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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ausschuss stimmt für neue Erschließungsstraße
Zwischenüberschrift:
Planung von 2012 wird realisiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Erschließungsstraße für den Wohn- und Wissenschaftspark am Westerberg wird gebaut. Das hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen.

2021 will die Stadt mit den Bauarbeiten für den 620 Meter langen Straßenabschnitt zwischen der Natruper Straße und der Sedanstraße beginnen. Zwei Jahre später soll Fertigstellung sein. Die Baukosten werden auf vier Millionen Euro geschätzt. In der ersten Stufe ging es um die Planungskosten in Höhe von 193 000 Euro, die der Ausschuss mit seiner Entscheidung freigab.

Entlastung für Anwohner

Gegner der Westumgehung fürchten, dass mit der Erschließungsstraße im Norden der Druck erhöht wird, um auch die südlichen Abschnitte bis zur Rheiner Landstraße zu bauen. Sprecher von CDU und SPD machten jedoch deutlich, dass die Planung schon seit 2012 beschlossene Sache sei, und zwar einstimmig, wie Sven Schoppenhorst (CDU) betonte. Wir möchten diese Straße auch gebaut wissen″, fügte er hinzu, denn sie leiste einen Beitrag zur Entlastung vieler Anwohner.

Wir setzen nur etwas um, das wir mehrfach beschlossen haben″, erklärte seine Fraktionskollegin Anette Meyer zu Strohen, die zugleich Ausschussvorsitzende ist. In diesem Sinne äußerte sich auch SPD-Ratsherr Heiko Panzer. Es sei nur konsequent, die Verkehre, die zum Wissenschaftspark führen, auf eine Achse zu legen″.

Die Grünen, die 2012 noch für den Bau der Erschließungsstraße gestimmt hatten, sehen inzwischen andere Prioritäten. Ratsherr Sebastian Bracke sprach sich dafür aus, die 4 Millionen Euro besser in die Busbeschleunigung und zukunftsgewandte Verkehrsprojekte zu stecken als in den Bau einer Straße. Sein Fraktionskollege Michael Kopatz gab zu bedenken, dass der Autoverkehr netto zunehmen werde, wenn die 620 Meter lange Verbindung erst realisiert sei. Die Politik der Stadt solle sich doch besser am Klimaschutz orientieren und das Ziel verfolgen, die Umwelt mit weniger CO2 und weniger Autos zu belasten.

Gegen den Bau der Straße sprach sich auch Oliver Hasskamp von der FDP aus. Die Mobilität verändere sich, immer mehr Menschen nutzten das Fahrrad für den Stadtverkehr, und auch Park+ Ride gewinne an Bedeutung.

Geld lieber für Radwege?

Deshalb müsse nicht zwingend an einer acht Jahre alten Planung festgehalten werden. Heute sei es sinnvoller, das Geld für den Straßenneubau in den Radverkehr zu stecken. Gegebenenfalls könne die Trasse der Erschließungsstraße auch als Radweg ausgebaut werden.

Der Antrag der Grünen, das Straßenbauprojekt zu verschieben, fand im Ausschuss aber keine Mehrheit. Für den Bau der Straße stimmten CDU und SPD, die FDP votierte dagegen, und die Grünen enthielten sich.

Bildtext:
2021 will die Stadt mit den Bauarbeiten für den 620 Meter langen Straßenabschnitt zwischen der Natruper Straße und der Sedanstraße beginnen.
Zeichnung:
NOZ
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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