User Online: 1 | Timeout: 21:58Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Rückstände von kontaminiertem Löschwasser?
Zwischenüberschrift:
THW entdeckt in Osnabrück unbekannte Substanz in Verbindungskanal zur Hase
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Über ein Regenklärbecken gelangte während des Großbrandes an der Gesmolder Straße in Osnabrück in der vergangenen Woche kontaminiertes Löschwasser in die Hase. Jetzt haben Einsatzkräfte des THW eine unbekannte Substanz in dem Kanal entdeckt, der dieses Klärbecken mit der Hase verbindet.

Im Auftrag der unteren Wasserbehörde der Stadt Osnabrück sollten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) am Samstagvormittag eigentlich die Barriere zurückbauen, die den Kanalauslauf vom Regenklärbecken an der Ackerstraße zur Hase hin abdichtete. Dabei bemerkten sie einen Film auf der Wasseroberfläche des Kanals und vermuteten zunächst eine Kontamination mit Öl ein unbegründeter Verdacht, wie erste Tests ergaben.

Öl ist es also nicht, was dort auf der Wasseröberfläche schwimmt. Aber was dann? Das würden erst die Tests ergeben, die die untere Wasserbehörde mit den entnommenen Proben in der kommenden Woche vornehmen wird, erklärt Florian Großheide, Einsatzleiter der hinzugerufenen Berufsfeuerwehr Osnabrück.

Dass es sich bei der unbekannten Substanz um Rückstände von Chemikalien handelt, die nach dem Brand in der vergangenen Woche zusammen mit dem Löschwasser über das Klärbecken in die Hase gelangt sind, glaubt Großheide jedoch nicht. Das Klärbecken sowie der Ablauf seien gründlich gespült worden, sodass keine Rückstände verblieben sein dürften.

Sicher sagen kann der Einsatzleiter, dass nichts davon in die Hase gelangt ist. Denn das THW hatte die Barriere zum Flusslauf ja noch nicht abgebaut. THW und Feuerwehr setzten vorsorglich Ölbarrieren, damit sich der Film nicht weiter ausbreiten kann. Nach etwa einer Stunde war der Einsatz am schwer zugänglichen Kanal zur Hase vorläufig beendet.

Möglicherweise handelt es sich bei der Substanz um Eisenchelate, teilte Stadtsprecher Gerhard Meyering mit. Chelat ist ein organisches Element, das Eisen bindet. Eisenchelat ist wasserlöslich und wird verwendet, um Pflanzen mit Eisen zu düngen. Es bildet sich, wenn Eisen über längere Zeit mit Wasser in Kontakt ist, und werde oft mit einem Ölfilm verwechselt, erklärt Meyering. Hinweise auf Ölverschmutzungen an die Wasserbehörde stellten sich des Öfteren als solche Verwechslungen heraus. Eisenchelate seien vollkommen harmlos″, versichert Meyering. Letzte Klarheit sollen die Tests in der kommenden Woche bringen.

Bildtext:
Tote Fische trieben nach dem Großbrand in der Hase. Sind immer noch Rückstände des kontaminierten Löschwassers zurückgeblieben?
Foto:
David Ebener
Autor:
japr


Anfang der Liste Ende der Liste