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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Energie aus der Brennstoffzelle
Zwischenüberschrift:
Neuer Bauabschnitt am Kühnehof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück 24 neue Eigentumswohnungen sollen das Baugebiet am Kühnehof abrunden, das nach der Aufgabe der früheren Essigfabrik an der Bohmter Straße entstanden ist. Eine Premiere für Osnabrück dürfte die Wärme- und Stromversorgung mit einer Brennstoffzelle sein.

Das 2400 Quadratmeter große Grundstück am Hang des Klushügels gehört der Futura Bau GmbH, die auch als Investor auftritt. Auf dem vorderen Teil des Kühnehofs hat das Hunteburger Unternehmen bereits 37 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten errichtet, die zum größten Teil seit mehr als einem Jahr bezogen sind.

Der neue Bauabschnitt entsteht östlich davon auf einer parkähnlichen Gartenfläche. Sie gehörte zwar nicht zum Gelände der Essigfabrik, wurde aber durch ein Umlegungsverfahren der Stadt zum Baugebiet. Auf dem Areal stehen etwa zehn zum Teil große Bäume, die erhalten bleiben müssen. Die Stadt hat sie im Bebauungsplan An den Klausegärten″ für schutzwürdig erklärt.

Drei kubische Blöcke

Futura-Geschäftsführer Erhard Willmann will in den nächsten Wochen mit den Arbeiten beginnen, und der Baukran steht auch schon bereit. Der Investor muss aber, wie er sagt, noch auf die Freigabe der Statik warten. Im Herbst 2021 sollen die exklusiven Wohnungen mit Größen von 56 bis 120 Quadratmetern bezugsfertig sein für Quadratmeterpreise ab 4200 Euro aufwärts. Die Vermarktung übernimmt Annika Brüggen von der PDM Erschließungs- und Baubetreuungs GmbH.

Geplant sind drei separate Gebäude als kubische Blöcke unterschiedlich in der Größe, aber optisch aus einem Guss. Entworfen hat sie Architekt Joachim Kummer vom Büro Planquadrat. Auf einen Keller wird im neuen Bauabschnitt verzichtet. Stattdessen sollen Stellplätze und Nebenräume in einem Nullgeschoss zu ebener Erde entstehen.

Kalte Verbrennung

Optisch, so Kummer, würden die Baukörper zwar viergeschossig erscheinen, baurechtlich handle es sich aber um zwei Geschosse. Zulässig ist das, weil die Garagenebene und das Staffelgeschoss oben nicht als Vollgeschoss angerechnet werden.

Die Gebäude, so verspricht Investor Futura, werden dem Energiestandard KfW 55 entsprechen, was jedem Käufer einen Zuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von 18 000 Euro pro Wohnung sichern soll. Maßgeblich dafür ist der Einbau einer Brennstoffzelle von Buderus. Deren Funktionsprinzip erklärt die für das Projektmanagement zuständige Ingenieurin Martina Schnelle so: Erdgas wird durch eine elektrochemische Reaktion mit einem hohen Wirkungsgrad in Strom und Wärme umgewandelt. Im ersten Schritt wandelt der sogenannte Reformer das Erdgas in Wasserstoff (H2) um. Anschließend kommt es zu einer kalten Verbrennung″, einer umgekehrten Elektrolyse, bei der durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff konstant 1, 5 Kilowatt elektrische Leistung abgegeben werden.

Bildtext:
Drei unterschiedlich große Blöcke sollen bis zum Herbst 2021 auf dem östlichen Abschnitt des Kühnehof-Geländes entstehen.
Simulation:
Joachim Kummer/ Planquadrat
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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