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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Strom der Stadtwerke Osnabrück wird teurer
Zwischenüberschrift:
Wer wie viel mehr zahlen muss
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Die Stadtwerke Osnabrück erhöhen zum 1. Februar 2020 den Grund- und Strompreis für Kunden in der Grundversorgung. Ein Großteil der Kunden ist davon betroffen.

So viel wird' s teurer: Der Grundpreis für Kunden im Grundversorgungstarif Strom Klassik″ erhöht sich um 95 Cent und kostet dann 7, 74 Euro brutto pro Monat, also inklusive Mehrwertsteuer statt zuvor 6, 78 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 14, 16 Prozent. Die Kilowattstunde verteuert sich um 2, 38 Cent von derzeit 27, 75 auf 30, 13 Cent eine Steigerung um 8, 58 Prozent.

Ein Vierpersonenhaushalt im Grundversorgungstarif mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahlt dann auf ein ganzes Jahr gerechnet monatlich 7, 90 Euro mehr, also rund 95 Euro pro Jahr. In einem Singlehaushalt belaufen sich die Mehrkosten bei einem Verbrauch von 1500 Kilowattstunden auf 3, 94 Euro pro Monat rund 47 Euro im Jahr.

Diese Kunden betrifft es: Betroffen sind in der Grundversorgung alle Tarife ohne festgelegte Laufzeit″, sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer auf Nachfrage. In die werden alle Kunden automatisch eingestuft, die sich nicht aktiv für einen anderen Tarif entscheiden, und auch Kunden, deren anderer Energieversorger etwa insolvent ist und nicht mehr liefert. Knapp 50 000 der rund 110 000 Kunden der Stadtwerke in der Region Osnabrück seien in der Grundversorgung, sagt Hörmeyer. Nicht betroffen von den Preiserhöhungen sind Kunden der drei Tarife Strom Fix Basis″, Strom Fix Premium″ und Strom Natur Region″ diese Grund- und Strompreise bleiben unverändert.

So argumentieren die Stadtwerke: Bereits zum 1. Januar 2020 hätten 465 Stromanbieter eine Erhöhung angekündigt. Auch wir müssen nachziehen und sind gezwungen, die Mehrkosten an unsere Kunden weiterzugeben″, wird Stadtwerke-Energievertriebsleiter Eckhard Reimler in einer Mitteilung zitiert. Wesentliche Preistreiber seien die gestiegenen Beschaffungskosten, die gestiegenen Netzentgelte insbesondere aufgrund des Ausbaus der regenerativen Energien sowie die ebenfalls höheren staatlichen Umlagen und Steuern wie etwa die EEG-Umlage. Allein die maßgeblichen Börsenstrompreise liegen rund zehn Prozent über denen des Vorjahres″, so Reimler.

Hinzu komme, dass die Stromanbieter mittlerweile nur noch rund ein Viertel des Endkundenpreises direkt beeinflussen könnten. Mehr als die Hälfte des Strompreises machen staatliche Umlagen und Steuern aus, der restliche Anteil sind die Netzentgelte″, erklärt Reimler.

Die Stadtwerke versichern: Wer sich jetzt für einen Premium-Vertrag mit 100-Prozent-Preisgarantie bis Ende 2021 entscheidet, kann die Mehrkosten der jetzigen Erhöhung nahezu komplett kompensieren und hat zudem Kalkulationssicherheit″, wird Reimler zitiert. Nahezu? Zu 100 Prozent könne die Erhöhung nicht kompensiert werden, so Hörmeyer. Aber eben nahezu.

Erst Anfang Dezember hatten die Stadtwerke auf Nachfrage unserer Redaktion versichert, die Strompreise zum 1. Januar 2020 nicht zu verändern, wie es viele Anbieter angekündigt hatten. Allerdings hatten sie eine Preiserhöhung für das kommenden Jahr angekündigt. Nun folgt sie zum 1. Februar.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke den Strompreis für Kunden in der Grundversorgung zum 1. Februar um 6, 9 Prozent angehoben um 1, 96 Cent auf 27, 75 pro Kilowattstunde. Damals war es die erste Preiserhöhung seit sechs Jahren.

Die Stadtwerke haben in Osnabrück einen Marktanteil von mehr als 70 Prozent. Verbraucherschutzorganisationen empfehlen, Strompreise zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln. Die gesetzliche Kündigungsfrist für Grundversorgungstarife beträgt nur 14 Tage.

Zum 1. Juli dieses Jahres hatten die Stadtwerke Osnabrück bereits den Gaspreis für Kunden in der Grundversorgung um 0, 95 Cent pro Kilowattstunde angehoben.
Autor:
Jörg Sanders


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