User Online: 1 | Timeout: 22:06Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vernetzen für umweltfreundlicheren Straßenverkehr
Zwischenüberschrift:
Treffen für „Nachhaltige Mobilität″ mit Ziel Formen der Zusammenarbeit zu planen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Vor einem anderen Publikum hätte es für diesen Satz sicherlich keinen Applaus gegeben. Doch beim Vernetzungstreffen Nachhaltige Mobilität″ folgt auf ihn ein herzlicher Beifall: Das aktuelle Verkehrssystem muss durch ein anderes ersetzt werden, das sich zu großen Teilen vom Autoverkehr verabschieden muss″, sagt Markus Große Ophoff. Der Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gibt zu Beginn des Netzwerktreffens einen Impuls zum Thema Handlungsdruck Klimaschutz warum wir uns keine Zeit mehr lassen dürfen″.

Ein Auto sollte nicht durch ein anderes Auto ersetzt werden″, betont Große Ophoff mit Blick auf die Elektromobilität, die weithin als der umweltfreundliche Ersatz für das klassische Auto mit Verbrennungsmotor gilt. Der Grund für Große Opfhoffs Forderung liegt nicht nur, aber sehr stark am Platz: Der ist begrenzt. Vor allem dann, wenn Stadt- und Verkehrsplaner auch Menschen gerecht werden wollen, die andere, umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen: Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Radfahrer, Nutzer des ÖPNV.

Den Handlungsdruck in Sachen Klimaschutz macht Markus Große Ophoff mit der Veränderung in der Umwelt und Berechnungen zum Thema deutlich. Dabei zeigt er auch auf, dass gerade der Straßenverkehr enormes Potenzial bietet, um beispielsweise klimaschädliches Kohlendioxid zu reduzieren.

Dem wollen die Akteure gerecht werden, die zu der Veranstaltung eingeladen hatten. Dazu zählen der Bürgerdialog Verkehrswende und die Klimaallianz Osnabrück, die Lokale Agenda Osnabrück und Verkehr für Menschen, Georgsmarienhütte, sowie die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Osnabrück. Wir brauchen schnellstmöglich ein ÖPNV-System für die Stadt Osnabrück und den Landkreis″, betont Rainer Korte von Verkehr für Menschen″ aus Georgsmarienhütte. Denn das würde die Nutzung von Bus und Bahn komfortabler machen. Diese Forderung macht er deutlich an der Vielfalt der Fahrkartenautomaten und der (oft holprigen, meist seltenen) Verbindungen mit Bus und Bahn für Menschen, die vom Landkreis in die Stadt fahren wollen: Wir brauchen ein System zum Lösen von Fahrkarten, nicht mehrere.″

Korte ist einer von drei Herren, die vonseiten der Veranstalter regionale Aspekte anreißen, die Ziele des Netzwerks Nachhaltige Mobilität″ sein können. Thomas Polewsky vom Bürgerdialog Verkehrswende verdeutlicht dabei den Platzverbrauch: Eine Straßenbahn von 30 Meter Länge und 90 Fahrgästen ersetze eine Autoschlange von 400 Metern, legt er mit Bildern dar und verweist auf die Klagen von Autofahrern über Staus in der Innenstadt.

Die Sorgen der Betroffenen müssen ernst genommen werden, weil sie sonst Klimaskeptiker wählen″, sagt Manfred Flore als Vertreter der Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften. Mit anderen Worten: Ohne Dialog mit möglichst vielen Beteiligten unterschiedlicher Verkehrsnutzungsformen und Lebensweisen gibt es nicht überall Verständnis für die Verkehrswende.

Auch diesem Gedanken will das Netzwerk gerecht werden und weitere Akteure einbinden, wie in der abschließenden Diskussion deutlich wird, in der sich beispielsweise Vertreter von Stadtteilauto, Umweltschutzorganisationen und Parteien äußern.

Bildtext:
Das zweite Netzwerktreffen Nachhaltige Mobilität″ mit Markus Große Ophoff (vorn) war gut besucht.
Foto:
Marie-Luise Braun
Autor:
Marie-Luise Braun


Anfang der Liste Ende der Liste