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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Klimaschutz kontra Denkmalschutz
Zwischenüberschrift:
Umweltbericht 2019: Uni Osnabrück in der Zwickmühle
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Obwohl die Universität Osnabrück stetig wächst, verbraucht sie pro Quadratmeter immer weniger Strom. Das geht aus ihrem Umweltbericht für das Jahr 2019 hervor. Wir erklären, wie die Uni das schafft und vor welche großen Probleme sie historische Gebäude stellen.

Die Universität Osnabrück mit ihren 14 000 Studenten und 1750 Mitarbeitern (Stand 2018) beansprucht in der Stadt immer mehr Platz: Seit 2011 wuchs die von ihr genutzte sogenannte Nettoraumfläche binnen sieben Jahren um gut 25 000 Quadratmeter auf fast 180 000. Ihren Stromverbrauch konnte sie jedoch im selben Zeitraum um vier Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter reduzieren (von 63 auf 59).

Wie ist das möglich? Unter anderem durch moderne lichttechnische Lösungen″, wie es im Umweltbericht 2019 der Universität Osnabrück heißt. Zahlreiche Gebäude seien in den vergangenen Jahren auf energiesparende LED-Leuchten umgerüstet worden unter anderem das gesamte Schloss. Bei allen Sanierungen″, erklärt die Uni, kommen energieeffiziente Lösungen zum Tragen.″ Dazu gehöre beispielsweise das Austauschen von ausgedienten Heizungsanlagen und schlecht isolierenden Fenstern.

Oft jedoch steht die Denkmalpflege den Umweltschutz-Bemühungen im Weg. Dies gelte insbesondere für die vielen historischen Uni-Gebäude in der Innenstadt. So reizvoll die alten, zum Teil denkmalgeschützten Gebäude sind, so problematisch ist die Situation oft für einen effizienten und energiesparenden Betrieb der Gebäude″, stellt der Umweltbericht fest. Gleichwohl verringert die Uni durch sinkenden Energieverbrauch auch kontinuierlich den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2). Von 2011 bis 2018 reduzierte sie ihre jährlichen Emissionen von gut 52 auf knapp 23 Kilogramm pro Quadratmeter Nutzraumfläche. Im Vergleich zum Jahr 1990 bedeutet das sogar eine CO2-Einsparung um fast drei Viertel. Die 2017 erfolgte Umstellung auf Ökostrom hat erheblich zu dieser Entwicklung beigetragen″, erklärt der Bericht.

Insgesamt verursachte die Uni durch die Versorgung ihrer Gebäude mit Strom und Wärme im Jahr 2018 nach eigenen Angaben CO2-Emissionen von gut 4000 Tonnen. Mehr als die Hälfte davon entfielen auf den Campus Westerberg. Grund: Dort gibt es viele Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch, zum Beispiel das Rechenzentrum oder der Botanische Garten.

Was aus dem Umweltbericht ebenfalls hervorgeht: Die Universität verbrauchte im Jahr 2018 insgesamt gut 10 500 Megawattstunden Strom und 14 700 Megawattstunden Wärme, dazu 46 000 Kubikmeter Wasser. Mit Blockheizkraftwerken und Fotovoltaik-Anlagen produziert die Uni jedoch einen Teil des benötigten Stroms selbst.

Bildtext:
Problemfeld Denkmalschutz: Wie die Uni in ihrem Umweltbericht 2019 beschreibt, ist die Pflege historischer Gebäude nicht immer mit Klimaschutz zu vereinbaren. Immerhin für energiesparende LED-Lampen hat es im Schloss gereicht.
Foto:
David Ebener
Autor:
Leon Walter


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