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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Was konnte man bei Slump kaufen?
Zwischenüberschrift:
Unbekanntes Foto von der Georgstraße/Schillerstraße – Viele Erinnerungen an die Bremer Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Da sind sich die Leser unserer Zeitung und die OS-Nachbarn sicher: Das unbekannte Foto der vergangenen Woche zeigt die Bremer Straße. Ich habe das Foto zwei Sekunden angesehen und sofort auf die Bremer Straße getippt″, schreibt etwa Jürgen S., und Felix Wilker bestimmt den Standort des Fotografen ganz genau: Der Fotograf steht mitten auf der Straße in Höhe der Gastwirtschaft Tosberg, die an der Einmündung der Schützenstraße in die Bremer Straße liegt, und fotografiert in Richtung Bremer Brücke.″
Anhand der Autos und der Bäume, die auf dem Foto zusehen sind, lässt sich auch das Aufnahmedatum näher bestimmen: Das Bild muss nach 1960 entstanden sein, da der Wagen links ein Opel Rekord P2 Caravan ist, gebaut ab 1960″, meint Wolfgang Köster, und Joachim Behrens schreibt: Das Foto dürfte kurz vor dem Ausbau im Jahr 1963, bei dem sämtliche Bäume beseitigt wurden, entstanden sein.″
Die linke Seite der Bremer Straße wird von Wohn- und Geschäftshäusern geprägt, deren Namen den alten Schinkelanern auch heute noch geläufig sind. Das erste Haus auf der linken Seite mit der Nummer 58 ist das Haus Langkamp, berichtet Friedhelm Broxtermann, der dort als kleiner Junge in den 1930er- und 1940er-Jahren gewohnt hat. Es folgen zwei Häuser der Familie Bringewatt: ein Lotto- und Tabakwarengeschäft und ein Geschäft, in dem man Geflügelzuchtbedarf und Samen für den Garten kaufen konnte. An der Bremer Straße 52 befindet sich schließlich das Tapetengeschäft Borggreve.
Ein ganz anderes Bild bietet sich auf der rechten Straßenseite. Joachim Behrens schreibt dazu: Rechts im Bild Kamerun′, das große Bahnbetriebswerk der Deutschen Bundesbahn. Genauer gesagt sind beide Pförtnergebäude des Kraftwagenbetriebswerkes der DB zu sehen, wo damals die Bahnbusse und Lastkraftwagen der Bahn ihre Heimat hatten. Bis Juni 1993 waren hier die Omnibusse des Weser-Ems-Busverkehrs stationiert. Danach nutzte ein Gebrauchtwagenhändler das Gelände. Die Gebäude wurden 2009 abgebrochen, um Platz für die Einkaufsmärkte zu schaffen.″
Doris Simmon erinnert sich daran, was es für Kinder bedeutete, an einer Hauptverkehrsstraße aufzuwachsen: Das Foto zeigt, wie viel Platz wir Kinder vor den Häusern zum Spielen hatten. Nach der Verbreiterung waren die Bürgersteige teilweise so schmal, dass das Spielen dort viel zu gefährlich wurde.″ Ein Detail auf dem Foto können sich viele Leser allerdings nicht erklären: das Hinweisschild auf die Esso-Tankstelle. An eine Tankstelle auf dem Bahngelände kann sich niemand erinnern. Hier kennt Felix Wilker die Lösung: Das Esso-Schild steht etwas falsch, es müsste schon vor der Einmündung der Schützenstraße stehen. Die Esso-Tankstelle lag damals an der Schützenstraße, Ecke Tannenburgstraße. Heute steht dort ein leerer Verbrauchermarkt.″
Das unbekannte Foto von der Schloss-Schänke beschäftigt die Leser weiterhin. Im Augenblick scheint der Hinweis von Sigurd Möllmann am plausibelsten zu sein, wonach die Gaststätte am Neuen Graben 16 war. In einem Adressbuch von 1905 fand er den Eintrag einer Restauration Hunger an dieser Stelle. Vielleicht wissen wir nächste Woche mehr.
Das neue unbekannte Foto zeigt das auffällige Gebäude an der Georgstraße/ Ecke Schillerstraße. Über der Eingangstür ist der Namenszug der Firma Slump zu sehen. Was konnte man dort kaufen? Ist vorne links noch die Einmündung der Riedenstraße zu sehen? Erinnern Sie sich?

Bildtexte:
Geschäftshäuser bestimmen das Bild der Georgstraße/ Schillerstraße. Dort, wo früher die Firma Slump ihre Waren verkaufte, befindet sich heute ein Reisebüro.
Ungewohnter Blick auf die Bremer Straße vor 1963.
Fotos:
Archiv
Autor:
r.


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