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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wo gab es diese Kakaobude?
Zwischenüberschrift:
„Peters Sandkuhle″ war ein Eldorado
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Überwältigend waren die Reaktionen auf das Bild von Peters Sandkuhle″, das wir in der vergangenen Woche in unserer Reihe Das unbekannte Foto″ veröffentlichten. Zahlreiche Telefonanrufe, Briefe, E-Mails und Einträge auf OS-Nachbarn.de zeigten, dass für viele Osnabrücker, die in der Weststadt aufwuchsen, Peters Sandkuhle″ keineswegs unbekannt ist.
Schon nach wenigen Rückmeldungen wurde aber erkennbar, dass sich die Erinnerungen auf verschiedene Sandkuhlen beziehen. Ein großer Teil der Hinweisgeber lokalisierte die Sandgrube an der heutigen Ernst-Sievers-Straße, wie zum Beispiel Heinz Riehemann: „, Peters Sandkuhle′ lag [...] zwischen der Barlage und Ernst-Sievers-Straße. Genau an der Stelle, wo heute die Synagoge und das jüdische Gemeindezentrum stehen.″ Einige Hinweisgeber stimmten dagegen mit Oswald Schöne überein, der schrieb: Die ehemalige Sandkuhle lag an der Straße An der Blankenburg zwischen dem Gasthaus Bellevue (heute Maximillians) und der ehemaligen Gärtnerei Teckemeyer. [...] Heute befinden sich an dieser Stelle die Einkaufsmärkte Aldi und Lidl.″ Einen dritten Ort brachte Josef Strunk ins Spiel: Der Eingang zur richtigen Peters Sandkuhle′, so meine Erinnerung, befand sich etwa gegenüber meinem Elternhaus an der Rheiner Landstraße 119. Diese Sandkuhle lag zwischen dem damaligen Schweizerhaus (später der erste Hyde Park) und den Häusern der englischen Soldaten an der Rheiner Landstraße. Diese Sandkuhle endete etwa dort, wo sich heute die Tennisplätze des VfL Osnabrück befinden.″ Ist hier in den Erinnerungen einiges durcheinandergeraten? Keineswegs.
Ein Anruf bei den Nachfahren der Firma Gerhard Peters und Söhne, die der Sandkuhle ihren Namen gab, führte uns zu einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1952, der die widersprüchlichen Angaben auflöste: Das Unternehmen mit Sitz an der Rückertstraße betrieb insgesamt sieben Sandgruben im Westen der Stadt. Alle Hinweisgeber hatten also recht.
Auf dem Archivfoto der vergangenen Woche war dieSandgrube an der Barlage zusehen. Max Brink beschrieb die Sandkuhle als ein großartiges Eldorado für uns Kinder aus den Wohngebieten des Westerberges″. Wir haben am Rand des Wassers Sandburgen gebaut und [...] kleine Höhlen gegraben″, berichtete Reinhard Teckenbrock. Im Winter [...] wurde auf dem See geglitscht und Schlittschuh gelaufen.″
Das Abenteuer, von dem uns Friedhelm Kükelhahn erzählte, haben so oder ähnlich zahlreiche Jungen erlebt: [An , Peters Sandkuhle′] angekommen, haben wir uns von alten Brettern und Ästen ein Floß zusammengebaut. Wir standen auf dem Floß und stießen uns vom Rand ab. Die Freude über unsere große Leistung war groß, doch nach einiger Zeit fing das Floß an zu sinken. Ganz langsam. Unsere Füße standen schon im Wasser. Dann unsere Beine bis zu den Knien. Der Schreck war groß, denn keiner von uns konnte schwimmen! [...] Doch dann hatten unsere Holzbretter mit einem kurzen Ruck Bodenkontakt. Gott sei Dank! Nass triefend sind wir nach Hause geschlichen und haben dann unsere Strafe entgegengenommen, mit dem Versprechen, so etwas nie wieder zu tun.″
Friedhelm Kükelhahn hielt sein Erlebnis auch in zwei Zeichnungen fest. Einesehen Sie auf dieser Seite. Auf OS-Nachbarn.de finden Sie auch das zweite Bild und weitere Geschichten, den oben erwähnten Zeitungsartikel sowie eine Karte von der Illoshöhe und ein Luftbild aus dem Jahr 1935, die uns Leser zu Verfügung stellten.
Ob das neue unbekannte Foto″ wieder so viele Reaktionen auslöst? Es zeigt einen Schulkiosk, in dem Schüler sich in der großen Pause mit Milch, Kakao, Limonade und Joghurt stärken konnten. Aber an welcher Schule stand diese Kakaobude? Wie geht der Spruch Täglich Schulmilch trinken″ weiter? Schreiben Sie uns auf OS-Nachbarn.de.

Bildtext:
Als es noch keine Cafeterien gab, war der Schulkiosk in jeder großen Pause das Ziel zahlreicher Schüler.
Abenteuer, wie hier auf einer Zeichnung von Friedhelm Kükelhahn, erlebten viele Jungen in Peters Sandkuhle″.
Archivfoto:
Jens Bungies
Autor:
r.


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