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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Der Name der Hase
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Till hat an dieser Stelle kürzlich behauptet, der Name unseres Stadtflüsschens stamme vom germanischen Wort haswa″ für grau ab. Ein Leser hat eine andere Theorie.

Das Geheimnis liege im Teutoburger Wald, schreibt der Leser. Der hieß bis Mitte des 17. Jahrhunderts Osning″ und noch früher wohl auch Asninge″. Die Germanen verehrten das Göttergeschlecht der Asen″. Damit gab es die Attribute asina″ und später auch osina″ für etwas Verehrungswürdiges. Wird als Vorsilbe os″ gebraucht, weist dies auf etwas Göttliches, Heiliges hin. Der Osning war also ein heiliger, von Göttern bewohnter Wald. Der einzige nennenswerte Fluss im westlichen Osning ist der asina″-Fluss, verkürzt asina″, die Hase″ aus dem Heiligen Wald″, dem Götterwald″. Der Ort ihrer Quelle, die Rehquellen in Wellingholzhausen, gilt als Kult- und Versammlungsstätte. Die osina″ wird, wenn sie ins Flachland kommt, breiter und flacher und bildet auch irgendwo eine Furt, wo sich gern Menschen ansiedeln: osina furdu″. Zur Bequemlichkeit bauen die Menschen später eine Brücke, und wir haben nun osina brugjo″. Althochdeutsch dann: furt″ und brugga″, Letztere schließlich mittelhochdeutsch brück( e)″. Nun sind wir schon ganz nah am Ort: osinabrücke″. Das hintere e″ haben auch andere deutscher Ort verloren, und mit ein wenig Sprachfaulheit schlabbern wir hier das i″ weg: Hurra! Angekommen im schönen Osnabrück″!

Bismorgen
Autor:
Till


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