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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
So will die Stadt Migranten in den Rat bringen
Zwischenüberschrift:
Interessenten können sich noch bis Monatsende bewerben
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück 52 000 Menschen mit Migrationshintergrund leben in Osnabrück bei den rund 170 000 Einwohnern ist das fast ein Drittel. Und im Stadtrat? Kein einziger Migrant weit und breit. Ein Tandem-Programm soll jetzt die Hemmschwellen für den Eintritt in die Kommunalpolitik senken.

An den Parteien liege es nicht, sagt Stadtvorstand Katharina Pötter. Wir haben in Gesprächen mit allen Fraktionen und Parteien festgestellt, dass eigentlich alle offen sind.″ Dass es trotzdem kaum aktive Migranten in der örtlichen Politik gibt, liegt laut dem Vorsitzenden des Migrationsbeirats Vëllaznim Haziri an einem Missverständnis: Die Migranten glauben, sie seien nicht willkommen und die Parteien wundern sich, warum niemand zu ihnen kommt. Zusammen mit seiner Kollegin aus dem Migrationsbeirat, Karin Mackevics, hat er Anfang letzten Jahres ein Papier zur politischen Partizipation entwickelt, und im Juni beschloss der Stadtrat, ein Mentoringprogramm für Migranten ins Leben zu rufen. Wir wollen die offenen Türen erreichbar machen″, erklärt Katharina Pötter. Schließlich sei die Stadt auf die Migranten auch angewiesen.

Bis zum 31. Januar 2020 können Interessenten sich auf der Internetseite www.osnabrueck.de/ migrationsbeirat informieren und bewerben. Ratsmitglieder und Migranten werden im Anschluss Tandems bilden. So etwas Ähnliches gibt es auch schon für Frauen. Die Stadt will außerdem zwei Fortbildungsveranstaltungen anbieten, in denen die Teilnehmer die Grundzüge der Kommunalpolitik kennenlernen können, aber auch rhetorische Kniffe.

Haziri fordert, dass die Migranten die Chance auch nutzen. Wir haben sehr erfolgreiche Osnabrücker mit Migrationshintergrund, sei es im Sport, im Unternehmertum oder in der Wissenschaft.″ Und er gibt zu bedenken, dass rund die Hälfte der Erstklässler in Osnabrück einen Migrationshintergrund haben.

Die 52 000 Migranten sind Eingebürgerte, Aussiedler und Ausländer. Nicht alle davon sind kommunalwahlberechtigt, dafür muss man mindestens 16 Jahre alt und Staatsbürger eines EU-Staats sein. Doch ihr Mentoringprogramm will die Stadt bewusst nicht nur auf die Wahlberechtigten begrenzen, betont Pötter. Es gibt auch noch andere Partizipationsmöglichkeiten.″ Den Migrationsbeirat zum Beispiel.

Ich freue mich sehr über dieses Ratsprojekt″, sagt die Ratsvorsitzende Rita Feldkamp (CDU). Sie sei schon von vielen ihrer Ratskollegen darauf angesprochen worden. Wir stehen in den Startlöchern.″

Im Februar und März sollen die Tandems gebildet werden, nach Ostern geht es dann los. Die Zeit drängt, denn die nächste Kommunalwahl findet im September 2021 statt und die Aufstellung der Kandidatenlisten schon im Frühjahr 2021.

Bildtext:
Null Prozent - so sieht die derzeitige Migratenquote im Osnabrücker Rat aus.
Foto:
Stadt Osnabrück/ Janin Arntzen
Autor:
Sandra Dorn


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