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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Als Verkehrsregelung noch Handarbeit war
Zwischenüberschrift:
Neues unbekanntes Foto – Zigarren Slump ist noch wohlbekannt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Was für eine Resonanz! Nur selten erreichten uns zu einem unbekannten Foto so viele Reaktionen wie zum Bild der Firma Slump an der Schillerstraße. Auf unsere Frage, was man dort kaufen konnte, gab es nur eine Antwort: Tabakwaren.
Der Name Slump stand für Qualität: Es war seinerzeit das beste Spezialgeschäft in Osnabrück, mit eigener Herstellung der Zigarren″, schrieb Heinrich Koch senior, und in zahlreichen Gesprächen beschrieben Zeitungsleser das Geschäft als edel″, elitär″, seriös″, erstklassig″ und angenehm″.
Matthias Wocken, der Urenkel des Firmengründers Bernard Slump, erzählte aus der Geschichte des Unternehmens: Anfang des 20. Jahrhunderts gründete/ übernahm mein Urgroßvater Bernard Slump den Tabakwarenhandel an der Schillerstraße/ Ecke Georgstraße. 1934 kaufte mein Großvater Dr. Johannes Sunder das Geschäft von seinem Schwiegervater. Mein Großvater führte die Firma bis zu seinem Tod am 12. März 1969. Meine Großmutter und der Prokurist Heinz Rohl aufbetrieben den Handel bis zur Auflösung in den früher 70er-Jahren.″
In den fast 70 Jahren ihres Bestehens war die Firma zu einer Institution mit vielen Stammkunden geworden. Insbesondere die katholische Geistlichkeit verkehrte dort täglich″, bemerkte Heinrich Koch. Für zahlreiche junge Leute gehörte der Einkauf bei Slump zu ihrer Lehrzeit, wie zum Beispiel für Claus Reibestahl: Im Zeitraum 1961–63 war ich Lehrling bei einem Großhandel in Osnabrück. Als Stift musste ich täglich Besorgungen in der Stadt machen. Zweimal in der Woche zur Firma Slump, Zigarren und Zigaretten besorgen. Diese lagen bei Kundengesprächen immer auf dem Tisch.″
Das Geschäft zog auch die Schüler der nahe gelegenen Schulen an, erzählte Günter Kerkhoff: Ab 1969 besuchteich die Wittekind-Mittelschule am Herrenteichswall. Mit fünf Schülern schmissen wir öfter mal 50 Pfennig zusammen, um verbotenerweise eine Schachtel Supra (Inhalt 5 Zigaretten) bei Slump zu kaufen, die wir dann auf dem Herrenteichswall rauchten.″
Nach den rätselhaften Gebäuden und Straßen der vergangenen Wochen zeigt das neue unbekannte Foto eine Szene aus dem Straßenverkehr, die man heute nur noch beobachten kann, wenn einmal die Ampeln ausfallen: Ein Verkehrspolizist lenkt per Handzeichen den Verkehr auf der Kreuzung am Hasetor. Erinnern Sie sich an die Zeiten, als Verkehrspolizisten noch zum Alltag gehörten? Haben Sie vielleicht selbst noch als Verkehrspolizist gearbeitet, oder kennen Sie jemanden, der mitten auf der Straße den Verkehr geregelt hat?

Bildtexte:
Herrscher über den Straßenverkehr: In den 1960er-Jahren gehörten Verkehrspolizisten noch zum Stadtbild. Hier eine Aufnahme vom November 1963 am Hasetor.
Handelsgeschäfte in der Innenstadt: Zigarren Slump und die Schuhgroßhandlung Hamm (im Hintergrund).
Fotos:
Kurt Löckmann, Archiv
Autor:
r.


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