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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Krippenplätze gegen Parkplätze?
Zwischenüberschrift:
Wie Stadtrat Wolfgang Beckermann auf Kritiker in Sutthausen reagiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Erst gab es nicht genügend Krippenplätze und jetzt fehlen Parkplätze: Nachdem die Stadt an der Ecke Hermann-Ehlers-Straße/ St.-Florian-Straße einen Container für die Erweiterung der Apostel-Kita aufgestellt hat, klagen Sutthauser Eltern über Stress beim Bringen und Abholen der Kinder. Sie machen der Verwaltung Vorwürfe aber die lässt der Erste Stadtrat nicht auf sich sitzen.

Mehr als 200 Kinder in ganz Osnabrück hatten im vergangenen Jahr zunächst keinen Betreuungsplatz erhalten. Die Verwaltung suchte nach Zwischenlösungen. Um Sutthausen besser zu versorgen, brachte sie mobile Container von der Grundschule Hellern zur evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte der Apostelgemeinde, die sich an der Ecke zur Hermann-Ehlers-Straße befindet. Darin können nun zusätzlich 15 Kinder im Alter zwischen null und drei Jahren betreut werden.

Aber diese Erweiterung geht auf Kosten von Autofahrern. Jürgen Wilkewitz vom SPD-Ortsverein formulierte es im Bürgerforum Sutthausen so: Das war eigentlich vorhersehbar: Nach der Aufstellung des Containers für die zusätzliche Krippengruppe auf dem Parkplatz ist in den Hol- und Bringzeiten eine problematische Situation entstanden. Es werden Bürgersteige zugeparkt, die dann von Fußgängern nicht mehr genutzt werden können.″ Er wünscht sich, dass sich die Verwaltung überlegt, wie neue Parkplätze geschaffen werden können vielleicht auch mithilfe von Schotter auf dem Grünstreifen an der Bahn?

Auch die Freiwillige Feuerwehr, die sich das Gelände mit der Kindertagesstätte teilt, ist auf Parkplätze angewiesen. Wie einer der Akteure berichtete, müssen im Fall eines Einsatzes bis zu 32 Autos das Feuerwehrhaus erreichen können.

Eine gewisse Linderung ist in Sicht: Tim Lorchheim vom Fachbereich Städtebau sagt, dass bis Ende Februar acht neue Parkplätze entstehen sollen. Der Grünstreifen entlang der Gleise ist offenbar Eigentum der Deutschen Bahn und ob die einer Nutzung als Parkfläche zustimmen würde, ist demnach nicht geklärt.

Acht neue Parkplätze? Viel zu wenig, fanden einige Sutthauser, sie zeigten sich empört über diese nur spärliche Aussicht und machten der Verwaltung Vorwürfe auf die der Erste Stadtrat reagierte: Wolfgang Beckermann fand die Reaktionen unpassend″, denn: Sie kritisieren, dass wir schnell reagieren.″ Die Verwaltung habe alles unternommen, um möglichst viele Kita-Plätze zur Verfügung zu stellen″, und dafür in diesem Fall Parkplätze hintangestellt″. Und: Man muss auch mal hinnehmen, dass rechts und links davon nicht alles gleich funktioniert.″ Darüber wiederum ärgerte sich ein Anwohner, der sich nun von oben herab″ behandelt sah: Ich fühle mich nicht ernst genommen!

Eine Lösung scheint derzeit nicht in Sicht zu sein. Oder besteht sie bereits? Weitere Anwohner wiesen darauf hin, dass sich auf der anderen Seite der Gleise der alte Sutthauser Bahnhof befindet mit vielen oft nicht belegten Parkplätzen vor dem jetzigen Atelier und Restaurant. Der Weg von dort über den Bahnübergang zur Apostel-Kita sei mit einer Länge von etwa 50 Metern nicht schwer zu bewältigen.

Bildtext:
Mehr Platz für Kinder, weniger Platz für Autos in Sutthausen: Die Container an der Apostel-Kindertagesstätte führen zu Einschränkungen an der St.-Florian-Straße.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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