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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Grüne wollen nicht nur am Zoo raketenfreie Zone
Zwischenüberschrift:
Debatte um Feuerwerk / Zentrale Lasershow statt privater Böllerei?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Osnabrücker Grünen sprechen sich weiterhin für eine deutliche Einschränkung der Böllerei an Silvester aus. Mensch und Tier müssten geschützt werden. Ein Vorschlag des CDU-Chefs Fritz Brickwedde reiche bei Weitem nicht.

Die Ratsfraktion der Grünen begrüßt, dass sich nun auch CDU-Chef Fritz Brickwedde für eine Verbotszone für Böller einsetzt. Dabei sollte aber nicht nur der Zoo, sondern auch das Tierheim, Bauernhöfe sowie weitere Gebiete, wie die Grünen Finger und die Parks, als Schutzzonen in Betracht gezogen werden. Schließlich leben auch dort viele Tiere″, werden Diana Häs, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, sowie Ratsherr Thomas Klein in einer Mitteilung zitiert.

Mit Blick auf den verheerenden Brand im Krefelder Zoo mit vielen toten Tieren in der Silvesternacht, ausgelöst durch eine Himmelslaterne, hatte sich Osnabrücks Zoopräsident Fritz Brickwedde für eine raketenfreie Zone rund um den Schölerberg ausgesprochen. Beim Neujahrsempfang der Zoogesellschaft forderte er eine entsprechende Verordnung von der Stadt.

Den Grünen geht das nicht weit genug. Tiere gibt es bekanntlich ja nicht nur im Zoo. Deswegen ist der CDU-Vorschlag viel zu kurz gesprungen″, so Häs. Die Grünen haben auch nichts gegen ein allgemeines Böllerverbot zum Wohle des Menschen. Die Silvesterböllerei ist für über 15 Prozent des Feinstaubausstoßes verantwortlich. Der ist vor allem für Kinder, Vorerkrankte und Alte ein gefährliches Risiko″, wird Klein zitiert. Und die, also die Schwächeren, müssen der Maßstab politischer Bewertung sein.″ Die Freiheit des Einzelnen ende dort, wo die Gesundheit gefährdet sei. Ein gutes Beispiel ist das Rauchverbot.″Kein generelles Verbot

Dem Umweltbundesamt zufolge beträgt der bundesweite Anteil des Silvesterfeinstaubs am gesamten Feinstaub (PM10) im Jahr zwei Prozent.

Ein generelles Böllerverbot, wie von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für Osnabrück und 97 weitere Städte gefordert, ist rechtlich nicht durchsetzbar. Zu dieser Einschätzung war die Osnabrücker Verwaltung auf Anfrage unserer Redaktion gekommen. Das wissen auch die Grünen. Wir sollten dennoch prüfen, wo punktuell aus Menschen- und Tierschutzsicht Verbote sinnvoll sind″, so Häs. Denkbar wäre eine zentrale große Lasershow, damit die Menschen freiwillig auf das Böllern verzichteten.

Nach der Böllerverbots-Forderung der DUH hatten die Osnabrücker Grünen den Vorstoß begrüßt. SPD und CDU lehnten auf Anfrage ein generelles Verbot ab.

Bildtext:
Schön anzusehen, aber schlecht für die Gesundheit, meinen die Grünen: Feuerwerk über Osnabrück.
Foto:
Archiv/ Gert Westdörp
Autor:
Jörg Sanders


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