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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Lärmterror durch Lastwagen?
Zwischenüberschrift:
Bewohner der Wippchenmoor-Siedlung fühlen sich „ausgeliefert″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Lärm im Wohngebiet: Wippchenmoor so heißt eine Straße, nach der auch die ganze Siedlung entlang der Klöcknerstraße benannt ist. Gegenüber liegt das Klärwerk, links die Brückenstraße und rechts die Pagenstecherstraße. Dazwischen sind viele Lastwagen unterwegs.

Vor allem drei Speditionen Hellmann, Koch und Schwenker nennen Anwohner als Verursacher des Lärms auf der Strecke zwischen Haste und Eversburg. Warum fahren sie vom Fürstenauer Weg aus nicht über die Elbestraße, wo keine Anwohner betroffen wären, und dann über die Römereschstraße?

Ruhe nur am Wochenende

Diese Frage stellte Rainer Temme im Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen. Stattdessen müsse die Wippchenmoor-Siedlung leiden: Wir sind diesem Lärmterror völlig schutzlos ausgeliefert.″

Diesen Lärmterror″ beschreibt Temme so: Es ist wochentags nicht möglich, im Garten zu sitzen, um sich zu unterhalten. Nur bei Stau und am Wochenende kehrt etwas Ruhe ein. Beim Stau kommt noch die Luftverpestung dazu.″

Liegt es an der Maut für Lastwagen, dass die Fahrer den Weg über die Klöcknerstraße wählen? Das jedenfalls meint ein weiterer Anwohner. Er wünscht sich, dass die Stadt die Klöcknerstraße für Schwerlastverkehr schließt, aber eine Anwohnerin deutete an: Ist eine Sperrung vielleicht nicht möglich, weil das eine Umleitungsstrecke für die Autobahn ist? Diese Frage blieb offen.

Was Alexander Bardenberg vom Fachbereich Städtebau berichtete, frustrierte die Anwohner: Bei Messungen seien nicht die Werte erreicht worden, die erforderlich sind, die Klöcknerstraße zu einem Fall für den Lärmaktionsplan der Stadt zu machen. Aber ist wirklich nichts zu machen?

Ein Anwohner brachte die Bauweise der Straße ins Spiel: Tragen vielleicht Betonplatten unter dem Asphalt zu dem Krach bei? Seiner Vermutung nach machen sich Fugen und Schwellen eines früheren Straßenbelages akustisch bemerkbar. Und: Vor zwei Jahren hatte die Verwaltung im Bürgerforum berichtet, dass als Lärmschutz zwar Flüsterasphalt in Betracht komme und der Plan dafür bereits in der Schublade″ liege, aber es sei nicht abzusehen, wann für die Umsetzung das erforderliche Geld zur Verfügung stehe.

Was tun?

Ebenfalls vor zwei Jahren hatte die Verwaltung angekündigt, mit den Spediteuren zu sprechen. SPD-Ratsherr Heiko Panzer, der das Bürgerforum leitete, regte jetzt an: Da müssen wir noch mal hinterhergehen.″

Ein Anwohner fragte: Was müssen wir tun, damit es weitergeht? Panzer setzt auf politischen Willen″: Wir werden das Thema im Stadtentwicklungsausschuss behandeln.″ Vielleicht hilft auch das Engagement der Verwaltungsspitze? Osnabrücks Finanzchef Thomas Fillep jedenfalls versprach: Ich nehme das auch mit.″

Bildtext:
Lärmterror? So jedenfalls bezeichnet ein Anwohner der Wippchenmoor-Siedlung den Krach, der von Lastwagen auf der Klöcknerstraße ausgeht. Was tun?
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Jann Weber


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