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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Teuer und kaum genutzt
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker zeigen wenig Interesse an kostspieligen Abstellanlagen für Fahrräder in Düstrup und Haste
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Knapp 430 000 Euro zu großen Teilen vom Bund gefördert haben die beiden Mobilitätsstationen in Haste und Düstrup samt ihren Abstellanlagen für Fahrräder gekostet. Genutzt werden Letztere bisher aber kaum. Die Stadtwerke Osnabrück als Betreiber sind aber zuversichtlich: Das werde sich bald ändern.

Seit Januar können Radfahrer ihre Räder am Eberleplatz in Haste und an der Buswende in Düstrup sicher und trocken parken und das sogar kostenlos. Und dennoch werden die je 40 Stellplätze an den Haltestellen der Metrobuslinie M1 kaum genutzt. Das bestätigt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer auf Nachfrage. Bis Mitte Mai hätten sich erst 32 Nutzer registriert.

Das Bundesumweltministerium förderte die beiden Mobilitätsstationen für den Umstieg vom und auf das Rad, in den Bus und ins Carsharing-Auto also nicht nur die reinen Abstellanlagen zu mehr als 60 Prozent. Auf knapp 430 000 Euro beliefen sich die Gesamtkosten. Herausgeworfenes Geld zumindest für die Radboxen?

Sicher nicht, sagt Hörmeyer. Ja, die Auslastung sei noch gering, wir haben einen schleppenden Start aber auch erwartet″. Dafür gebe es mehrere Erklärungen. Im Winter, als die Anlagen freigegeben wurden, seien grundsätzlich weniger Radfahrer unterwegs. Auch die Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen habe zur geringen Auslastung beigetragen. Schließlich fahren seither deutlich weniger Menschen mit dem Bus, und die Mobilitätsstationen in Haste und Düstrup sind genau darauf ausgelegt: auf Berufspendler. Zudem müssten die Anlagen erst mal bekannt werden. Die Stadtwerke wollen sie nun verstärkt bewerben.

Zwei weitere solcher Abstellanlagen sind derweil im Stadtgebiet zu finden: in Sutthausen mit 60 Stellplätzen sowie am Kamp in der Innenstadt mit 20. Sie sind seit dem 2. Juni nutzbar. Da dies keine Mobilitätsstationen sind, gab es für sie keine Förderung vom Bund. Die Anlage in Sutthausen war wegen des Eichenprozessionsspinners zeitweise gesperrt, ist nun aber wieder nutzbar, sagt Hörmeyer. Seit dem Start der beiden weiteren Abstellanlagen in Sutthausen und am Kamp Anfang vergangener Wochee sind die Anfragen deutlich angestiegen″, versichert er.

Die Stellplätze in den Abstellanlagen können kostenlos gebucht werden - für 24 Stunden oder eine Woche. Schließfächer sind ebenfalls kostenlos buchbar. Darin enthalten sind Steckdosen zum Laden eines E-Bike-Akkus.

Die Anlage am Kamp dürften wohl eher Radfahrer während eines Einkaufsbummels nutzen dennoch ist sie nicht stundenweise buchbar, sondern ebenfalls nur für einen ganzen Tag oder eine Woche. Diesbezüglich würden die Stadtwerke den Bedarf stetig überprüfen und gegebenenfalls nachjustieren, sodass auch eine stundenweise Buchung möglich sein wird″, so Hörmeyer.

Die Stadtwerke glauben jedenfalls an den Erfolg der neuen Abstellanlagen. Wir gehen davon aus, dass im Zuge der Corona-Lockerungen in Kombination mit der jetzigen Radsaison die Nutzungszahlen ansteigen werden″, sagt Hörmeyer. An Plänen für weitere Anlagen werde bereits gearbeitet. Die weitere Planung sieht für 2021 eine neue Mobilitätsstation mitsamt Rad-Bar an der M2-Endwende im Landwehrviertel vor.″ Eine weitere sei im Schinkel geplant dort sei der Standort noch nicht gänzlich geklärt. Wenn alle sechs Anlagen in Betrieb sind, soll eine Evaluation erfolgen, um mit den Ergebnissen die weiteren Planungen voranzutreiben″, so Hörmeyer.

Schon vorher, ab Mitte Juni, werden die vier Abstellanlagen mit Luftpumpen ausgestattet.

Andere kostenlose Angebote von Mobile Zukunft von Stadt und Stadtwerken hingegen liefen von Anfang an wie geschnitten Brot: die drei kostenlos ausleihbaren E-Lastenräder sowie die Radboxen für je fünf Räder in der Gartlage. Auch diese vom Bund mitfinanzierten Angebote sind bis zum Ende der Förderung kostenlos.

Zahlreiche Fragen und Antworten zu den Abstellanlagen sind auf www.rad-bar-os.de zu finden.

Bildtext:
Fahrräder sind da allerdings vor, nicht in der Fahrradabstellanlage.
Foto:
Jörn Martens

So funktioniert′s

Die Nutzung der Fahrradbox ist kostenlos, zumindest in den ersten zwei Jahren nach dem Start der Anlagen. Nutzer müssen sich zunächst online (rad-bar-os.de) registrieren. Sie erhalten per Mail einen Zahlencode, mit dem sie das Miniparkhaus öffnen können. Radler müssen vorab online einen Platz für 24 Stunden oder maximal eine Woche buchen. Das Fahrrad sollte wie gewohnt auch in der Box abgeschlossen werden. rad-bar″ heißt die Radbox offiziell, die die Offenbacher Firma Stocker Design eigens für Osnabrück entworfen worden hat.

16 Schließfächer mit Stromanschluss zum Laden von Akkus für E-Bikes stehen den Nutzern zudem zur Verfügung.
Autor:
Jörg Sanders


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