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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gefährdung durch Windkraftanlagen endlich ernst nehmen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Anlieger scheitert auch mit Klage Windpark Glandorf: Richterin zum Gratiswohnen eingeladen″ (Ausgabe vom 16. Mai).

Das Gericht hält Gesundheitsschäden durch Infraschall, verursacht durch Windenergieanlagen, für , nicht hinreichend wahrscheinlich′. , Nach heutigem Stand der Wissenschaft sind schädliche Wirkungen durch Windenergieanlagen (WEA) nicht zu erwarten.′ Zitat Martin Bäumer aus Antworten der Landesregierung. Das Land Niedersachsen beruft sich auf eine Studie des Umweltamtes Baden Württemberg aus dem Jahr 2016.

Das Umweltamt hat seine Erkenntnisse aus Messprojekten aus den Jahren 2013 bis 2015, teilt aber ebenfalls mit, dass es bislang (2016) keine abgesicherten wissenschaftlichen Belege zum Thema Infraschall Gesundheitsgefährdung gibt.

, Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Infraschall′ über medizinisch erforschte Symptome wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Tinnitus werden in einer Veröffentlichung zum Thema , Wie gefährlich ist der stille Lärm′ der , Rheinzeitung′ vom 11. Mai 2020 benannt.

Diese jüngste Studie wurde durchgeführt von der Universitätsmedizin Mainz, Professor Dr. med. Christian Friedrich Vahl [...].

Gerichte und Behörden neigen ganz offenbar dazu, nur solche , Studien′ zur Kenntnis zu nehmen, die ihren Interessen beziehungsweise den politischen Vorgaben entsprechen. Seit 2014 liegt dem Umweltbundesamt (UBA) eine Machbarkeitsstudie der bergischen Universität Wuppertal, Dr. Detlev Krahe, zum Thema , Auswirkungen durch Infraschall′ vor. Diese Studie ist nicht über Nacht entstanden. Dr. Krahe empfiehlt, dringend weiter zu forschen. Bis zu einem endgültigen Ergebnis werden größere Abstände zwischen WEA und Wohnbebauung empfohlen.

Abstände nicht angepasst

Nun sind fast zehn Jahre vergangen, und das UBA spricht immer noch von fehlenden Langzeitstudien? Was ist zwischenzeitlich passiert?

Fakt ist, dass die Gesamthöhe von WEA in den letzten zehn Jahren um 100 Meter auf fast 250 Meter gewachsen ist Abstände wurden nicht entsprechend angepasst.

Solange Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden können, darf die Genehmigungspraxis nicht lustig weitergehen. [...]

Ist überhaupt jemand daran interessiert, negative gesundheitliche Auswirkungen durch Windenergieanlagen festzustellen? Müsste nicht der Ausbau der Windenergie bis zur endgültigen Klärung (gesundheitliche Gefahren) gestoppt werden, beziehungsweise endlich Abstände bundeseinheitlich festgelegt werden, die einen entsprechenden Sicherheitspuffer beinhalten?

Wie viele Anwohner müssen noch ihre Häuser und Arbeitsstätten verlassen, bevor ihre körperlichen Beschwerden endlich ernst genommen werden? [...]″

Christel Steinhorst
Glandorf
Autor:
Christel Steinhorst


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