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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Entlastungsstraße bleibt ein heißes Eisen
Zwischenüberschrift:
Abgebaute Schranke, neuer Plan: Was bedeutet das für Osnabrücker Westerberg?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Was haben eine abgebaute Schranke am Finkenhügel und die Erschließung des Wissenschaftsparks an der Sedanstraße in Osnabrück miteinander zu tun? Sie markieren zwei Enden einer gedachten Entlastungsstraße, die vor fünf Jahren in einer Bürgerbefragung abgelehnt wurde und die es daher nur in alten Plänen gibt.

Der Streit um eine Westumgehung ist nach wie vor gegenwärtig. Damals hatte die Frage die Bewohner des Westerbergs gespalten. Die Auseinandersetzungen endeten 2014 mit einem Gang zur Wahlurne. Etwas mehr als die Hälfte aller Osnabrücker wollte keine Entlastungsstraße West. Doch die drängende Frage blieb: Wohin mit Tausenden Autos, die über Wohnstraßen fahren? Nach dem Nein zur Straße bei der Bürgerbefragung versprach die Politik einen Plan B″ zur Verkehrsberuhigung, den ein Runder Tisch erarbeiten sollte. Doch im Bürgerforum Westerberg/ Weststadt zeigte sich jetzt, dass geringe Anlässe reichen, die Diskussion um Plan A″ wieder zu beleben wenn auch eher verhalten.

Schranken und Poller

Plan B ist gescheitert″, meinte ein Anwohner. Jedoch hat der Runde Tisch Westerberg vor einigen Monaten ein Verkehrskonzept entwickelt unter anderem mit Mittelinseln als Querungshilfen in den Bereichen Gluckstraße und Sedanstraße sowie Händelstraße und Carl-Cromme-Weg, Umbauten für Knotenpunkte und Einmündungen. Auf der Gluckstraße sollen Schranken oder Poller nachts die Durchfahrt verhindern. Aus dem Stadtentwicklungsausschuss kam grünes Licht, und im kommenden Jahr will die Stadt mit der Umsetzung beginnen.

Und nun ist das geschehen: Die Stadt hat wegen der Sperrung der Rheiner Landstraße die Schranke auf der Straße Am Finkelhügel entfernt: Es handelt sich um die Straße, die Teil der Entlastungsstraße West in Richtung Sedanstraße werden sollte. Der Anwohner Andreas Kühn fragte: Wird hier Abschied von dem nach dem Ergebnis der Bürgerbefragung 2014 erzielten politischen Konsens genommen, dass es auf der Trasse der Straße Am Finkenhügel keine Westumgehung geben wird?

Nein, lautet zusammengefasst die Antwort der Verwaltung. Sobald die Rheiner Landstraße fertig ist, werde die Schranke wieder montiert. Bis dahin solle auf diese Weise die Mozartstraße entlastet werden speziell vom Quell- und Zielverkehr des Klinikums und der benachbarten Quartiere. Die Entlastung sei spürbar, jedoch ohne die Straße Am Finkenhügel sonderlich zu belasten. Wie der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen″ mitteilte, wurde bewusst″ darauf verzichtet, auf die Ausweichroute hinzuweisen.

Doch für das andere Ende der geplanten Westumgehung plant die Verwaltung tatsächlich eine Straße, die 2014 aber nicht Gegenstand der Bürgerbefragung war: Mit der Verlängerung der Breiten Güntke von der Natruper Straße zur Sedanstraße will die Stadt den Wissenschaftspark erschließen. Sie soll etwa parallel zu der Straße Am Natruper Holz verlaufen und die auch entlasten.

Doch Plan A?

Manche wünschen sich anschließend einen Lückenschluss zwischen der Sedanstraße und dem Finkenhügel, also auf längere Sicht die Umsetzung des ursprünglichen Plans A″. Doch blieb es bei Andeutungen. Die Anwohner vermieden eine neue Diskussion. Doch war es einem von ihnen wichtig, darauf hinzuweisen, dass es sich damals nicht um einen Bürgerentscheid, sondern um eine Befragung gehandelt hat.

Ein Anwohner bezweifelt den Erfolg des Runden Tisches so: Man hat uns einen , Plan B′ versprochen.″ Und jetzt? Alles geht über die Mozartstraße und über die Gluckstraße.″ Die gedachte Entlastungsstraße treibt die Gemüter weiter um.

Bildtext:
Freie Fahrt: Die Schranke auf der Straße Am Finkenhügel ist während der Bauzeit für die Rheiner Landstraße demontiert, um die Mozartstraße zu entlasten.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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