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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Überschrift:
Wird dieser Weg wirklich gebraucht?
Zwischenüberschrift:
Klare Mehrheit für neue Straße zum Wissenschaftspark
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Der vorletzte Versuch, den Bau einer Erschließungsstraße am Wohn- und Wissenschaftspark in Osnabrück zu verhindern, ist gescheitert. Der Finanzausschuss hat die Planungsgelder freigegeben. Einen letzten Versuch wird es in der Ratssitzung im Februar geben.

SPD, CDU und BOB stimmten in der Sitzung des Finanzausschusses dafür, in diesem Jahr 193 000 Euro für die Planung zur Verfügung zu stellen. Insgesamt soll der Bau der 620 Meter langen Straße rund vier Millionen Euro kosten.

Die Straße ist Teil des acht Jahre alten Bebauungsplanes für den Wohn- und Wissenschaftspark an der Sedanstraße und erschließt die ehemalige Kaserne von Norden und Süden.

Die Straße Am Natruper Holz soll in Zukunft für den Autoverkehr gesperrt werden. Angedacht ist eine Schranke, die sich nur für Rettungsfahrzeuge, Müllwagen und Busse öffnet.

Widerstand

Bündnis 90/ Die Grünen, FDP und Linke warben im Finanzausschuss vergeblich dafür, den Bau der Straße zu verschieben. Wir brauchen diese Straße jetzt nicht″, sagte Grünen-Fraktionschef Volker Bajus. Die Verkehrslage in dem Gebiet sei nicht so, dass sofortiges Handeln nötig sei. In einem gemeinsamen Antrag forderten Grüne, Liberale und die Linken, einen Fuß- und Radweg auf dieser Trasse zu bauen.

Kritiker befürchten, dass die Erschließungsstraße den Weg zum Bau der Westumgehung ebnet, die 2014 in einer Bürgerbefragung mit knapper Mehrheit abgelehnt worden ist. Es wird offenbar so lange weitergemacht, bis es die Westumgehung gibt″, sagte Thomas Thiele (FDP) in der Ausschusssitzung. Besser wäre, den Wohn- und Wissenschaftspark nur von einer Seite zu erschließen, um Durchgangsverkehr zu vermeiden. Wir sollten uns das bei den Holländern abgucken, wie die das machen.″

Giesela Brandes-Steggewentz (Linke) gab zu bedenken, dass sich seit Verabschiedung des Bebauungsplanes vor acht Jahren der Blick verändert habe nämlich mehr auf Rad und Bus. Michael Hagedorn (Grüne) regte an, die Leute im Wohn- und Wissenschaftspark zu fragen, ob sie die Straße wirklich brauchen″.

Versprechen halten

Heiko Panzer (SPD) sieht dagegen jede Menge gute Gründe″ für den Bau einer Straße. Einer sei die Entlastung für den Bereich Am Natruper Holz. Frank Henning (SPD), Fritz Brickwedde (CDU) und OB Wolfgang Griesert (CDU) verwiesen auf den Bebauungsplan und das darin gegebene Versprechen, das Gebiet mit einer zusätzlichen Straße zu erschließen. Es geht hier auch um die Verlässlichkeit städtischer Planungen″, sagte Griesert. Er wies auch darauf hin, dass der Wohn- und Wissenschaftspark noch nicht am Ende seiner Entwicklung sei und mit zunehmender Bebauung zusätzlicher Verkehr entstehe.

SPD-Fraktionschef Henning legte Wert auf die Feststellung, dass die Erschließungsstraße nicht Gegenstand der Bürgerbefragung von 2014 über die Entlastungsstraße West war. Damals ging es nur um den Abschnitt zwischen Sedanstraße und Rheiner Landstraße.

Der Stadtrat wird in der Sitzung am 11. Februar über den Antrag von Grünen, FDP und Linken entscheiden. Eine Ablehnung gilt nach dem Votum im Ausschuss als sicher.

Bildtext:
Eine Verbindung will die Stadt zwischen Paracelsus-Klinik und Natruper Straße bauen.
Zeichnung:
Google Maps/ NOZ
Autor:
Wilfried Hinrichs


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