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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zoo Osnabrück stellt Schwarzbärin „Honey″ vor
Zwischenüberschrift:
Erstmals auf Naturboden nach beschwerlicher Reise aus Malta
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Die vor Kurzem eingetroffene Schwarzbärin Honey″ hat nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungszeit ein neues Zuhause im Zoo gefunden. Die Eingewöhnung nach ihrer Reise von Malta nach Osnabrück fiel ihr zunächst schwer. Nun hat der Zoo die neue Bewohnerin präsentiert.

Seit Eröffnung der Nordamerika-Tierwelt Manitoba″ im Jahr 2017 lebten die beiden Schwarzbären Lea und Theo im Zoo Osnabrück. Es handelte sich allerdings um eine Leihgabe eines Zoos in Ungarn, welcher im vergangenen Jahr Eigenbedarf anmeldete, erklärte Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo.

Daraufhin begann die schwierige Suche nach einer Nachfolgerin. Derzeit existieren lediglich 80 Tiere in zoologischen Einrichtungen in Europa, es gibt also weniger Schwarzbären, als die vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger″, so Klumpe. Folglich habe man die Suche schon auf die USA und Kanada ausgeweitet, bis eine Kollegin aus Frankreich ein vielversprechendes Angebot der maltesischen Regierung unterbreitete: Es gehe um ein Schwarzbärenweibchen in einem Privatzoo, für das man dringend ein neues Zuhause suche – „ Honey″ habe die ersten neun Jahre ihres Lebens in einem garagengroßen Verschlag gehaust.Aggressiv, aber gesund

Um sich einen ersten Eindruck vom Gesundheitszustand des Tieres zu machen, sei Klumpe zusammen mit einem Tierarzt nach Malta geflogen. Honey″ habe sich zunächst aggressiv gezeigt, hätte bei ihrem Besuch das Gitter angegriffen, war aber sonst in einem guten gesundheitlichen Zustand. In Zusammenarbeit mit einem Tiertransporteur führte Honeys Weg mit der Fähre von Malta nach Sizilien und anschließend über den Landweg nach Deutschland. Dort sei man dann von der Veterinärbehörde begleitet worden. Nachdem die maltesische Regierung den Transfer endgültig bestätigt hatte, waren auch die letzten bürokratischen Klippen umschifft. Ein wichtiger Punkt, wie Klumpe betonte: Eine solche Reise möchte man einem Tier möglichst kein zweites Mal zumuten.″

In ihrem vorläufigen Zuhause, der kleinen Anlage am Tigertempel, hielt sich Honey zunächst im beheizten Innenbereich auf, erklärte Tanja Boss, Tierpflegerin und Revierleiterin der Nordamerika-Tierwelt Manitoba″. An den klimatischen Unterschied müsse man sich ja auch erst mal gewöhnen, sagte sie.

Zudem sei Honey im Osnabrücker Zoo das erste Mal mit Naturboden und Pflanzen in Kontakt gekommen, sodass die Bärin sich Stück für Stück″ vortastete. Vor einigen Tagen sei Honey dann in die 1900 Quadratmeter große Schwarzbärenanlage verlegt worden. Das naturnahe Waldstück ist mit Bäumen, Sträuchern, Felsen und Senken sowie einem Badeteich ein abwechslungsreiches Zuhause. Daher stünde man schon mit Kollegen in Skandinavien und in Minnesota in Kontakt und sei guter Dinge, dass Honey bald einen Partner an ihrer Seite begrüßen könnte, erläuterte Klumpe.

Bildtext:
Endlich angekommen: Schwarzbärin Honey″ in ihrem neuen Gehege in der nordamerikanischen Tierwelt " Manitoba" im Zoo Osnabrück.
Schwarzbärin Honey.
Foto:
David Ebener

Der Schwarzbär

Der Amerikanische Schwarzbär oder Baribal lebt nach Angaben des Zoos Osnabrück weitverbreitet in Kanada und den USA, auch in Alaska sowie Teilen Mexikos sind die Raubtiere beheimatet. Die Fellfarbe des Schwarzbären reicht von Tiefschwarz über verschiedene Brauntöne bis hin zu Cremefarben und ganz Weiß. Diese letzte Farbvariante, der Kermodebär, wird von den Indianern auch Geisterbär″ genannt. Vom Braun- und Grizzlybären unterscheidet sich der Schwarzbär durch eine geringere Körpergröße, eine flachere Stirn und eine recht lange, meist hell gefärbte Schnauze.Der Grizzly ist der einzige natürliche Feind erwachsener Schwarzbären.
Autor:
Jannis Moss


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