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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
2000 Sternsinger aus zehn Bistümern zum bundesweiten Start in Osnabrück
 
Königliches Großaufgebot
Zwischenüberschrift:
Mehr als 2000 Mädchen und Jungen feiern Auftakt der Sternsinger-Aktion in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Rund 2000 Mädchen und Jungen aus zehn katholischen Bistümern haben am Samstag in Osnabrück den bundesweiten Auftakt der 62. Aktion Dreikönigssingen gefeiert. Sie nahmen an Gottesdiensten und Workshops teil und zogen als Heilige Drei Könige verkleidet durch die Innenstadt. Die vom Kindermissionswerk Die Sternsinger″ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragene Aktion steht diesmal unter dem Motto Frieden! Im Libanon und weltweit″. Frieden sei eines der wichtigsten Themen, weil die Welt dermaßen zerrissen ist″, betonte der gastgebende Bischof Franz-Josef Bode in seiner Begrüßungsansprache.
Foto:
André Havergo

Osnabrück Ihr seht fantastisch aus.″ Die Freude steht Bischof Franz-Josef Bode ins Gesicht geschrieben. Er blickt von der Bühne auf mehr als 2000 als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder, die sich an diesem Samstag zur Eröffnung der bundesweiten Aktion Dreikönigssingen vor dem Osnabrücker Dom versammelt haben.

Das Bistum Osnabrück war nach 2001 zum zweiten Mal Gastgeber der bundesweiten Auftaktveranstaltung. Aus 80 Pfarrgemeinden hatten sich die Sternsinger mit ihren 500 Begleitern auf den Weg in die Friedensstadt gemacht. Sie reisten nicht nur aus allen Teilen des Bistums Osnabrück, sondern sogar aus Aachen, Regensburg oder Stuttgart an.

Die Aktion findet zum 62. Mal statt. Sie steht diesmal unter dem Motto Segen bringen. Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit″. Frieden sei eines der wichtigsten Themen in der heute so zerrissenen Welt, sagt der Bischof. Die Sternsinger setzten mit ihrem Einsatz für Kinder im Libanon ein Zeichen, das man nicht übersehen kann″.

Rund um das Dreikönigsfest am 6. Januar werden in ganz Deutschland etwa 300 000 Sternsinger von Haus zu Haus ziehen und Spenden für Hilfsprojekte in dem von der Flüchtlingskrise unmittelbar betroffenen Land sammeln.

Ihre Aufgabe für die kommenden Tagen haben die Kinder und Jugendlichen längst verinnerlicht. Am Sternsingen finde sie gut, dass man anderen Kindern helfen kann, die es nicht so gut haben″, formuliert es die zwölfjährige Nia. Seit vier Jahren ist sie dabei und liegt damit im Trend. Weit mehr als die Hälfte der auf dem Domplatz versammelten Kinder hebt die Hand bei der Frage, wer nicht das erste Mal beim Dreikönigssingen mitmacht.

Im Anschluss ziehen die kleinen und großen Könige gemeinsam mit dem Bischof durch die Altstadt zum Historischen Rathaus, wo 1648 der Dreißigjährige Krieg mit dem Westfälischen Frieden beendet wurde. Manch ein City-Bummler auf Geschenkeumtausch-Tour reibt sich beim Anblick der verkleideten Kinder verwundert die Augen. Das sieht man ja nicht alle Tage″, kommentiert ein älterer Herr, der das beeindruckende Bild mit seinem Mobiltelefon festhält.

Die Sternsinger aus Spelle, die Anfang des Jahres bereits den Papst besucht hatten, schreiben den Segen an die Rathaustür, während aus mehr als 2000 Kehlen das Lied Wir kommen aus dem Morgenland″ geschmettert wird und die Sternsinger Frieden jetzt″ fordern. Anschließend dürfen sich die Kinder aus Spelle ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert gibt den Sternsingern seine guten Wünsche mit auf den Weg. Ich bin mir sicher, dass euch viele Türen mit einem Lächeln geöffnet werden″, sagt Griesert.

Nach dem Bühnenprogramm ist lange noch nicht Schluss: In nahe gelegenen Schulen und Hallen werden Workshops angeboten: Basteln, Singen und Theaterspielen stehen auf dem Programm. Den größten Zulauf mit fast 800 Teilnehmern hat ein Trommelkurs zu afrikanischen Rhythmen, bei dem auch Bischof Bode mitmacht.

Den Abschluss des Tages bilden dann Gottesdienste in vier Kirchen. Beim größten davon im Dom erinnert Bischof Bode noch einmal an die Not im Libanon, wo nach Schätzungen eine Million Flüchtlinge aus Syrien leben. An die Menschen dort denken wir heute besonders, an die Kinder dort in ihrer Angst, an die Kinder auf der Flucht, Kinder in Lagern, oft ohne Schule und Bildung.″ Sie benötigten dringend die Hilfe der Sternsinger in diesen Tagen. Und Bode sagt Danke: Ihr seid wirklich Könige und Königinnen, die Segen sind und Segen bringen.″

Die vier Sternsinger Sia (8), Luca (11), Wiebke (15) und Mia (7) aus der Pfarrei St. Nikolaus auf der Insel Langeoog übergeben anschließend den großen Staffelstern der Sternsinger an Jonas (7), Malte (8), Jan (13) und Ben (10) aus dem Bistum Aachen.

Bildtext:
Von Osnabrück aus bringen die Sternsinger den Segen ins ganze Land.
Foto:
André Havergo
Autor:
Dominik Lapp, KNA


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