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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bier und Bratwurst 30 Prozent teurer?
Zwischenüberschrift:
Wie CDU und SPD eine Preisexplosion auf der Osnabrücker Maiwoche stoppen wollen und was die Grünen dazu sagen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Über die Preiserhöhungen auf der Maiwoche 2020 ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. CDU und SPD wollen sie verhindern. Der Stadtrat muss in seiner Sitzung am 17. März darüber entscheiden, ob die Standgebühren auf Teilen der Maiwoche um 30 Prozent erhöht werden. Das sieht nämlich die Gebührenkalkulation der Verwaltung vor. Standbetreiber haben angekündigt, dass sie die zusätzlichen Kosten nicht kompensieren können und auf die Preise umlegen werden.

Steigt der Preis für Bier, Bowle und Bratwurst also um 30 Prozent? Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Fritz Brickwedde und Frank Henning, sehen den Verwaltungsvorschlag sehr kritisch″ und wollen eine Preiserhöhung verhindern. Die beiden Chefpolitiker reagierten auf die Berichterstattung unserer Redaktion mit einer gemeinsamen Erklärung: Mit Stadträtin Katharina Pötter sei besprochen worden, in Zukunft entweder den Kostendeckungsgrad von bisher 100 Prozent abzusenken oder städtische Zuschüsse für Veranstaltungen zu gewähren.

Man muss nur das Einmaleins bemühen, um zu verstehen, dass eine Erhöhung der Standgebühren um 30 Prozent oder maximal 36 Euro pro Tag und Stand nicht als Begründung für eine signifikante Bierpreiserhöhung herhalten kann″, halten der Grünen-Fraktionsvorsitzende Volker Bajus und der finanzpolitische Sprecher, Michael Hagedorn dagegen. Die steigenden Gebühren linear als Bierpreiserhöhung umzudeuten, würde rechnerisch nur aufgehen, wenn die Standgebühren die einzigen Kosten der Betreiber wären. Für den Fraktionsvorsitzenden Bajus ist die Überreaktion von CDU und SPD auch ein Affront gegen die eigenen Dezernenten für Finanzen (SPD) und Ordnung (CDU). „ Anstatt sich zunächst mit den Fakten vertraut zu machen, fallen Brickwedde und Henning ihren beiden Dezernenten und auch dem OB in den Rücken.″

Marktbeschicker müssen eine Gebühr an die Stadt entrichten. Das gilt für die Wochenmärkte ebenso wie für den Weihnachtsmarkt oder die Maiwoche. Der Stadtrat hat sich 2015 selbst auferlegt, eine hundertprozentige Kostendeckung bei den Marktgebühren zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Standgebühren für die Maiwoche in diesem Jahr um 30 Prozent erhöht werden. Die Stadt vermarktet die Flächen auf dem Markt, vor dem Dom und am Theater.

Henning und Brickwedde kündigten an, die Zeit bis zur Ratssitzung für weitere Gespräche zu nutzen, um ein alternatives Konzept zu entwickeln. Eine derart hohe Gebührensteigerung, die zu entsprechenden Preiserhöhungen führte, würde von CDU und SPD nicht mitgetragen. Die beiden Fraktionen verfügen zusammen über eine klare Mehrheit im Rat.

Die Maiwoche findet vom 8. bis 17. Mai 2020 statt.
Autor:
Wilfried Hinrichs


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