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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schieben statt Radeln am Reichwein-Platz
Zwischenüberschrift:
Osterberger Reihe weitgehend dicht / Mehr Freiheit in der Großen Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Im vergangenen Sommer ist in Osnabrück kontrovers über Radfahrer in der Fußgängerzone am Adolf-Reichwein-Platz diskutiert worden. Nun soll sich dort etwas ändern. In der Großen Straße bekommen Radler mehr Freiheit. Dafür werden die Zeiten für den Liefer- und Ladeverkehr in einigen Bereichen verkürzt.

Fußgänger, Gastronomiepersonal, spielende Kinder und Radfahrer müssen sich den wenigen Platz an der Osterberger Reihe und Alten Münze am Spielplatz teilen. Trotz der beengten Verhältnisse ist das Radfahren dort bislang erlaubt, worüber sich die gastronomischen Anlieger und Fußgänger beschweren. Nun wird es Einschränkungen geben.

Streitfall Adolf-Reichwein-Platz: Künftig ist das Radfahren in der Osterberger Reihe und der Alten Münze am Spielplatz nur noch in den Morgenstunden von 6 bis 10.30 Uhr erlaubt. Bislang ist es dort rund um die Uhr zulässig. Dieselben geänderten Zeiten gelten künftig auch für den Liefer- und Ladeverkehr.

Der Platz samt Spielplatz ist bei Kneipengängern und Familien sehr beliebt. Rund um die Gastronomiebetriebe und den Spielplatz habe die Stadt dort einen signifikanten Anstieg des Fußgängerverkehrs mit hohem Kinderanteil″ verzeichnet, heißt es aus der Verwaltung. Der Radverkehr habe ebenfalls zugenommen und letztlich eben Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern. Um Fußgänger zu schützen, ändert die Stadt die Freigabe für Radfahrer.

Der Schritt verwundert, denn Stadtbaurat Frank Otte hatte im Mai vergangenen Jahres betont: Die beiden schmalen Wege sollen für Radfahrer frei bleiben. Sie seien eine wichtige Achse zwischen der Katharinenstraße und der Innenstadt.

In diesen Bereichen ändern sich die Zeiten für Radfahrer: Die Verwaltung prüfte aufgrund der Förderung des Radverkehrs, inwieweit die vorhandenen und unterschiedlichen Zeiten in anderen Bereichen der Fußgängerzone noch aktuell sind. Ergebnis: In einigen Bereichen dürfen Radfahrer künftig länger fahren. Bislang sind große Teile der City für Radfahrer von 20 Uhr bis zum Morgen um 9 Uhr freigegeben.

Künftig dürfen sie dort bis 10.30 Uhr radeln. Das betrifft: Große Straße, Krahnstraße (zwischen Nikolaiort und Dielingerstraße), Domhof, Nikolaiort, Herrenteichsstraße, Kamp, Jürgensort, Kleine Hamkenstraße, Große Hamkenstraße, Alte Münze (Seite Neumarkt).

Wo alles beim Alten für Radfahrer bleibt: Im Bereich der Altstadt, des Heger Tores und des Marktes ändert sich nichts. Dort seien der Verwaltung keine größeren Probleme bekannt, die Änderungen erforderlich machten. Konkret: Am Ledenhof und An der Katharinenkirche dürfen Radfahrer künftig weiterhin ganztägig fahren. Das gilt auch für die Redlingerstraße. Die durchschnittliche Breite von 7, 20 Metern erfordere dort keine Einschränkung des Radverkehrs, heißt es aus der Verwaltung. Auch die Johannisstraße und die Kleine Domsfreiheit bleiben ganztägig für den Radverkehr befahrbar.

In diesen Bereichen ändern sich die Zeiten für den Liefer- und Ladeverkehr: An der Osterberger Reihe ist der Liefer- und Ladeverkehr bislang von 6 bis 12 und von 17 bis 19 Uhr erlaubt. Diese Zeiten schränkt die Verwaltung deutlich ein auf 6 bis 10.30 Uhr. An der Alten Münze am Spielplatz gelten künftig dieselben Zeiten. Bislang ist das Be- und Entladen dort von 6 bis 10.30 und von 17 bis 19 Uhr möglich.

Wo alles beim Alten für den Liefer- und Ladeverkehr bleibt: Für den Liefer- und Ladeverkehr ändert sich sonst nicht viel. Zumeist bleibt es beim Zeitraum von 6 bis 10.30 Uhr. Das betrifft: Große Straße, Krahnstraße (zwischen Nikolaiort und Dielingerstraße), Domhof, Nikolaiort, Herrenteichsstraße, Kamp, Jürgensort, Kleine Domsfreiheit, Große Hamkenstraße, Alte Münze (Seite Neumarkt), Johannisstraße. Am Ledenhof gibt es weiterhin zu keiner Zeit eine Freigabe.

Am 6. Februar informiert die Verwaltung den Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung über die geänderten Zeiten. Noch unklar ist, warum der Radverkehr an der Osterberger Reihe entgegen der Aussage Ottes künftig doch für Radfahrer weitgehend tabu sein wird und ab wann sämtliche neue Zeiten gelten. Eine Anfrage unserer Redaktion vom Dienstag zum Thema beim städtischen Presseamt blieb unbeantwortet stattdessen informierte es am Mittwoch über die geänderten Zeiten in einer Pressemitteilung. Die offenen und weitergehende Fragen blieben unbeantwortet.

Bildtext:
Noch ist das Radfahren an der Osterberger Reihe ganztägig erlaubt.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Jörg Sanders


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