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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kritik an Parklet-Verlegung
Zwischenüberschrift:
Weitere Parkplätze weggefallen / BOB fordert Antworten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) kritisiert die Verlegung des Parklets von der Dielinger- an die Lortzingstraße ohne die Einbeziehung der politischen Gremien. Von Stadtbaurat Otte verlangt BOB Antworten. Ersetzt die Mobile Zukunft, die den Steuerzahler in Osnabrück bereits viel Geld gekostet hat, jetzt die politische Willensbildung im Stadtentwicklungsausschuss oder im Rat?″, fragt BOB-Mitglied Steffen Grüner. Insbesondere aufgrund der Pannen″ hätten die politischen Gremien einbezogen werden müssen. Angesichts der Klagen der Anwohner und des Handels wegen der verschwundenen Kurzzeitparkplätze wird uns Herr Otte im nächsten Stadtentwicklungsausschuss Rede und Antwort stehen müssen.″

Konkret möchte BOB wissen: Durch die Vernichtung weiterer Kurzzeitparkplätze an der Lortzingstraße entgehen der Stadt vier- bis fünfstellige Bewirtschaftungskosten hat die OPG dem zugestimmt? Im Stadtentwicklungsausschuss (StuA) wurde beschlossen, erst eine Evaluation der Nutzung des 12 000 Euro teuren Parklets abzuhalten, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Warum wurden diese Ergebnisse dem StuA nicht vorgelegt? Welches Gremium hat der Einrichtung einer Ladezone an dem ursprünglichen Standort des Parklets zugestimmt? Vor einigen Tagen war das Parklet an die Lortzingstraße vor Brille 49 umgezogen. Dort kommen deutlich mehr Passanten vorbei als am alten Standort an der Dielingerstraße vor Zweirad Röwer.

In der Tat wurde die gewünschte Aufenthaltsqualität des Parklets nicht ausgewertet, bestätigt Marco Hörmeyer, Sprecher der Stadtwerke Osnabrück, die gemeinsam mit der Stadt das Projekt Mobile Zukunft betreiben. Durch die Novelle der Straßenverkehrsordnung habe man nun schnell reagiert″ und die Möglichkeit genutzt, an der Dielingerstraße eine Ladezone einzurichten. Dort hatten bislang häufig Paketwagen auf dem Radweg gehalten. Daher sei Eile geboten gewesen, sagt Hörmeyer.

Warum gab es keine Evaluation? Damals haben wir den Zeitdruck nicht gesehen″, so der Sprecher weiter. Eine solche erfordere einen längeren Zeitraum und müsse ganzjährig erfolgen. Das wäre aber schon möglich gewesen: Lange genug stand die Sitzgelegenheit an der Dielingerstraße. Das sieht auch Hörmeyer ein: Richtig, wir hätten das ganzjährig machen können. Aber jetzt brauchen wir mehr Ladezonen.″

Eine Never Ending Story

Der neue Platz an der Lortzingstraße sei als geeignet erachtet″ worden, so Hörmeyer weiter. Übergreifend im städtischen Konzern maßgeblich in der Straßenverkehrsbehörde der Stadt –, sei die Entscheidung gefallen, das Parklet zu verlegen und am alten Standort eine Ladezone einzurichten. Dafür mussten am neuen Standort zwei weitere Kurzzeitparkplätze weichen, bestätigt Hörmeyer. In der Summe fehlen nur vier Stellplätze″, sagt Hörmeyer. Zugleich wurden an der Lortzingstraße neue Fahrradbügel aufgestellt.

2017 war die Idee an der Dielingerstraße als ein Projekt von Mobile Zukunft von Stadt und Stadtwerken Osnabrück auf einen Ratsbeschluss hin entstanden. Zwei Parkplätze wichen der Sitzgelegenheit anfangs provisorisch aus Paletten gebaut. Schnell fiel diese der Witterung und Vandalismus zum Opfer, bis sie letztlich entfernt wurde. Zwischenzeitlich sperrte die Stadt die Lücke ab sie blieb ungenutzt.

Im Herbst 2018 folgte die Holzkonstruktion. Bis dahin war das Parklet längst zu einem Politikum geworden. BOB und CDU kritisierten im Februar 2019 das mehr als 12 000 Euro teure Projekt und forderten die Kurzzeitparkplätze zurück. Zugleich hatten BOB und CDU damals den Umzug der Holzkonstruktion gefordert allerdings nicht auf andere Parkplätze, sondern vielmehr auf Grünflächen oder Spielplätze.

Bildtext:
Der alte Standort an der Dielingerstraße dort hatte es zwei Parkplätze ersetzt.
Foto:
Archiv/ Jörg Sanders
Autor:
Jörg Sanders


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