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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fridays for Future: Kurswechsel oder Kapitulation?
Zwischenüberschrift:
Warum die Bewegung in Osnabrück nicht mehr jeden Freitag auf die Straße geht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Auch in Osnabrück hat Fridays for Future angekündigt, nicht mehr strikt freitags streiken zu wollen. Stattdessen soll es künftig Einzelaktionen geben. Ist die Bewegung müde geworden?

Eine gewisse Frustration″ gebe es bei Fridays for Future auf jeden Fall, so der Osnabrücker Streikorganisator Lars Biesenthal. Das Klimapaket der Bundesregierung – „ wenn man es denn so nennen kann″ sei für den Unmut verantwortlich. Es gebe allerdings auch auf lokaler Ebene politische Entscheidungen, die für Frust sorgten.

Als Beispiel hierfür nennt Biesenthal die schreckliche″ Verkehrssituation in Osnabrück. Einer Forderung der Grünen nach einem Schülerticket, das auch für Oberstufenschüler und Auszubildende gilt, sei man im Rat leider″ nicht nachgekommen. Gezielt Themen wie diese durch Streiks voranzubringen, laute daher nun die Devise der Bewegung.

Die themenbasierten Einzelaktionen seien allerdings ein bewusster Strategiewechsel und keine Folge einer Ermüdung oder gar Zeichen einer Kapitulation. Das zeigten auch die konstanten Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen. Themenstreiks″ (wie der gegen Siemens) könne man schlichtweg inhaltlich besser und anschaulicher vorbereiten. Im Ergebnis hält der 17-Jährige das für effizienter.

Obwohl der Strategiewechsel in Teilen wohl auch der Frustration über manche Entscheidungen geschuldet ist, gibt es aus Sicht der Bewegung durchaus auch Erfolge zu verzeichnen. Biesenthal verweist darauf, dass bei Beschlüssen im Osnabrücker Rat mittlerweile die Klimaschädlichkeit berücksichtigt werden muss. Ein Antragsteller müsse nun auch immer eine klimafreundlichere Alternative zumindest vorschlagen. Das sei viel wirkungsvoller, als in Osnabrück einfach nur den Klimanotstand auszurufen– ohne konkrete Maßnahmen einzuleiten. Symbolpolitik und Greenwashing″ könne man in Osnabrück nicht gebrauchen.

Bildtext:
Fridays for Future-Kundgebung vor der Siemens-Niederlassung in Osnabrück. In Zukunft will die Klimabewegung nicht mehr jeden Freitag demonstrieren. Stattdessen sind Themenstreiks geplant.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Lina Thieme


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