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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
70 Bäume gefällt – ohne zu fragen
Zwischenüberschrift:
Wie es zum ersten Verstoß im Osnabrücker Kultur- und Landschaftspark kam
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Was passt zum Piesberg? So in etwa lässt sich die entscheidende Frage zusammenfassen, welche Vorhaben auf einem 294 Hektar großen Gebiet in Pye erlaubt sind oder eben nicht. Seit November vergangenen Jahres handelt es sich um ein Schutzgebiet.

Kultur- und Landschaftspark Piesberg″: So heißt das Schutzgebiet, das grob skizziert im Norden an die Lechtinger Straße grenzt, im Osten an die Gemeindegrenze zu Wallenhorst, im Süden an den Süberweg und im Westen an die Glückaufstraße. Die Stadt beschreibt das Gebiet als einen Ort für eine landschaftsgebundene und naturschonende Erholungsnutzung, in dem das Erleben und die zeitgemäße Vermittlung von kulturhistorischen und naturwissenschaftlichen Phänomenen im Vordergrund stehen″.

Und: Die weitere Entwicklung des Kultur-- und Landschaftsparks Piesberg ist auf den Erhalt und die Stärkung der bestehenden Identität sowie der vorhandenen kulturhistorischen und landschaftlichen Qualitäten auszurichten.″

Imke Wedemeyer vom Gesellschaftshaus Pye, die sich wie offenbar viele Anwohner über das Schutzgebiet freut, hatte die Stadt um Erläuterungen gebeten. Wie Elke Meyerdrees vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz″ im Bürgerforum berichtete, soll sich das Gebiet nach und nach entwickeln. Als Beispiel nannte sie: Die Erweiterung der Feldbahn bis zum Stüveschachtgebäude sei dem Leitbild nach erwünscht, weil sie mit der Geschichte des Piesbergs verbunden ist. In der Regel müsse die Naturschutzbehörde bei Vorhaben um Erlaubnis gefragt werden.

Einmal ist dies unterblieben und das ist auch einem Anwohner aufgefallen: Roger Dietrich berichtete, dass am Zechenbahnhof im Bereich der Glückaufstraße 70 Bäume gefällt worden sind es waren Robinien und Ahornbäume. Die Fällungen waren rechtswidrig″, bestätigte Elke Meyerdrees. Jan-Peter Bruns von den Stadtwerken erläuterte, was passiert war: Die Eisenbahn- und Hafenbetriebsgesellschaft (EHB) hatte die Bäume demnach wegen Trockenschäden und wegen der Verkehrssicherheit im Bereich der Gleise gefällt aber ohne sich darüber mit der Naturschutzbehörde abzustimmen. Die fehlende Abstimmung war es, die das Fällen der Bäume zum wenn auch kleinen Sündenfall machte, berichtete Bruns: Das Bußgeldverfahren läuft.″

Bildtext:
An den Gleisen des Zechenbahnhofs in Pye: Trockenschäden und Verkehrssicherheit waren die Gründe, weshalb 70 Ahornbäume und Robinien gefällt werden mussten. Leider hatte die Eisenbahn- und Hafenbetriebsgesellschaft (EHB) nicht die Naturschutzbehörde gefragt.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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