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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zu viel Gewalt: Kultkneipe schließt
Zwischenüberschrift:
Hoff′s Sportgaststätte im ehemaligen „Hüggelmeier″ ist gescheitert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Familienfreundlich, offen für alle Generationen und friedliche Fans und um eine kleine Küche mit Fingerspeisen erweitert: So sah das Konzept aus, mit dem Andre Hoff der VfL-Kultkneipe Hüggelmeier″ an der Bremer Brücke eine neue Richtung geben wollte. Doch nach nur fünf Monaten Betrieb gibt der Nachfolger von Wirt Paul Hamoor nun die Schlüssel wieder ab.

Für das Scheitern des Gastronomieprojekts, das seit Ende Juli 2011 den Namenszusatz Hoff′s Sportgaststätte″ trug, macht Hoff in erster Linie das hohe Gewaltpotenzial verantwortlich, das mit jeder verlorenen Partie gewachsen sei. So sei beim Heimspiel gegen Preußen Münster im September ein Kinderfahrrad durchs Fenster geschleudert worden, als sich gegnerische Fans bekriegten.
Neben dem so nicht erwarteten Ausmaß der Krawalle, das stets zusätzliches Personal erfordert habe, gebe es noch einen weiteren triftigen Grund: zwei Einbrüche im Lokal. Die Täter hätten es eventuell durch ein Gerüst an der Fassade des Gebäudes besonders leicht gehabt, in die Kneipe zu gelangen.
Während die Täter Ende November lediglich einen Spielautomaten aufgebrochen, die Einnahmen jedoch unberührt im Schankraum zurückgelassen hatten, gingen sie beim zweiten Übergriff am 8. Dezember gründlicher vor. Sie schlugen die Fensterscheibe mit dicken Backsteinen ein, raubten die Einnahmen, etwa 100 Flaschen mit Spirituosen und zwei Flachbildschirme, die sie gewaltsam von den Wänden der Sportsbar gerissen hatten.
Nach mehr als 25 Jahren als Juwelier wollte ich einfach mal was Neues versuchen. Die Arbeit an sich hat mir großen Spaß gemacht.Leider hat das Umfeld nicht mitgespielt. Zum Schluss war die Stimmung einfach down″, sagt Hoff, der bereit seinen Termin zur Schlüsselübergabe mit seinem Vermieter hat.
Ursprünglichhatte der Nachfolger von Kultwirt Paul Hamoor nach eigenen Angaben einen brauereifreien Vertrag unterschrieben, der ihn regulär für zehn, mindestens aber für fünf Jahre an die Gaststätte an der Bremer Straße gebunden hätte. Ausdem lässt man mich jetzt zum 2. Januar ohne Konsequenzen raus″, so Hoff, der nach so viel Negativem auf ein versöhnliches Ende hofft.

Bildtext:
Die Traditionsgaststätte an der Osnatel-Arena ist wieder geschlossen.
Foto:
Michael Hehmann
Autor:
Johanna Kollorz


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