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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Neumarkt: Denkzettel für Investor
Zwischenüberschrift:
5000 Unterschriften
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Unibail-Rodamco-Westfield will das Einkaufscenter in Osnabrück zwar nicht mehr bauen, aber ganz vom Tisch sind die Pläne keineswegs. Von der Konzeptgruppe Plan B″ kommt jetzt die 5000-fache Botschaft, dass der französische Konzern den Weg für einen Neubeginn am Neumarkt frei machen solle. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert nahm das Paket mit den Unterschriften entgegen. Plan B will Mischnutzung

Auf dem Wochenmarkt, in Buchhandlungen, Lebensmittelgeschäften und Kneipen trugen sich Menschen aus Osnabrück und Umgebung in die Listen ein, um dem abgesprungenen Neumarkt-Investor einen Denkzettel zu verpassen. Die Konzeptgruppe Plan B″ setzt sich für eine Mischnutzung des Quartiers zwischen dem Neumarkt und der Großen Rosenstraße ein und fordert Unibail-Rodamco-Westfield (URW) auf, die dringend notwendige Neuordnung nicht länger zu blockieren.

Plan B″-Initiator Reinhart Richter kam nun mit elf Mitstreitern ins Rathaus, um die mit rot-weißem Flatterband zusammengeschnürten 5012 Unterschriften an den Oberbürgermeister zu übergeben. Richter bezeichnete das Päckchen als Keule″, um potenzielle Investoren abzuschrecken, die anstelle von URW doch noch ein Center bauen wollten, um Negativzinsen zu vermeiden. Er hatte auch eine Idee, was mit den Unterschriften geschehen solle: Die könnten doch in den Grundstein eines Gebäudes eingelassen werden, wenn der Plan B″ eines Tages verwirklicht werde.

Das kann allerdings noch eine Weile dauern, weil der französische Konzern offensichtlich keine Eile entwickelt, das Grundstück für andere Nutzungen freizugeben. Im Gegenteil: URW halte am Bauantrag fest, erklärte Oberbürgermeister Griesert, und die Stadt werde, wenn alle Voraussetzungen erfüllt seien, die Baugenehmigung erteilen müssen. Laut Durchführungsvertrag, den die Stadt mit der Projektgesellschaft Neumarkt 14 GmbH abgeschlossen hat, beginnt erst dann eine dreijährige Frist, an deren Ende die Baugenehmigung zurückgezogen werden kann.

Wir sollten nicht nichts tun″, meinte das Stadtoberhaupt. Die drei Jahre sollten genutzt werden, um einen Bebauungsplan für das Neumarkt-Quartier auszuarbeiten, der nach Ablauf der Frist zügig vom Rat beschlossen werden könne. Die Stadt strebe eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung an, erklärte Griesert. Sie müsse zwar die Eigentumsrechte respektieren, aber der Rat sollte selbstbewusst auftreten und sich die Entscheidung nicht aus der Hand nehmen lassen. Klotz am Bein

Der OB machte zugleich deutlich, dass er die vor mehreren Jahren abgeschlossene Vereinbarung mit der Neumarkt 14 GmbH für einen Klotz am Bein hält: Einige Formulierungen im Durchführungsvertrag sind einfach dumm!

Die Mitglieder der Konzeptgruppe sprachen sich dafür aus, Zwischennutzungen für die leer stehenden Gebäude im Neumarkt-Quartier zu ermöglichen, auch für das ehemalige Wöhrl-Parkhaus. Griesert zeigte sich skeptisch, soweit es um das Parkhaus geht, weil eine hohe Investitionssumme erforderlich sei, um es wieder in Betrieb zu nehmen. Und auch für die anderen Gebäude im Eigentum von URW gelte: Alles, was auf deren Grundstücken stattfindet, läuft nur mit deren Mitwirkung.″

Bildtext:
5000 Unterschriften gegen die Pläne von Unibail Rodamco: Die Konzeptgruppe Plan B will den Stillstand am Neumarkt nicht hinnehmen.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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