User Online: 1 | Timeout: 06:57Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wurde der Rat falsch informiert?
Zwischenüberschrift:
Grüne: Lützow 7 soll Neumarkt weiterplanen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Ratsfraktion der Osnabrücker Grünen fordert, die kürzlich vom Verwaltungsausschuss beschlossene Ausbootung der Arge Neumarkt″ rückgängig zu machen. Die vom Berliner Planungsbüro Lützow 7 an die Adresse der Stadtverwaltung erhobenen Vorwürfe wögen schwer. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert müsse für Aufklärung sorgen. Lützow 7 hatte den Wettbewerb um die Neugestaltung von Neumarkt und Johannisstraße gewonnen, den Auftrag nun aber überraschend wieder verloren.

Schwere Vorhaltungen

Die Geschäftsführer Jan Wehberg und Cornelia Müller schrieben daraufhin einen Brandbrief an die großen Ratsfraktionen, in dem sie der Verwaltung schwere Vorhaltungen machen und einen bedauernswerten Zustand der Planungskultur″ beklagen.

Wenn das alles so stimmt, ist der Rat falsch informiert worden. Jetzt muss alles auf den Tisch und der Oberbürgermeister für Klärung sorgen″, lassen sich der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Volker Bajus, und der finanzpolitische Sprecher Michael Hagedorn in einer am Montag verbreiteten Pressemitteilung zitieren.

Dem Rat ist den Grünen zufolge nicht bekannt gewesen, dass es die Stadtverwaltung war, die Lützow 7 zu einer Zusammenarbeit mit den , Betonspezialisten′ vom Rosenplatz drängte, was seitens der Verwaltung den Berliner Planern nun zum Nachteil ausgelegt wird″.

Die Osnabrücker Ratsfraktionen hätten außerdem nicht gewusst, dass die Planer zur Standfestigkeit des Betons alternative Planungen vorgelegt hätten, die den Anforderungen bei Straßenbauprojekten in anderen Städten genügten″.

Angesichts der nicht genutzten Möglichkeiten entsteht immer mehr der Eindruck, dass die Planung von Lützow 7 gezielt abgeschossen werden sollte, statt zu einer im wahrsten Sinne des Wortes tragfähigen Lösung zu kommen″, wird Bajus weiter zitiert.

Die Entscheidung im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss, den Vertrag mit der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Neumarkt zu kündigen, die aus Lützow 7 und dem Osnabrücker Planungsbüro bpr besteht, sei offenbar auf Basis falscher Annahmen vorgenommen worden. Sie solle zurückgenommen werden.

Hagedorn: Die Planung von Lützow 7 ist grundsätzlich sinnvoll. Der Rat sollte daher gemeinsam mit den Planern nach Lösungen suchen. Der drohende Rechtsstreit kostet die Stadt viel Geld und vor allem Zeit und hilft weder dem Neumarkt noch der Johannisstraße.″

Peinlicher Umgang

Besonders peinlich″ sei die Nicht-Kommunikation″ mit den Berliner Planern. Als diese noch an den Plänen gearbeitet haben, hat man im Rathaus bereits die Vertragskündigung eingetütet. Davon haben die Planer dann erst aus der Zeitung erfahren. So geht man nicht mit Geschäftspartnern um. Das spricht sich doch auch unter den Architektur-Büros rum und schadet nicht nur dem Ansehen der Stadt.″
Autor:
ack


Anfang der Liste Ende der Liste