediglich eine mit destilliertem Wasser gefüllte Brennstoffzelle, mit der man diverse Geräte antreiben kann.
Bei unserem Versuch handelte es sich um ein Modellauto. Der Vorteil an diesem Verfahren besteht darin, dass die Abfallstoffe aus Wasser bestehen und nicht umweltverschmutzend sind.
Bei unserem Versuch kam kein Kohlendioxid aus dem Auspuff, sondern Wasserdampf. Die Anwendung dieser Brennstoffzellen wird bereits bei Elektrogeräten wie Kameras oder Laptops, Elektroautos und in Zukunft vielleicht auch bei Häusern verwendet. Biochemiker und Ingenieure arbeiten in verschiedenen Branchen verstärkt in der Automobilbranche an der Weiterentwicklung der Technik.
Autor:
Jonas Dallwig, Lukas Köhl, Michael Overin, Gerrit Ramm, Fabian Dammermann, pm, Rebecca Hehemann, Konstantin Lennartz, Nina Ellrich, Tobias Wegmann, Miriam Teuber, Clemens Nies, Caroline Wenzel, kri, Moritz Hedemann, Marek Maus, Julian Wittland, Justin Koopmann, Linus Groneick, Christian Jenner


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