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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wo bitte liegt das Problem?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Kein Geld mehr für Flüchtlingshelfer″ (Ausgabe vom 20. Januar).

Mit großer Bestürzung musste ich lesen, dass unsere Sozialdezernentin Frau Katharina Pötter die Mittelvergabe an den Verein Solidarisches Osnabrück e. V. kategorisch ausgeschlossen hat. Als Begründung hat sie angegeben, dass auch Geflüchtete, die in der Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht sind, die von diesem Verein angebotenen Sprachkurse besuchen würden, diese aber ja nicht nur nach Osnabrück kommen würden, sondern auch in andere Kommunen verteilt würden. Das ist richtig (zumindest zum Teil)! Aber wo bitte liegt da das Problem? Von vier der dort für alle Teilnehmer kostenfrei angebotenen Kurse (Alphabetisierung grundständig, Alphabetisierung erweitert, Grundkurs Deutsch und A1-Kurs) wird nur der Grundkurs Deutsch auch von Bewohnern der Erstaufnahmeeinrichtung zu circa 50 Prozent besucht. Alle anderen Kurse werden nur von Bewohnern der Stadt und des Landkreises Osnabrück besucht. Die Räumlichkeiten dort wurden dem Verein von der Landesaufnahme Niedersachsen zur Verfügung gestellt, da die Stadt keine Räume mehr für diese Sprachkurse zur Verfügung stellen konnte oder wollte. Für Frau Pötter wäre es ein Leichtes gewesen, sich auf der Homepage des Vereins über diesen Sachverhalt zu informieren. Davon aber abgesehen: Ich dachte, die Stadt würde mit diesen Mitteln die Ehrenamtlichen unterstützen, die sich für alle Menschen einsetzen, die Hilfe benötigen. Oder werden zukünftig auch den freiwilligen Feuerwehren der Stadt die Mittel gekürzt, weil sie Autos löschen, die kein Osnabrücker Kennzeichen haben?

Rainer Hafke
Osnabrück

Wie zahlreiche weitere Mitbürger engagiere ich mich seit nunmehr fünf Jahren, mit Einsetzen der Flüchtlingswelle 2015, bei der Integration von geflüchteten Menschen in unsere Gesellschaft. Schwerpunktmäßig begleite ich dabei Geflüchtete zu Ärzten und in Kliniken. Für diese Termine gilt es Sprachmittler zu organisieren und den erkrankten Geflüchteten ihre Ängste und Unsicherheiten zu nehmen. Wie andere auch helfe ich bei der Wohnungssuche, unterstütze bei anstehenden Umzügen, gebe Nachhilfe in deutscher Sprache und, und, und. Damit befinde ich mich in guter Gesellschaft mit zahlreichen Helferinnen und Helfern, für die Humanismus kein Fremdwort ist, sondern sich dieser Begriff einfach im praktischen Tun zeigt. All dies kostet die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und mich neben viel Zeit auch Geld (Fahrtkosten, Parkgebühren, Eintritte und so weiter). Alle Integrationshelfer leisten meines Erachtens einen erheblichen Betrag, dass die Integration von Geflüchteten weitgehend so geräuschlos in unserer Gesellschaft verläuft. , Wir schaffen das...′, war vor fünf Jahren zu Zeiten einer Willkommenskultur die Ausrichtung unserer Kanzlerin an die Bevölkerung (31. August 2015). Damit tragen alle Integrationshelfer im Gegensatz zu vielen Rechtspopulisten erheblich zur gesellschaftlichen Befriedung bei. Der obige Artikel erweckt den Eindruck, als ob die von den Integrationslotsen verauslagten Gelder bisher 1: 1 den Integrationshelfern erstattet worden sind. Dem ist mitnichten so. Jeder Integrationslotse zahlt finanziell drauf, bekommt aber von den Geflüchteten Menschen emotional viel Positives zurück. Die Entscheidung der Sozialministerin Frau Reimann ist hier für mich ein denkbar schlechtes gesellschaftspolitisches Signal. Wenn nicht mal mehr ein Teil der Kosten der Integrationslotsen erstattet wird, werden weitere Helfer ihren ehrenamtlichen Dienst einstellen und wieder vermehrt Aufgaben auf die entsprechenden Behörden zukommen. […]″

Josef Strunk
Osnabrück
Autor:
Rainer Hafke, Josef Strunk


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