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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Müll im Museum für Industriekultur
Zwischenüberschrift:
Produktgeschichte und Upcycling
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Birgit Schad sammelt hobbymäßig Müll, Roger Dietrich führt gebrauchte Gegenstände neuen Verwendungszwecken zu. Im Museum für Industriekultur zeigen sie jetzt ausgesuchte Ergebnisse ihrer Arbeit.

Müll hat im Museum normalerweise eher nichts verloren. Warum die Ausnahme? Museumsdirektorin Vera Hierholzer klärt auf: Historische Verpackungen sind ein Stück Produktgeschichte, und der Einfluss des Menschen auf die Natur ist zentrales Thema unseres Hauses.″

Selbst draußen weggeworfene Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Metall können Jahrzehnte nahezu unbeschadet überstehen. Wiedergefunden erinnern sie dann an Produkte, die es nicht mehr gibt oder zeigen den Wandel der Ästhetik bei Waren, die seit langer Zeit erfolgreich sind.

Doch wie kommen Flaschen, Dosen, Deckel ins Museum? In diesem konkreten Fall durch Birgit Schad und ihr Projekt City Cleaners Germany″. Dieses nahm seinen Anfang 2016 mit dem Aufheben einer Zigarettenschachtel beim Spaziergang mit dem Hund und wurde für Schad zur Mission. Auf der Social-Media-Plattform Instagram postet sie unter cleanupgermany″ fast täglich Bilder. Das Museum wurde darauf aufmerksam und kontaktierte sie. Nun steht im Haseschachtgebäude eine Vitrine mit ausgesuchten Stücken aus Schads Kiste interessanter Dinge. Darunter: alte Verpackungen von Nivea und Bebe, Schweinskopfsülze von Eifel und die Pril-Flasche, wie sie früher mal war.

Roger Dietrich hat zum Umweltschutz einen anderen Zugang. Hauptberuflich arbeitet er in einem Materiallabor, zudem ist er Mitglied von Scientists for Future″. Er sucht nach Wegen, gebrauchte Dinge neu zu verwenden und zwar für andere Zwecke als vom Hersteller beabsichtigt: Upcycling″ nennt sich das.

Bunte Sitzhocker aus Autoreifen, eine Uhr aus einer Autofelge und einiges mehr: Re-Use″ heißt Dietrichs Mini-Ausstellung, die zu sehen ist im Rahmen der Aktionswoche Basislager Piesberg″ von Museum Industriekultur und Piesberger Gesellschaftshaus (15. bis 23. August 2020). Seine Motivation beschreibt Dietrich so: Es soll ein Anstoß sein, über den eigenen Konsum nachzudenken.″

Bildtext:
Alter Krempel im neuen, schicken Gewand: Birgit Schad und Roger Dietrich mit ihren Arbeiten für das Museum Industriekultur.
Foto:
Philipp Hülsmann
Autor:
Markus Strothmann


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