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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fürstenauer Weg wird zur Dauerbaustelle
Zwischenüberschrift:
Arbeiten für neues Containerterminal im Hafen laufen / Portalkräne werden Teil der Osnabrücker Skyline
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Das Gesicht der ehemaligen Winkelhausenkaserne wird sich in Zukunft weiter verändern: Momentan laufen die Bauarbeiten für das neue Containerterminal und in diesem Zusammenhang wird auch der Fürstenauer Weg in den kommenden Monaten zur Baustelle.

Was passiert auf der ehemaligen Kasernenfläche? Konkret entsteht im Osnabrücker Hafen ein sogenanntes KV-Terminal. KV″ steht in diesem Zusammenhang für Kombinierter Verkehr″. In dem Containerterminal sollen schon ab Mitte nächsten Jahres Güter zwischen Schiene und Straße umgeschlagen werden. Eine Fläche von 9, 5 Hektar soll das Terminal einnehmen, das sich, grob gesagt, zwischen Elbestraße, Winkelhausenstraße und dem Fürstenauer Weg befindet.

Wer steckt hinter dem Projekt? Für das Terminal haben sich die Stadtwerke Osnabrück und die Stadtwerke Dortmund zusammengetan. In der Ruhr-Metropole ist bereits eine Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr in Betrieb. Bauherr des neuen Containerterminals in Osnabrück ist die Terminalbesitzgesellschaft Osnabrück (TBOS), an der die Dortmunder Stadtwerke mit einem Anteil von 49 Prozent Hauptgesellschafter sind. Die Stadtwerke Osnabrück verfügen über 25 Prozent, Osnabrücker Spediteure über die restlichen 26 Prozent der Anteile.

Wie sieht so ein Terminal eigentlich aus? Die Bauarbeiten spielen sich momentan noch weitgehend im Boden ab: Derzeit laufen die Tiefbauarbeiten für die sogenannten Kranbahnbalken aus Stahlbeton für die künftigen Schienenportalkräne. Das KV-Terminal wird nach seiner Fertigstellung in rund einem Jahr jedoch die Skyline Osnabrücks prägen. Dafür sorgen allein schon die zwei 40 Meter hohen und 50 Meter breiten Portalkräne, die die Container zwischen Zug und Lkw umladen sollen. Die Kräne bewegen sich entlang der vier Umschlaggleise, die jeweils eine Länge von mehr als 700 Metern haben, wie TBOS-Geschäftsführer Guido Giesen erklärt.

Hinzu kommen bis zu acht Containerabstellspuren und zwei Schienenportalkräne. Für Güter, die nicht per Kran umgeladen werden können, entstehen zwei weitere Gleise, an denen sogenannte Reach Stacker unterwegs sind quasi überdimensionierte Gabelstapler.

Welche Auswirkungen wird das Terminal auf den Verkehr haben? Ein Großteil des Lkw-Verkehrs soll künftig über den Emsweg und den Fürstenauer Weg auf die B 68 und später die A 1 geleitet werden. Dazu entsteht am Emsweg ein Gate mit Wartezonen für die Brummis, dessen Ausfahrt in den Fürstenauer Weg münden wird. Schon jetzt sind hier rund 12 000 Fahrzeuge pro Tag unterwegs. Der Schwerlastverkehr macht dabei aktuell rund 16 Prozent aus″, sagt Mike Bohne, Fachbereichsleiter Geodaten und Verkehrsanlagen bei der Stadt Osnabrück.

Ist das KV-Terminal erst einmal in Betrieb, dürfte sich vor allem der Schwerlastverkehr am Fürstenauer Weg noch verstärken. Zur Einordnung: Bei voller Auslastung rechnet Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes mit 150 000 Ladeeinheiten pro Jahr. Im Zuge des Terminal-Baus wird der Fürstenauer Weg daher in mehreren Abschnitten in gewisser Weise fit gemacht für die künftigen Anforderungen.

Was passiert am Fürstenauer Weg konkret? Es werden die Voraussetzungen geschaffen, dass der Verkehr auch im Betrieb des Terminals flüssig abfließen kann″, sagt Bohne. In erster Linie muss dafür der Kreuzungsbereich Emsweg/ Fürstenauer Weg/ Winkelhausenstraße komplett umgestaltet werden. Ein Schwerpunkt ist die Schaffung von Linksabbiegerspuren vor allem um Rückstaus zu vermeiden. Aber auch Radfahrer und Fußgänger sollen von der Umgestaltung profitieren. Ihre Wege erhalten beispielsweise Sicherheitstrennstreifen zum Fahrbahnrand.

Die Funktionen der Straßen Winkelhausenstraße und An der Netter Heide werden getauscht, sodass die Netter Heide eine Anliegerstraße und die Winkelhausenstraße Sammelstraße wird. Für die Winkelhausenstraße muss daher eine entsprechende Anbindung an den Fürstenauer Weg geschaffen werden.

Wie ist der Zeitplan? Der Umbau des Fürstenauer Wegs soll in mehreren großen Abschnitten vonstattengehen. Weil die Zeit drängt, wird zunächst die besagte Kreuzung Emsweg/ Fürstenauer Weg in Angriff genommen. Hier starten die Bauarbeiten am 24. August in ihre heiße Phase, die Kosten belaufen sich allein hier laut Stadt-Finanzvorstand Thomas Fillep auf etwa zwei Millionen Euro.

Ab dann wird der Fürstenauer Weg zwischen Netter Heide und Brückenstraße mehrere Monate gesperrt bleiben. Eine Umleitung wird über die Römereschstraße eingerichtet.

Nach Abschluss dieser Maßnahme geht es im nördlichen Abschnitt weiter, der sich bis an die Füße des Piesberges zieht. Und bis 2025 soll auch der letzte Bereich bis zur sogenannten Coca-Cola-Kreuzung″ fertiggestellt sein.

Bildtexte:
Die Tiefbauarbeiten für die sogenannten Kranbahnbalken laufen schon.
Die Baustelle aus der Luft.
Die Kreuzung wird komplett umgestaltet.
Fotos:
Thomas Osterfeld, Stadtwerke/ Uwe Lewandowski
Autor:
Sebastian Philipp


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