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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr Lebensqualität
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel „, Das ist einer der Gründe, warum wir den Neumarkt schließen wollen′ Luftqualität: Das sagen die Osnabrücker Parteien zu den neuen Erkenntnissen″ (Ausgabe vom 14. Dezember).

Mir gefällt die Idee aus Hannover, den öffentlichen Personennahverkehr an bestimmten Tagen kostenlos anzubieten. Wir sollten dies in Osnabrück auch einmal versuchen. Dies muss ja nicht unbedingt nur in der Weihnachtszeit sein. Möglicherweise ergäben sich noch andere Erfahrungen als in Hannover. Weniger Autos in der Stadt bringen für alle Verkehrsteilnehmer und Bewohner mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts, dass die Durchfahrt über den Neumarkt weiterhin erlaubt ist, löst keines der Lärm- und Abgasprobleme der Anwohner. Vielmehr spielt es die Anwohner des Walls und die Anwohner und Besucher der Innenstadt, insbesondere die Kinder und älteren Menschen, gegeneinander aus. Nun staut es sich auf dem Neumarkt. Aktuelle Messungen haben ergeben, dass die Stickstoff- und Feinstaubbelastungen am Neumarkt deutlich angestiegen sind und die Grenzwerte überschreiten. 45, 3 Mikrogramm je Kubikmeter Luft wurden gemessen 40 Mikrogramm sind zulässig. Damit riskiert die Stadt, dass die Deutsche Umwelthilfe dagegen Klage einreicht.

Ob das Gericht bei seiner Entscheidung berücksichtigt hat, dass täglich 30 000 Menschen als Fußgänger den Neumarkt kreuzen, die dann die belastete Luft einatmen? Eine Lösung kann nur bedeuten, dass der Autoverkehr insgesamt deutlich verringert wird. Natürlich müssen auch die Abgase aus Industrie- und Heizungsanlagen sauberer werden. Daher schlage ich vor, den ÖPNV in Osnabrück in bestimmten Abständen, zum Beispiel samstags einmal pro Monat, kostenlos durchzuführen.

Die Einnahmeausfälle der Stadtwerke sind überschaubar. Ohnehin würden voraussichtlich deutlich mehr Personen den Bus nutzen, wenn der Preis für einen Einzelfahrschein mit 2, 80 Euro nicht so hoch wäre und Bahnpendler auf vielen Strecken nicht noch zusätzlich zu ihrem teuren Bahnabonnement für den Bus zahlen müssten. Außerdem erscheint mir das Busnetz noch viel zu umständlich und langsam.

Wenn die Fahrgastzahlen, gerade zu Stoßzeiten, verdoppelt werden sollen, führt meiner Ansicht nach kein Weg an einem System mit erheblich größeren Fahrgastkapazitäten auf eigener Fahrspur wie einer Stadtbahn auf den Hauptlinien und abgestimmten Buslinien vorbei.″

Stefan van Lente
Osnabrück

Bildtext:
Dass die Durchfahrt über den Neumarkt weiterhin erlaubt sei, löse keines der Probleme, findet unser Leser. Kostenloser ÖPNV dagegen möglicherweise schon.
Archivfoto:
David Ebener
Autor:
Stefan van Lente


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