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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schulbus-Chaos: Lösung noch in dieser Woche?
Zwischenüberschrift:
Kritik und Forderungen / Krisentreffen im Rathaus am Donnerstag
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Probleme im Osnabrücker Schülerverkehr dulden in der Politik keinen Aufschub mehr. Inzwischen jagt ein Krisentreffen das andere. Auch die Beschwerden von Schulen und Eltern häufen sich.

Eine erhebliche Verschlechterung″ ihrer Busanbindung beklagt etwa die in Eversburg ansässige Integrierte Gesamtschule Osnabrück (IGS) in einem Brief, der am 20. Februar an Vorstände von Stadt und Stadtwerken sowie an Osnabrücker Schulpolitiker geschickt wurde und der unserer Redaktion vorliegt.

Hauptkritikpunkt: Seit dem großen Linien- und Fahrplanwechsel Anfang des Monats koste der Schulweg viele IGS-Schüler deutlich mehr Zeit. Dabei seien Verkehrsbetrieb und Schulträger bereits vor der Einführung des neuen Busnetzes von Eltern und Schule auf die entstehenden Probleme hingewiesen worden offenbar vergebens. Leider haben sich die Befürchtungen der Eltern in vielen Fällen bestätigt″, heißt es in dem Schreiben weiter. Unterzeichnet ist es von Schulleiter Stefan Knoll sowie führenden Köpfen des Schulelternrats.

Auf vier Seiten breiten die Absender aus, an welchen Stellen es aus ihrer Sicht im Schülerverkehr von und zur IGS besonders hakt. Schüler aus Hellern zum Beispiel hätten es in den vergangenen Wochen angesichts ungeeigneter″ Busverbindungen regelmäßig nicht geschafft, pünktlich im Unterricht zu erscheinen. Von teilweise mehr als halbstündigen Verspätungen ist die Rede. Für den Rückweg nach Hause hätten Schüler sogar bis zu 90 Minuten gebraucht. Darüber hinaus sei der neuerdings notwendige Umstieg zwischen den Linien M4 und 17 im Sinne eines sicheren Schulwegs problematisch″. Er halte gerade in den Jahrgängen fünf bis sieben mehrere Eltern davon ab, ihre Kinder mit dem Bus zur Schule zu schicken″.

Auch die Anbindung aus den Stadtteilen Westerberg und Weststadt hat bei der Netzreform offenbar arg gelitten. Die IGS stellt fest, dass Schüler mit dem Bus allein für die drei Kilometer lange Strecke zum Finkenhügel in der Regel länger als 30 Minuten″ benötigen. Die nächstgelegene Haltestelle mit Anschluss an die neue Ringlinie (Eversburger Platz) liege zu weit entfernt, als dass die IGS davon profitieren könne. Zudem sei der Fußweg dorthin zu unsicher″. Dringenden Verbesserungsbedarf sieht die Gesamtschule dem Brief zufolge außerdem im Schülerverkehr von und nach Atter und Atterfeld, Pye und Dodesheide.

Angesichts der geballten Kritik, wie sie zurzeit auch in vielen anderen Teilen der Stadt laut wird, fühlt sich die Osnabrücker Politik zum raschen Eingreifen veranlasst. Die Grünen im Rat haben das Thema Schülerbeförderung bereits auf die Tagesordnung des Schulausschusses gesetzt und für die nächste Sitzung am 5. März um einen Rapport der Stadtwerke gebeten. Doch so lange wollen andere Parteien nicht warten.

Wir müssen handeln, und das schnellstmöglich″, erklärte die CDU-Fraktion am Dienstag in einer Mitteilung und rief bereits für Donnerstag alle Beteiligten an einen Tisch. Dann sollen Schulen und Stadtelternrat, Stadtwerke und Schulpolitiker des Stadtrates gemeinsam nach einer schnellen und praktikablen Lösung suchen″. Es wäre das dritte Krisentreffen in Sachen Schulbus-Chaos binnen kurzer Zeit. Schon am Dienstag kamen planmäßig Vertreter von Stadtwerken, Schulamt und Schulen zusammen, um die Lage zu besprechen.

Bildtext:
Die Schülerbeförderung in Osnabrück wird seit der Netzreform Anfang Februar von Schulen und Eltern heftig kritisiert. Die Politik drängt jetzt auf eine schnelle Lösung des Problems. Unser Bild zeigt Schüler an der Haltestelle Gesamtschule Schinkel.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Sebastian Stricker


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