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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
7000 Postkarten akkurat sortiert
Zwischenüberschrift:
Helmut Rieken sammelt alte und neue Ansichtskarten aus Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Helmut Riekens Bild der Stadt Osnabrück entspricht nicht unbedingt der Realität. Es ist von Ansichtskarten geprägt worden. Etwa 7000 Exemplare besitzt er, die fein säuberlich und akkurat in mehreren Alben abgelegt sind. Der 68-jährige Rentner hat Osnabrück über diese Postkarten erschlossen.
Bis zu seiner Pension vor sechs Jahren hat Helmut Rieken im Außendienst gearbeitet. Er war ständig in ganz Deutschland unterwegs. Von Osnabrück kannte ich nur die Ausfallstraßen″, sagter.
Mit dem Ende seines Arbeitslebens wuchs sein Interesse für Osnabrück. Der ausdem Wittlager Land stammende Helmut Rieken wollte sich jedoch nicht einfach einen Stadtplan nehmen und so erfahren, welche Straße wo liegt. Er lernte die Stadt anhand von Ansichtskarten kennen. So hatte er auch gleich ein Bild vor Augen.
Mittlerweile ist seine Sammlung auf fast 7000 Karten angewachsen. Seine Sammlung ist dank der Unterstützung des Vereins für Philatelie und Numismatik gewachsen. Über den Wert will er nichts sagen. Manche Motive wie den Dom besitzt er in doppelter und dreifacher Ausführung. Ein bisschen bekloppt ist das schon″, gibt er grinsend zu. Seine Sammelleidenschaft mache ihm aber einfach Spaß, lachter nun laut. Er sucht übrigensimmer noch Ansichtskarten mit Osnabrücker Motiven.
Sobald sich jemand für sein Hobby interessiert, kramt Helmut Rieken enthusiastisch in seinen vielen Ordnern und zeigt seine Schätzchen. Manchmal kann man auch was lesen″, sagt er begeistert und deutet auf eine alte Postkarte, in der in Sütterlinschrift ein über hundert Jahre alter Gruß zulesen ist. Den übersetzt dann Riekens 84-jährige Nachbarin, die diese Schrift noch lesen kann. Um das Jahr 1900 lautete ein häufig zu lesender Spruch auf Karten, die aus Gasthäusern geschrieben wurden: Wir sitzen hier am runden Tisch und trinken, bis er eckig ist.″ Die Osnabrücker waren wohl immer schon gesellig.
Helmut Rieken stellt seine Ansichtskarten bisweilen aus. Zum Katholikentag war seine Sammlung mit Kirchen zu sehen, im Kreishaus wurden Karten mit Gaststätten gezeigt, und in der französischen Partnerstadt Angersgab es eine Übersicht mit vielfältigen Themen zu Osnabrück. In der NOZ werden seine Ansichtskarten immer wieder in der wöchentlichen Serie Zeitreise″ abgedruckt.
Mit seiner Postkarten-Sammlung will Helmut Rieken Osnabrück anschaulich machen für spätere Generationen: Es gibt viele Orte und Straßen in Osnabrück, die nicht bekannt sind.″ Viele wunderschöne Gebäude seien durch den Krieg zerstörtworden.
Die Sammelleidenschaft hat Helmut Rieken schon im Alter von elf Jahren gepackt. Damals jagte er Briefmarken nach. Auch die sind wie die Ansichtskarten fein säuberlich in Alben aufgelistet. Ordnung gehört zu so einem Hobby dazu″, sagt Helmu tRieken und bekräftigt es noch einmal: Absolut.″ Er selbst sei ein ordnungsliebender Mensch. Die Postkarte seiner Tochter aus Dänemark kommt aber nicht ins Album. Darüber freut er sicheinfach nur.

Bildtext:
Der Urlaubsgruß seiner Tochter aus Dänemark macht Helmut Rieken Freude. Archiviert werden aber nur Karten aus Osnabrück. Etwa 7000 hat er schon gesammelt.
Foto:
Jörn Martens

Was ist Ihr Ding?
Unter dem Motto Das ist mein Ding″ porträtieren wir Menschen aus Osnabrück und Umgebung, die ein seltenes Hobby haben, außergewöhnliche Sachen sammeln oder einer anderen großen Leidenschaft mit einer besonderen Hingabe nachgehen. Wenn Sie auch dazugehören und in dieser Reihe auftauchen möchten, dann schreiben Sie uns eine E-Mail: stadt-osnabrueck@ noz.de.
Autor:
tw


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