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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nasenbären haben ein neues Zuhause
Zwischenüberschrift:
Zwei Gehege im Zoo erweitert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Heimlich, still und leise, fernab vom Kajanaland″-Trubel und der 75-Jahr-Feier, haben im Zoo Osnabrück die kletterfreudigen Nasenbären und die Wasser liebenden Waldhunde neue Gehege bekommen. Zoomitarbeiter erweiterten und optimierten beide Außenanlagen.

Wer im Zoo Osnabrück die Nasenbären entdecken möchte, muss den Kopf weit in den Nacken legen. Denn in ihrem neuen Gehege am Südamerikahaus klettern sie am liebsten auf die bis zu sechs Meter hohen Birken. Dort genießt die siebenköpfige Bande nicht nur gerne die Aussicht, sondern stärkt sich auch an den köstlichen Blättern, weswegen die Bäume inzwischen recht kahl sind. Neben den wohlschmeckenden Klettermöglichkeiten bietet die Anlage noch mehr Platz (circa 130 Quadratmeter). Die Umbauarbeiten waren jedoch nicht einfach, wie Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder berichtet: Wir haben die Anlage der Nasenbären komplett entgittert. Wo vorher ein Gitterzelt zu sehen war, sind nun nur noch Glasscheiben in Holzrahmen gefasst. So können die Besucher die Nasenbären sehr gut beobachten. Allerdings war es für uns gar nicht so einfach, die Anlage so zu bauen, dass die Tiere gut zu sehen sind, als gewiefte Kletterer und Ausbrecher aber nicht den ganzen Schölerberg erobern.″ Kontinuierlich und zusätzlich zu den anderen Zooarbeiten haben Maurer, Schlosser und Gärtner die Anlage in mehreren Monaten erneuert, bis sie im Juni schließlich fertig war.
Gleichzeitig hat das Team die benachbarte Anlage für die Waldhunde umgebaut. Früher lebte hier ein alter Mähnenwolf, der inzwischen gestorben ist. Wir führen die Zucht in Osnabrück aber nicht weiter, da diese ehemals seltene Tierart inzwischen in anderen Zoos gut vertreten ist″, erklärt Zoodirektorin Dr. Susanne Klomburg. Dafür wackeln nun die gemütlich anmutenden Waldhunde durch ihre neue Anlage mit Wasserlauf und Schilflandschaft. Besonders gerne liegt das Pärchen auf der Wärmeplatte unter einem Baumstamm, wo die Besucher die dackelähnlichen Tiere gut betrachten können. Doch so niedlich beide Bewohner in ihren neuen Behausungen auch scheinen: Es sind kleine Raubtiere. Die Umbauarbeiten haben circa 16 000 Euro gekostet.

Bildtext:
Die Nasenbären sind äußerst kletterfreudig.
Die Waldhunde leben jetzt auf dem Gelände, wo früher der Mähnenwolf zu Hause war.
Fotos:
Michael Hehmann

Waldhunde und Nasenbären
Waldhunde (Speothos venaticus) zählen zur Familie der Hunde. Allerdings ähneln sie äußerlich mit ihrem gedrungenen Körper und den kurzen Beinen mehr einem Marder als einem Hund. Waldhunde leben in Savannen und Wäldern in der Nordhälfte Südamerikas östlich der Anden und sind dort sehr selten. Sie lieben das Wasser, deswegen kommen Waldhunde stets in der Nähe von Flüssen und Seen vor.
Nasenbären (Nasua nasua) gibt es nur in Südamerika dort sind sie allerdings fast über den ganzen Kontinent verbreitet und werden Coati genannt, ein indianischer Name. Der Südamerikanische Nasenbär gehört zur Familie der Kleinbären und somit zu den Raubtieren. Am lang gestreckten Kopf fällt besonders die verlängerte Schnauze auf. Mit ihrem langen Schwanz halten die Nasenbären beim Klettern die Balance.
Autor:
pm


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