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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neues Terminal für Container im Hafen
 
Dieses Projekt wird die Skyline der Stadt verändern
Zwischenüberschrift:
Bauarbeiten für Containerterminal im Osnabrücker Hafen beginnen
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück 40 Meter hoch sollen sie werden, die beiden Schienenportalkräne, die das weithin sichtbare Gesicht des neuen Containerterminals im Osnabrücker Hafen bilden werden, mit dessen Bau jetzt begonnen wurde. Bis Sommer 2021 sollen sie und 3, 4 Kilometer Umschlaggleise entstehen und einen Beitrag dazu leisten, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Das Containerterminal entsteht auf einer 9, 5 Hektar großen Fläche der früheren Winkelhausenkaserne im Osnabrücker Hafen. Hinter dem Millionenprojekt stehen die beiden Stadtwerke Osnabrück und Dortmund. Das Terminal biete die Chance, die Containerverkehre beider Standorte sinnvoll miteinander zu koppeln und so die zunehmenden Güterströme besser zu steuern. Insgesamt 29 Millionen Euro werden für den Bau veranschlagt.

Osnabrück Nicht überall sorgt die Corona-Krise für Stillstand. Im Osnabrücker Hafen haben nun die Bauarbeiten für das Containerterminal begonnen. Bis zum Sommer 2021 sollen zwei 40 Meter hohe Schienenportalkräne und 3, 4 Kilometer Umschlaggleise entstehen. Ziel ist es, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen.

29 Millionen Euro werden für den Bau der KV-Anlage veranschlagt (die Buchstaben stehen für Kombinierter Verkehr″). Ein Förderbescheid des Bundesverkehrsministeriums weist aus, dass der Bund 22 Millionen Euro davon übernimmt. Gebaut werden vier parallele Umschlaggleise mit einer Länge von jeweils 710 Metern, bis zu acht Containerabstellspuren und zwei Schienenportalkräne. Dazu kommen zwei jeweils 290 Meter lange Umschlaggleise, an denen nicht die Kräne, sondern sogenannte Reach Stacker arbeiten werden. Das sind überdimensionierte Gabelstapler.

Das Containerterminal entsteht auf einer 9, 5 Hektar großen Fläche der früheren Winkelhausenkaserne im Osnabrücker Hafen, nicht einmal 100 Meter vom Stichkanal entfernt. Zur Binnenschifffahrt hat die neue Anlage allerdings keine Verbindung, der Güterumschlag beschränkt sich auf die Verkehrsträger Lkw und Bahn. Die Bauarbeiten beginnen mit dem Abbruch eines langgezogenen Garagengebäudes, in dem die britischen Streitkräfte früher ihre Fahrzeuge abgestellt haben.

Spediteure sind beteiligt

Hinter dem Millionenprojekt stehen die beiden Stadtwerke Osnabrück und Dortmund. Dass die Westfalen als Kooperationspartner eingestiegen sind, begründet Hubert Jung, Verkehrsvorstand der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), so: Wir sehen hier wertvolle Synergien und Nutzungspotenziale, die auch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Logistik-Standorts stärken.″ Am Dortmunder Hafen ist schon eine Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr in Betrieb.

Das Terminal in Osnabrück biete die Chance, die Containerverkehre beider Standorte sinnvoll miteinander zu koppeln und so die zunehmenden Güterströme besser zu steuern, meint Jung. Für Dortmund sei das Projekt vor allem mit Blick auf die neue Seidenstraße″ von strategischer Bedeutung, also die Schienenverbindung zwischen China und Europa.

Auch die Osnabrücker Seite erwartet eine deutliche Zunahme der Containertransporte, wie Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes anmerkt. Mit der neuen Anlage bestehe die Chance, künftig einen größeren Anteil auf die Schiene zu verlagern. Längerfristig rechnet er mit 150 000 Ladeeinheiten pro Jahr. Den Baubeginn bezeichnet Rolfes als Meilenstein für eines der zentralen Infrastruktur- und Logistikprojekte für die gesamte Region″. Mit seiner verkehrsgünstigen Lage sei Osnabrück schon lange ein wichtiges Logistikdrehkreuz, doch das werde mit dem neuen Terminal noch an Bedeutung gewinnen.

Bauherr des neuen Containerterminals im Hafen ist die Terminalbesitzgesellschaft Osnabrück (TBOS), an der die Dortmunder Stadtwerke mit einem Anteil von 49 Prozent Hauptgesellschafter sind. Die Stadtwerke Osnabrück verfügen über 25 Prozent, Osnabrücker Spediteure über die restlichen 26 Prozent der Anteile.

Auswahlverfahren läuft

Parallel zu den Bauarbeiten läuft das Auswahlverfahren für den künftigen Betrieb des Terminals an. Wenn die Anlage fertiggestellt ist das wäre nach der aktuellen Planung im Sommer 2021 soll die neue Betreibergesellschaft Containerterminal Osnabrück (CTO) das Management übernehmen.

Nach Überzeugung der Verantwortlichen wird die Containeranlage nicht nur für den Verkehrssektor von Bedeutung sein, sondern auch das Stadtbild prägen. Denn die beiden Portalkräne dürften mit 50 Meter Breite und mehr als 40 Meter Höhe ein unübersehbares Element in der Skyline werden.

Bildtext:
Im Sommer 2021 soll das Containerterminal im Osnabrücker Hafen in Betrieb gehen.
Foto:
TBOS/ Uwe Lewandowski
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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