User Online: 1 | Timeout: 17:01Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nach dem Job kümmern sie sich um Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Nach Teilnahme am KidS-Projekt: Jugendliche haben Respekt vor Kommunalpolitikern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Als der Rat Anfang Dezember entschied, Christian Wulff zum Ehrenbürger Osnabrücks zu ernennen, war der 14-jährige Simon Brakmann hautnah dabei. Wulff mag sogar eine Art Vorbild für den Neuntklässler sein, der am Osnabrücker KidS″-Projekt teilgenommen hat. Immerhin hat auch der frühere Bundespräsident seine ersten politischen Schritte als Schüler gemacht.

Ältere Leser mögen sich noch an die Vogel-Brüder erinnern. Bernhard war in der CDU, sein sechs Jahre älterer Bruder Hans-Jochen in der SPD. So ähnlich ist es bei Erik und Lars Winkler. Sie sind beide 15 Jahre alt und haben bisweilen ziemlich unterschiedliche Ansichten. Während Erik während des KidS-Projekts bei den Grünen war, verbrachte sein Zwillingsbruder Lars die Zeit bei der FDP. Lars war bei den Fraktionssitzungen der Freien Demokraten sowie beim Stadtentwicklungsausschuss dabei, Erik ging zu den Fraktionssitzungen der Grünen sowie zu einer Ratssitzung und einer Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Beide sind übrigens Mitglieder des neu gewählten Jugendparlaments.

Das Thema Umweltschutz ist mir wichtig″, betont Erik. Er gehe zu den Fridays for Future″-Demos. Ich hätte nicht gedacht, dass Politiker so viel Einfluss haben″, sagt sein Bruder Lars beeindruckt und berichtet davon, dass bei den Sitzungen teils mit hohen Geldbeträgen jongliert worden sei.

So wie Erik und Lars Winkler sagt auch Debora Aleksaite, dass ihr Respekt vor den Kommunalpolitikern durch das KidS-Projekt gewachsen sei. Die 16-jährige Ursulaschülerin war als Gast der SPD bei Rats- und Fraktionssitzungen und im Sozialausschuss dabei. Bei den Sozialdemokraten sei sie sehr herzlich aufgenommen worden, berichtet sie. Sie waren sehr offen, und wir haben uns geduzt.″ Auch politisch fühle sie sich der Partei nahe.

Es sei in den Ratssitzungen sehr spannend gewesen zu sehen, wie die verschiedenen politischen Richtungen aufeinandergetroffen seien. Alle waren sehr wortgewandt.″ Das fand sie zwar auch ein wenig einschüchternd, aber sie könne sich ein politisches Engagement vorstellen, wenn auch nicht in erster Reihe. Durch das KidS-Projekt habe sie zudem ihre Heimatstadt und die Politiker besser kennengelernt. Sie haben ihren normalen Job, gehen danach zu den Sitzungen und kümmern sich um Osnabrück″, sagt sie respektvoll.

Es ist toll, dass sich die Politiker ehrenamtlich engagieren″, sagt auch Simon Brakmann. Der Schüler des Ratsgymnasiums war bei den Sitzungen der CDU und ebenfalls am Dienstagabend bei der Ratssitzung. Die Sitzungen verliefen sehr geordnet, sagt der 14-Jährige. Das kann man nicht mit Unterricht vergleichen.″ Dennoch sei die Atmosphäre toll gewesen, auch wenn er viel Vorwissen benötigt habe, um den Ausführungen folgen zu können. Aber er war vorbereitet.

Simon Brakmann hat sich bewusst für die CDU entschieden. Mir gefällt die Partei.″ Er interessiert sich hauptsächlich für Schulpolitik, zum Beispiel den Neubau am Ratsgymnasium oder die Ausstattung von Klassenräumen. Bei ihm zu Hause werde viel über Politik geredet, er schaue Nachrichten und lese Zeitung, berichtet er weiter. Man entscheidet selbst mit, was um einen herum passiert. Wenn man nichts macht, muss man damit leben, was andere entscheiden″, bringt er sein Verständnis von Kommunalpolitik auf den Punkt.

Bildtext:
An Sitzungen teilzunehmen ist für die meisten Jugendlichen ungewohnt. Die Teilnehmer des KidS- Projekts (im Uhrzeigersinn), Simon Brackmann, Debora Aleksaite, Erik Winkler und sein Bruder Lars Winkler, haben sich inzwischen fast schon daran gewöhnt.

Fotos:
Andre Havergo, Jörn Martens

KidS

Die Abkürzung KidS″ steht für Kommunalpolitik in die Schulen″ . Etwa vier Wochen lang haben rund 60 Jugendliche Kommunalpolitiker begleitet, um Einblick in ihre Tätigkeiten und ihre Parteien zu bekommen. In diesem Jahr fand das Projekt zum 30. Mal statt.
Autor:
Thomas Wübker


Anfang der Liste Ende der Liste