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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Sturmlauf gegen Bau der Nordspange am Westerberg
Zwischenüberschrift:
Nach E-Mail-Lawine am Wochenende demonstrieren Anwohner vor dem Rathaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wind und Regen bremsten die Demonstranten am Montagabend nicht: Zwei Dutzend Bewohner des Wohn- und Wissenschaftsparks in der früheren Kaserne an der Sedanstraße demonstrierten draußen vor dem Rathaus, während drinnen die Ratspolitiker zu getrennten Fraktionssitzungen zusammenkamen. Auf der Tagesordnung: der Bau der Erschließungsstraße (Nordspange) zwischen Natruper Straße und Sedanstraße. Der Stadtrat trifft an diesem Dienstag die Entscheidung über den Bau.

CDU und SPD sprechen sich für den Bau aus. Bündnis 90/ Die Grünen, FDP und Linke wollen einen Stopp erreichen und schlagen vor, auf der Trasse einen Radweg zu bauen.

Ende vergangener Woche haben sich Bewohner des Wohn- und Wissenschaftsparks zu einer Initiative zusammengefunden, die im Rat ein Umdenken erreichen will. Am Wochenende machten sie mit einer E-Mail-Welle Druck auf die Ratsmitglieder. In den Mails, die auch unsere Redaktion erreichten, stellen die Kritiker die Grundsatzfrage: Warum wird die Straße überhaupt benötigt, wo es doch mit dem Verkehr in und um den Wissenschaftspark aktuell keine Probleme gibt? Sollte das Geld nicht lieber in den Ausbau von Radwegen und in den öffentlichen Nahverkehr oder in die Stadtentwicklung benachteiligter Stadtteile investiert werden?″, fragt etwa Lutz Bollien.

Fast alle Absender verweisen auf den Nachhaltigkeitspreis, mit dem Osnabrück 2019 ausgezeichnet wurde. Der Straßenneubau passe ganz und gar nicht zur angeblich nachhaltigsten Großstadt Deutschlands″. Grünflächen würden vernichtet, die CO2-Bilanz der Stadt verschlechtert und die Wohnqualität beschädigt.

Die 620 Meter lange Straße ist Teil des 2013 verabschiedeten Bebauungsplans 571. Sie soll dazu dienen, das Viertel von Norden direkt zu erschließen. Nach den Plänen soll die neue Straße eine 6, 50 Meter breite Fahrbahn und einen kombinierten Rad- und Fußwege auf beiden Seiten bekommen. An die Sedanstraße soll die Nordspange mit einem kleinen Kreisverkehr (32 Meter Durchmesser) angeschlossen werden. Am anderen Ende (Natruper Straße) ist eine Ampelkreuzung geplant. Lärmschutzwände sollen die Bewohner der benachbarten Siedlungen und die Patienten der Klinik schützen.

Die Nordspange war nicht Gegenstand der Bürgerbefragung zur Westumgehung 2014. Dem Bau stimmten vor sieben Jahren auch die Grünen zu, die sich heute dagegenstellen und einen Aufschub vorschlagen.Vier Millionen Euro

Der Finanzausschuss stimmte Ende Januar mit den Stimmen von CDU, SPD und BOB zu, 193 000 Euro für die Planung zur Verfügung zu stellen. Die Straße soll insgesamt vier Millionen Euro kosten. Wir brauchen diese Straße jetzt nicht″, sagte Grünen-Fraktionschef Volker Bajus in der Sitzung. Die Verkehrslage in dem Gebiet sei nicht so, dass sofortiges Handeln nötig sei. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (CDU) wies darauf hin, dass der Wohn- und Wissenschaftspark noch nicht am Ende seiner Entwicklung sei und mit zunehmender Bebauung zusätzlicher Verkehr entstehe.

Bildtext:
Auf ihren Bannern fordern die Demonstranten, das Geld für die Nordspange lieber in die Verkehrswende, Radwege oder die Förderung Benachteiligter zu investieren.
Foto:
André Havergo
Autor:
Wilfried Hinrichs


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